Halbleiter

Eris hat die Gleichrichterdioden geschrumpft

| Redakteur: Franz Graser

Vincent Chiang ist Executive Vice President beim Diodenspezialisten Eris. Links hinter ihm ist eine um ein Vielfaches vergrößerte Gleichrichterdiode zu sehen.
Vincent Chiang ist Executive Vice President beim Diodenspezialisten Eris. Links hinter ihm ist eine um ein Vielfaches vergrößerte Gleichrichterdiode zu sehen. (Bild: Franz Graser)

Der Halbleiterhersteller Eris aus Taiwan hat sich auf Gleichrichter spezialisiert. Die Firma erzielte große Erfolge bei der Miniaturisierung der Gleichrichter-Chips und sieht für sich gute Chancen im Markt für LED-Beleuchtungen und für Smartphone-Zubehör.

Bei der diesjährigen Taitronics-Messe wurde der Halbleiterhersteller Eris mit dem begehrten Technology Innovation Award für die Verbesserung des Herstellungsprozesses für Schottky-Dioden geehrt. Wie Vincent Chiang, Executive Vice President des taiwanischen Unternehmens, erläutert, lässt sich dadurch die Fläche des Gleichrichters um bis zu 40 Prozent verringern. Durch den kleineren Chip und den geringeren Materialverbrauch sinken die Herstellungskosten der Dioden. Anfang Oktober hatte Eris hierfür auch ein US-Patent erhalten.

Ein zweites Highlight des Unternehmensjahres 2013 war die Einführung des Mini-Brückengleichrichters EBS. Diese Mini-Bridge ist gerade 1,2 Millimeter dick und eignet sich für den Einbau in LED-Beleuchtungslösungen. Dank ihrer geringen Ausmaße ist die Bridge für die meist nicht sehr groß bemessenen LED-Gehäuse gut geeignet. Außerdem kann sich Eris-Manager Chiang den Einbau von EBS in Adapter und Ladegeräte für Smartphones vorstellen.

Eine weitere Gleichrichter-Serie namens EBR zielt ebenfalls auf den Einsatz im Beleuchtungsumfeld und bei Ladegeräten. Sie zeichnet sich laut Chiang durch äußerst niedrige Stromverluste und geringe Temperaturentwicklung aus.

Eris hat traditionell gute Geschäftsbeziehungen nach Europa und Deutschland, die von dem umtriebigen Unternehmer Jonathan Chang geründete Firma will aber in Europa noch weiter wachsen. So wurde eine Vetriebsmitarbeiterin eingestellt, die Deutsch spricht und den Kontakt mit Kunden aus dem deutschsprachigen Raum pflegt. „Das Geschäft mit Europa ist im zurückliegenden Jahr immer besser gelaufen“, freut sich Vice President Chiang – was wegen der anhaltenden Euro-Krise so nicht zu erwarten gewesen war.

Der Halbleiterhersteller sieht vor allem im Markt für Beleuchtungslösungen gute Zukunftschancen, auch in Europa. Enttäuschend habe sich dagegen das Geschäft mit der Photovoltaik entwickelt, gibt Chiang ehrlich zu.

Einen Vorteil gegenüber der wachsenden Konkurrenz aus China sieht Eris im hohen Automatisierungsgrad in der Produktion, der ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau gewährleistet. Das Unternehmen fertigt ausschließlich in Taiwan. Gerade dieses „Made in Taiwan“ will die Firma daher als Qualitätssiegel im Wettbewerb mit chinesischen Firmen ausspielen. „Egal, wen man fragt: Made in Taiwan ist immer noch besser als Made in China“, sagt Manager Chiang.

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