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Günstigere Industrie-Touch-Displays dank neuem Veredelungsverfahren

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit dem sogenannten Hybrid-Bonding will Data Modul bei hochvolumigen Displays mit Touch in der Industrie punkten. Dazu werden zwei klassische Bonding-Verfahren miteinander kombiniert.

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Data Modul bietet mit dem Hybrid-Bonding eine Kombination aus den klassischen Bonding-Verfahren LOCA und OCA am Standort in Weikersheim.
Data Modul bietet mit dem Hybrid-Bonding eine Kombination aus den klassischen Bonding-Verfahren LOCA und OCA am Standort in Weikersheim.
(Bild: Data Modul)

Neben dem klassischen Bonding bietet Data Modul an seinem Fertigungs-Standort in Weikersheim seit Mai 2019 das Hybrid-Bonding an. Dazu wurde in Weikersheim eine vollautomatische Hybrid-Bonding-Maschine in den erweiterten Reinraum implementiert und in Betrieb genommen. Im Vergleich zum klassischen Bonding-Verfahren werden Touch, Glas und Display flüssig oder trocken (voll-) automatisch, verklebt und final ausgehärtet.

Das Hybrid-Bonding ist eine erweiterte Kombination aus LOCA (flüssig) und OCA (trocken Lamination). Dazu hat Data Modul die Vorteile der beiden Bonding-Verfahren kombiniert und verspricht sich preiswertere Displays für die Industrie. Aufgrund der Rüstzeiten eignet sich das Hybrid-Bonding besonders für hochvolumige Projekte.

Etablierte Bonding-Verfahren

Etabliert haben sich zwei Bonding-Techniken: Folienverklebung (OCA) und Flüssigverklebung (LOCA). Bei OCA (Optical Clear Adhesive) wird häufig mit Klebefolien gearbeitet, die mit Rolllamination Touch und Gläser verbinden. Im Nachgang werden über einen Autoklaven mögliche Luftblasen entfernt. Im Gegensatz dazu ist LOCA (Liquid Optical Clear Adhesive) eine Flüssigverklebung. Bei dieser Technik wird im ersten Schritt die zu verbindende Komponente mit einem Damm abgedichtet. Im Anschluss wird flüssiger Kleber so dosiert, dass sich dieser lückenlos zwischen Glas und Touch ausbreiten kann.

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