Handmessgerät bestimmt die Qualität von Fleisch in Sekundenschnelle

| Redakteur: Hendrik Härter

Mit dem Handmessgerät freshdetect BFD-100 lässt sich nicht-invasiv die Gesamtkeimzahl von Schweinefleisch bestimmen.
Mit dem Handmessgerät freshdetect BFD-100 lässt sich nicht-invasiv die Gesamtkeimzahl von Schweinefleisch bestimmen. (Bild: Freshdetect)

Mit einem Handmessgerät lässt sich die Gesamtkeimzahl sowie die Temperatur von Schweinefleisch ermitteln. Die Messergebnisse liegen sofort vor und das Fleisch kann weiter verarbeitet werden.

Immer wieder kursieren in den Medien Fälle von Gammelfleisch. Daher müssen moderne Schlacht- und Fleischverarbeitungsbetriebe sehr strenge Anforderungen der EU-Hygienevorschriften erfüllen. Die Probenentnahme für die mikrobiologische Selbstkontrolle muss fachgerecht erfolgen. Anschließend werden die Proben meist betriebsextern in Laboren untersucht. Das ist zeit- und kostenintensiv.

Die Ergebnisse liegen erst mehrere Tage später vor. Bis dahin ist das Fleisch längst verarbeitet und in den Handel gelangt. Zwar gibt es Methoden, um Fleisch schnell zu überprüfen. Dazu gehören das Impedanz-Verfahren, die ATP-Messung mit Biolumineszenz oder die fluoreszenzbasierte Durchflusszytometrie. Allerdings sind hier die Anschaffungskosten für Geräte hoch und auch die laufenden Kosten sind gerade für kleine und mittelständische Betriebe unattraktiv.

Messen der Gesamtkeimzahl

Abhilfe verspricht ein Handmessgerät, um die Gesamtkeimzahl von Schweinefleisch schnell zu bestimmen. Im Rahmen des Projekts „FreshDetect“ wurde eine fluoreszenzbasierte Technik entwickelt, um den Fleischverderb nicht-invasiv zu detektieren. Auf Grundlage dieser Technik entwickelte „FreshDetect“ das Handmessgerät „freshdetect BFD-100“, das die Autofluoreszenz der Fleischoberfläche und ihrer Mikroflora nutzt, um die Oberflächenkeimzahl sowie die Temperatur zerstörungsfrei zu detektieren.

Die gewonnenen Messergebnisse werden digital erfasst und mit einer eindeutigen Messnummer sowie einen Zeitstempel versehen. Vorteil: Auch nicht geschultes Personal kann mit dem Gerät ohne Vorbereitung arbeiten.

Schon während des Herstellungsprozesses kann entschieden werden, ob ein Produkt in den Handel gelangt oder einer anderen Verwendung zugeführt werden sollte. Retouren oder der Ausschluss von Waren aus dem Verkauf müssten nicht mehr als Vorsichtsmaßnahmen, sondern nur in begründeten Fällen erfolgen.

Auch die Sicherheit des Verbrauchers wird erhöht, da das Gerät, im Vergleich zu den stichprobenartigen Untersuchungen klassischer Methoden, einen höheren Probendurchsatz ermöglicht.

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