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Angemerkt Haben Sie keine Angst vor der Digitalisierung!

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Ein Gespenst geht um, das Gespenst nennt sich Digitalisierung. Arbeitsplätze sollen verloren gehen, Maschinen fangen an, selbstständig zu denken und die künstliche Intelligenz wird die Oberhand gewinnen. Das klingt auf den ersten Blick nach einem düsteren Zukunftsszenario.

Hendrik Härter, Redakteur ELEKTRONIKPRAXIS: "Die komplexen Aufgaben der Industrie lassen sich nur lösen, wenn Bildung an erster Stelle steht."
Hendrik Härter, Redakteur ELEKTRONIKPRAXIS: "Die komplexen Aufgaben der Industrie lassen sich nur lösen, wenn Bildung an erster Stelle steht."
(Bild: VBM)

Fakt ist, die Digitalisierung ist nicht neu. Ein ganz kurzer Blick zurück: Seit Anfang der 2000er Jahre hat sich durch die immer leistungsfähigeren Mikroprozessoren unser Berufs- und Alltagsleben grundlegend verändert. Ganz selbstverständlich nutzen wir heute das Smartphone, um Informationen zu suchen oder durch den Alltag zu navigieren.

Und die Industrie zieht nach – das Stichwort heißt Industrie 4.0. Bis zum Jahr 2030 sollen rund eine halbe Billion Geräte und Maschinen miteinander vernetzt sein. Dazu muss sich die Arbeitswelt anpassen. Gerade eine Industrienation wie Deutschland lebt von ihren Entwicklungen. Ob autonom fahrendes Auto oder Industrieroboter: Es muss immer Menschen geben, die diese komplexen technischen Anlagen und Systeme entwickeln und auch warten.

Sicher ist, dass Arbeitsplätze wegfallen werden. Doch es entstehen auch neue. Die Digitalisierung sprengt außerdem klassische Geschäftsmodelle: So wandeln sich beispielsweise die Automobilhersteller zu vernetzten Mobilitätsanbietern. Um die komplexen Aufgaben in der Industrie zu meistern, muss die Bildung an oberster Stelle stehen. Lebenslanges Lernen ist nicht nur eine Worthülse! Hier ist allerdings auch die Politik gefragt, um in Bildung und den entsprechenden Infrastrukturen zu investieren.

Wichtig ist auch die Vernetzung der Kollegen untereinander: Mitarbeiter müssen Hand in Hand arbeiten, um gemeinsam ein Projekt abzuarbeiten. Dabei dürfen auch Ländergrenzen keine Rolle spielen. Staaten müssen sich öffnen, um zusammen auf die Fragen der Zukunft einzugehen. Der Weg, dass sich einzelne Nationen abschotten, um ihre Wirtschaft zu schützen, ist dabei nicht förderlich.

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