Mini-IPC Pokini

Harte Anforderungen an Industrie-PCs in der Produktion

| Autor / Redakteur: Alexander Plöger * / Margit Kuther

Pokini von Extra Computer: Mit einem Volumen von 0,3 Litern der laut Hersteller kleinste lüfterlose Industrie-PC der Welt.
Pokini von Extra Computer: Mit einem Volumen von 0,3 Litern der laut Hersteller kleinste lüfterlose Industrie-PC der Welt. (Bild: Pokini)

Kompakt, robust und langfristig verfügbar, das sind der Anforderungen der Kunden an Industrie-PCs. Ein Beispiel, wie sich diese in der Praxis bewähren müssen.

Klassisches Handwerk und moderne Technik sind schon lange kein Widerspruch mehr, sondern entwickeln wirksame Synergien. Der Einsatz in rauen Produktionsumgebungen, etwa in Schreinereien, Drehereien oder auch in der Textilproduktion stellt gewisse Standardanforderungen an die Hardware: Schutz vor Staub, Spritzwasser oder Öl ist genauso Voraussetzung wie die durchgehende Betriebsfähigkeit auch unter hohen Temperaturen. Zudem sollen die Geräte kompakt und leicht in bestehende Maschinen integrierbar sein. Darüber hinaus gilt es aber weitere wichtige Punkte zu beachten.

Langzeitverfügbare PCs für Produktionsmaschinen

Produktionsmaschinen sind für den jahre- bis jahrzehntelangen Einsatz gedacht. Folglich muss auch der Industrie-PC langfristig erhältlich sein, sodass bei Ausfällen schnell Ersatz geliefert werden kann. Ebenso wichtig: Imagestabilität. Die Software des Industrie-PCs muss zuverlässig arbeiten. Das bedeutet, dass keine umfangreichen Softwareanpassungen aufgrund von Updates oder Veränderungen der Kommunikationsschnittstellen zwischen PC-System und Maschine erforderlich sein sollten. Das Image kann genau auf die Anforderungen des Anwendungsszenarios angepasst werden.

Tatsache ist, dass die Anschaffung von Maschinen generell teuer ist und meist über zehn Jahre abgeschrieben wird. Die Anlagen selbst sind dann 20 Jahre oder länger im Einsatz. Im Gegensatz zu einem Rechenzentrum verändern sich in der selben Produktionsanlage die Leistungsanforderungen während des Betriebszeitraums nicht. Daher ist ein regelmäßiger Austausch beziehungsweise ein Upgrade auf ein leistungsfähigeres Produkt nicht notwendig. Die verbauten Geräte sollten langfristig und auch bei durchgehendem Betrieb zuverlässig funktionieren.

Zudem wollen viele Anlagenhersteller ihre bereits bestehenden Maschinen aufrüsten. In diesem Fall müssen die Industrie-PCs möglichst kompakt sein, damit sie sich auch nachträglich etwa in Schaltschränke inte-grieren lassen. Auch hier bestimmt die Anwendung die Anbindung: Für Schaltschränke stehen spezielle Halterungen für die Hutschienenmontage zur Verfügung. Eine Alternative für die Anbringung außerhalb der Maschine oder hinter einem Monitor bietet der VESA-Standard 100.

Bei der Auswahl des passenden Industrie-PCs muss besonders auf zwei Dinge geachtet werden: Einerseits sollte die Hardware auf die jeweilige Anwendung und die spezifischen Umweltbedingungen zugeschnitten werden. Dabei spielen beispielsweise Umweltbedingungen wie besonders hohe oder niedrige Temperaturen eine Rolle. Wird die Hardware zudem kundenspezifisch angepasst, können Kosten eingespart werden, indem auf überflüssige Funktionalität verzichtet wird. Andererseits sind Anbindung und Konnektivität Dreh- und Angelpunkt eines effizienten Industrie-PCs. Hier muss vorab genau geplant werden, welche Schnittstellen notwendig sind, um die nahtlose Integration in die Anlage zu gewährleisten. Für die Kommunikation mit der Maschine werden in der Regel serielle Schnittstellen oder GPIO-Schnittstellen benötigt.

Die Einsatzmöglichkeiten für Industrie-PCs sind breit gefächert. Die Geräte regeln beispielsweise die Kommunikation mit der Maschine oder geben Informationen an Verwaltungsstellen wie die Lagerwirtschaft oder Produktionsleitung weiter. Sie sind aber auch als Steuereinheiten für Produktionsprozesse einsetzbar. Industrie-PCs dienen zudem als Infoterminals für Produktionsmitarbeiter, die alle relevanten Produktionsdaten in der Abteilung anzeigen. Sie verbessern die Produktionsqualität, da sie beispielsweise Leerläufe vermeiden, indem sie frühzeitig Meldung an das Lager abgeben.

Für die vielfältigen Anwendungsszenarien gibt es ein großes Angebot an Produkten. Ob nun der Alleskönner oder eine spezifische Lösung mit umfangreichem Zubehör die richtige Wahl ist, zeigt sich in einer ausführlichen Planung. Kernfragen leiten sich von den Anforderungen ab: Wofür soll das System eingesetzt werden? Wer wird es nutzen – Mitarbeiter der Produktion, der Produktionsleiter oder läuft es passiv im Hintergrund? Wie soll der Industrie-PC in den täglichen Arbeitsalltag eingebunden werden? Sind Zubehörteile förderlich oder eher hinderlich?

Bei diesem Prozess unterstützen Dienstleister mit ihrer Expertise. So ist beispielsweise der Giengener PC-Spezialist EXTRA Computer seit knapp 30 Jahren in den Sparten Mobility und Industrie aktiv. Aufgrund der gesammelten Erfahrungen entwickelte das Unternehmen unter dem Markennamen Pokini eine eigene Geräteserie für den industriellen Einsatz. Das Portfolio umfasst Industrie-PCs, Tablets, Server und eine Workstation. Fokus bei der Entwicklung waren Zuverlässigkeit sowie große Flexibilität hinsichtlich der Konnektivität. Durch verschiedene Standard-Frontmodule lässt sich eine Vielzahl an Anforderungen für die unterschiedlichen Einsatzszenarien realisieren. Für Spezialanforderungen entwickelt EXTRA in enger Zusammenarbeit mit seinen Kunden maßgeschneiderte Frontmodule.

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