GSM/GPRS

Punkt-zu-Punkt-Verbindung im GSM-Netz hat Zukunft

| Redakteur: Gerd Kucera

Der Anwender hat dabei zwei Möglichkeiten: 1. Bei üblichen SIM-Karten mit einer vom Provider vergebenen temporären IP-Adresse meldet sich jedes Modem bei einem Vermittlungsserver und teilt diesem seine aktuelle IP-Adresse mit. Der Vermittlungsserver stellt dann die Verbindung zu dem vom Anrufer gesuchten Partnermodem her.

2. Einfacher und professioneller geht es mit SIM-Karten, die über eine feste IP-Adresse verfügen (fixed IP-SIM). Hier wird kein Vermittlungsserver benötigt, da für jedes Modem ein exklusiv geschützter IP-Adressraum verwendet wird.

Die vom Anwender gewohnte und oft an sehr spezielle Bedürfnisse angepasste Software, die über eine Modemverbindung einen Fernzugriff ausführen soll, kann die Einwahlprozedur über das GSM-Speed-Modem genau wie bei einem normalen Modem ausführen und sich auf das Gerät im Fernzugriff einwählen.

Virtuelles serielles Kabel

Eine Besonderheit des Speed-Modems ist die Verbindungsmethode „Serial Tunnel“, bei der zwei Modems gepaart werden und dadurch ausschließlich mit diesem einen Partner zusammenarbeiten. Unter dieser Voraussetzung kann auf ein Einwahlverfahren ganz und gar verzichtet werden, denn wenn die Gegenstelle bekannt und unveränderlich ist, braucht eine Wahl erst gar nicht stattzufinden.

In dieser Betriebsart stehen die beiden Speed-Modems direkt als eine serielle, bidirektionale Verbindung bereit, die im Grunde als ein „virtuelles serielles Kabel“ eben als „Serial Tunnel“ verwendet werden kann. Diese Lösung ermöglicht es, serielle Kabelverbindungen über weite Strecken (im Prinzip weltweit in unbegrenzter Länge) zur Verfügung zu stellen. Sicher besonders im Blick auf globale Fernwartungslösungen ein sehr interessanter Ansatz, der es ermöglicht, die Reisezeit der Support-Mitarbeiter in andere Aufgaben zu verlagern und den finanziellen Vorteil für neue Projekte zu nutzen.

Nicht selten sind es eben kleine Lösungen, die es dem Anwender ermöglichen, vorhandene Technik weiterzuverwenden und in der gewohnten Umgebung möglichst noch schneller Daten auszutauschen. Das Unternehmen Wireless Netcontrol stellt aktuell Testgeräte zur Verfügung, um sie am „lebenden Objekt“ einzubinden, und unterstützt Entwickler bei der Implementierung.

* * Marco Riedel ... ist verantwortlich für Marketing & Vertrieb bei Wireless Netcontrol, Hohen Neuendorf.

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Sehr geehrter Herr Breuer, vielen Dank für Ihr Interesse für die Thematik und Ihren...  lesen
posted am 28.07.2011 um 16:14 von Unregistriert

Für mich stellt sich nur noch eine Frage, wird die IP – Verbindung erst nach dem...  lesen
posted am 28.07.2011 um 09:22 von Dieter.breuer


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