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Hardware in the Loop (HiL): Kürzere Entwicklungszyklen und Testzeiten

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Im Rahmen eines Joint Ventures planen National Instruments und ETAS mit vorgefertigten HiL-Systemen die notwendigen Entwicklungszyklen und Testzeiten zu verkürzen. Dabei spielt der softwaredefinierte Ansatz eine entscheidende Rolle.

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Moderne Fahrzeuge sind komplex: Mit HIL-Tests lässt sich in Automobil-ECUs integrierte Software mithilfe von Simulations- und Modulationstechniken validieren, um die Testdauer zu verkürzen und die Testabdeckung zu erhöhen.
Moderne Fahrzeuge sind komplex: Mit HIL-Tests lässt sich in Automobil-ECUs integrierte Software mithilfe von Simulations- und Modulationstechniken validieren, um die Testdauer zu verkürzen und die Testabdeckung zu erhöhen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Mithilfe von Simulationsverfahren lässt sich Hardware in the Loop (HiL) dahingehend gestalten, dass es effizient und vor allem wiederholbar wird. Das ist gerade für automatisierte Mess- und Prüfsysteme interessant. Für Entwickler entfallen damit teure und aufwendige Straßentests oder lassen sich zumindest minimieren. Um für die künftig immer komplexeren Fahrzeugsysteme und den damit verbundenen notwendigen Testszenarien gerüstet zu sein, haben National Instruments und ETAS bei den Validierungssystemen für die Fahrzeugentwicklung ein Joint Venture gegründet: die ETAS NI Systems.

Ziel des Joint Ventures ist es, vorgefertigte HiL-Systeme zu entwickeln, mit denen die Entwicklungszyklen und Testzeiten verkürzt werden können. Dazu wird das Know-how von ETAS bei der Entwicklung und Integration von HiL-Systemen zusammen mit den softwaredefinierten Ansatz sowie den umfassenden I/O-Funktionen von National Instruments kombiniert. Die vorintegrierten Systeme können schnell aus einer gemeinsamen Infrastruktur konfiguriert werden, um damit kundenspezifische Anforderungen umzusetzen. Da sie auf der NI-Plattform basieren, lassen sich Prüfgeräte im Laufe der Entwicklung kostengünstig anpassen.

Komplexe Fahrzeuge erfordern angepasste Testsysteme

Beide Unternehmen versprechen sich mit der Zusammenarbeit, dass die Sicherheit der künftigen Fahrzeuge weiter zunehmen wird. Das reicht bis hin zum autonomen Fahren. Gerade mit Bllick auf die komplexen Fahrzeuge sind Testsysteme notwendig, um die verschiedeneren Sicherheitsanforderungen mit Hard- und Software abbilden zu können.

ETAS ist als Partner von National Instruments durchaus sinnvoll, denn sie sind nicht nur Experten für Automotive-Tests, sondern insbesondere für die Entwicklung, den Bau und die Wartung von HIL-Systemen auf globaler Ebene. Der Start des Joint Ventures ist am 1. Januar 2020.

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