Lichtqualität für das Home Office Gutes Licht im Arbeitszimmer folgt professionellen Vorgaben

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Wer im Home-Office arbeitet oder auch private Büroarbeiten zu erledigen hat, sollte auf die entsprechende Lichtqualität achten. Dazu empfiehlt die Brancheninitiativ licht.de, die drei Dimensionen der Beleuchtungsqualität berücksichtigt.

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Licht am Arbeitsplatz: Sensoren messen das einfallende Tageslicht und passen die Raumbeleuchtung stufenlos an. Die Stehleuchte wird individuell bedient.
Licht am Arbeitsplatz: Sensoren messen das einfallende Tageslicht und passen die Raumbeleuchtung stufenlos an. Die Stehleuchte wird individuell bedient.
(Bild: Licht.de)

Von den über 4 Millionen Selbständigen, die es im Jahr 2015 in Deutschland gab, arbeiten viele von zu Hause und auch meist länger als Festangestellte. Das belegen verschiedene Studien. Dabei spielt eine gute Ausleuchtung des Arbeitsplatzes eine entscheidende Rolle. Diese sollte im Idealfall so professionell sein wie im Büro. Für private Büroarbeiten sollte allerdings auch das Lichtkonzept stimmen.

Im privaten Home-Office sollten die drei Beleuchtungs-Dimensionen berücksichtigt werden: Dabei maßgeblich ist die visuelle Lichtqualität. Sie ermöglicht es, störungsfrei zu sehen, fördert Sehleistung und Sehkomfort. Die Beleuchtungsstärke liegt zwischen 300 und 500 Lux. Bei anspruchsvolleren Aufgaben dürfen es auch 750 Lux sein. Da die Sehkraft im Alter nachlässt, schätzen vor allem ältere Menschen höhere Beleuchtungsstärken.

Nicht blenden und keine störenden Reflexionen

Wichtig ist, dass sowohl künstliches als auch Tageslicht, nicht blendet und auf Oberflächen wie dem Schreibtisch oder Computerbildschirm störende Reflexe erzeugt. Mit modernen Beleuchtungssystemen und Jalousien lässt sich der Lichteinfall entsprechend regulieren. Für Schreibarbeiten mit einem Stift gibt es zudem eine Grundregel, um Schatten zu vermeiden: Für Rechtshänder kommt das Licht von links, für Linkshänder von rechts.

Emotionale Lichtqualität wird durch ein angenehmes Lichtklima geschaffen: Empfehlenswert und schnell einsatzbereit sind Pendel- oder Stehleuchten, die ihr Licht gleichzeitig direkt auf die Arbeitsfläche und indirekt in den Raum abgeben. Zusätzliche Schreibtischleuchten erweitern die Möglichkeit, benötigte Beleuchtungsstärken individuell anzupassen.

Elektronisches Lichtmanagement

Elektronisches Lichtmanagement, kombiniert mit effizienten und langlebigen Lichtquellen wie LEDs oder Leuchtstofflampen, sorgt zudem für einen sparsamen Energieverbrauch. Dabei regeln Lichtsensoren das künstliche Licht automatisch je nach einfallendem Tageslicht. Besonders komfortabel: Mit smarter Technik lassen sich außerdem Lichtszenen programmieren, die nach Bedarf abgerufen werden.

Die dritte Dimension, die biologische Lichtqualität, gewinnt zunehmend an Bedeutung: Licht taktet den Biorhythmus des Menschen, beeinflusst das Wohlbefinden und Leistungsvermögen. Vorteilhaft sind Leuchten, die mit zwei unterschiedlichen Lichtquellen bestückt werden können. Diese variieren in der Farbtemperatur: Die eine Lichtquelle spendet am Morgen tageslichtweißes, anregendes Licht und die zweite bereitet mit warmweißem Licht am Abend den Körper auf die Nachtruhe vor. So startet der zu Hause Arbeitende aktiv in den Tag und findet später besser den richtigen Zeitpunkt, um auch mal Feierabend zu machen.

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