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Hackerangriff: Conrad informiert vorsorglich Kunden

| Redakteur: Margit Kuther

Ein Teil der Kundendaten von Conrad Electronic war potenziell für Hacker zugänglich, allerdings waren keine Kreditkarteninformationen und keine Kundenpasswörter betroffen. Die Sicherheitslücke ist inzwischen geschlossen.

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Hackerangriff: Unbefugte verschafften sich Zugang zu Conrads IT
Hackerangriff: Unbefugte verschafften sich Zugang zu Conrads IT
(Bild: Clipdealer )

Bei Conrad Electronic haben sich Unbekannte durch Ausnutzung einer Sicherheitslücke Zugang zu einem begrenzten Bereich des Conrad-IT-Systems verschafft. Potenziell hätten sie damit Zugriff auf einen Teil der Kundendaten gehabt. Nach gründlicher Untersuchung liegen dem Unternehmen keine Hinweise darauf vor, dass der Zugang genutzt worden wäre, um Daten missbräuchlich zu verwenden.

Die knapp 14 Mio. Kundendatensätze der Conrad-Gruppe, auf die Zugriff möglich gewesen wäre, umfassen Postadressen, teilweise E-Mail-Adressen beziehungsweise Fax- und Telefonnummern und bei knapp einem Fünftel der betroffenen Datensätze auch IBANs.

„Wegen des unerlaubten Eindringens in unsere IT haben wir unverzüglich Strafanzeige beim Landeskriminalamt gestellt und sofort das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht über den Vorfall informiert. Wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen, um den Vorgang aufzuklären und erforderlichenfalls weitere notwendige Konsequenzen zu ziehen“, erklärt Tilman Scherer, verantwortlich für die Unternehmenssicherheit bei Conrad Electronic.

Conrad rät zu besonderer Vorsicht bei verdächtigen E-Mails

Die IT-Experten von Conrad haben die Sicherheitslücke im System bereits identifiziert und geschlossen. Die betroffenen Daten waren in einer sogenannten „Elasticsearch“-Datenbank gespeichert und nicht frei im Netz zugänglich, sondern nur durch Einsatz spezieller Software auffindbar, die sich Lücken in der Sicherung von Datenbanken zunutze macht. Sollten durch die Datenlücke Daten entwendet worden sein, könnten beispielsweise E-Mail-Adressen der betroffenen Kunden genutzt werden, um Spam-Mails an sie zu senden. Conrad rät daher grundsätzlich zu besonderer Vorsicht beim Umgang mit verdächtigen E-Mails, insbesondere, wenn diese dazu auffordern, Anhänge zu öffnen.

Weder dem Unternehmen noch den ermittelnden Behörden liegen Hinweise darauf vor, dass Kundendaten missbräuchlich verwendet worden wären. Auch wenn aus Sicht der Behörden keine Kundeninformation erforderlich ist, informiert das Unternehmen seine Kunden und die Öffentlichkeit im Sinne eines guten und partnerschaftlichen Umgangs vorsorglich.

Spezielle Conrad-Onlineseite für besorgte Kunden

Über eine speziell eingerichtete Landingpage können Kunden sich informieren. Hier sind alle Hinweise zum Datenschutz bei Conrad, dem Datenschutzbeauftragten und zusätzlich ein Kontaktformular für Rückfragen hinterlegt. “Die Sicherheit unserer Kunden und ihrer Daten ist uns sehr wichtig. Wir bedauern sehr, dass es zu dieser Datenpanne gekommen ist und bitten unsere Kunden aufrichtig um Entschuldigung“, so Werner Conrad, CEO Conrad Electronic.

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