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Hardware in the Loop: Subaru reduziert Testzeiten bei E-Autos

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Simulierte Straßenverhältnisse haben es Subaru ermöglicht, die Testzeiten für E-Fahrzeuge um 90 Prozent zu reduzieren. Zum Einsatz kamen PXI-Produkte und LabVIEW von National Instruments.

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Der Autobauer Subaru konnte mit Hardware in the Loop seine Testzeiten bei E-Autos um 90 Prozent senken. Zum Einsatz kamen PXI-Produkte und LabVIEW von National Instruments.
Der Autobauer Subaru konnte mit Hardware in the Loop seine Testzeiten bei E-Autos um 90 Prozent senken. Zum Einsatz kamen PXI-Produkte und LabVIEW von National Instruments.
(Bild: National Instruments )

Bei herkömmlichen Fahrzeugtests werden zum überprüfen der Leistung und der Sicherheitsreaktionen fertige Autos auf Teststrecken oder öffentlichen Straßen gebracht. Allerdings erschweren wechselndes Wetter und die Zustände der Fahrbahn reproduzierbare Straßentests.

Subaru validiert seine Fahrzeuge nicht auf der Straße, sondern mit einer HIL-Simulationslösung von NI basierend auf PXI-Produkten und LabVIEW-Software. Mit der HIL-Lösung können Steuergeräte im Fahrzeug unter Ausschluss von Umweltfaktoren in einer virtuellen Umgebung umfassend und effizient getestet werden, bevor das gesamte System einer Diagnose unterzogen wird.

Berechnete Werte in Echtzeit übertragen

Für ähnliche Lastbedingungen hat Subaru seine Testlösung mit einem Controller-gestützten Dynamometer von Horiba sowie mit von Virtual Mechanics implementierter CarSim-Software für die Fahrdynamiksimulation ausgestattet. Das Antriebssystem überträgt die berechneten Werte in Echtzeit an das NI-HIL-System, womit ein geschlossener Regelkreis entsteht. Während der Tests liegt immer die passende Last durch das HIL-Interaktionssystem an.

Subaru plant den Einsatz des Testsystems für die finale Qualitätsprüfung von E-Fahrzeugen am Ende der Entwicklungsphase sowie auch eine zukünftige Nutzung für alle anderen Fahrzeugtypen. Das Unternehmen rechnet dadurch mit einer Einsparung an Arbeitsstunden um die Hälfte im Vergleich zu herkömmlichen Methoden.

„Wir konnten mithilfe von NI-PXI-Produkten und LabVIEW in nur ein bis zwei Wochen ein benutzerdefiniertes HIL-System implementieren und unsere Software unternehmensintern entwickeln“, sagte Daisuke Umiguchi, Electrified Power Unit Research and Experiment Department, Subaru Corporation. „Dadurch waren wir in der Lage, die Anschaffungskosten für das Testsystem auf circa ein Drittel der Kosten für Lösungen anderer Anbieter zu senken. Und da wir bereits mit LabVIEW gearbeitet haben, konnten wir auch unsere Software für ungefähr ein Sechstel der Kosten entwickeln, die für die Beauftragung eines externen Entwicklers angefallen wären.“

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