Mutmacher Grundstein für eine neue Fabrik mitten im zweiten Lockdown

Redakteur: Kristin Rinortner

„NExT-Factory“: Trotz Pandemie-Restriktionen hat Schaltbau an seinem Zukunftsprojekt festgehalten. Die Fabrik implementiert DC-Grid und Konzepte zu New Work und soll 2022 fertig gestellt sein.

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Michael Ettl, Schaltbau: „Bei unserer neuen Fabrik in Velden wird bei dem vollständig strombasierten Energiekonzept neben der klassischen AC-Infrastruktur parallel eine Gleichstromverteilanlage (DC-Grid) implementiert.“
Michael Ettl, Schaltbau: „Bei unserer neuen Fabrik in Velden wird bei dem vollständig strombasierten Energiekonzept neben der klassischen AC-Infrastruktur parallel eine Gleichstromverteilanlage (DC-Grid) implementiert.“
(Bild: Schaltbau)

Der Klimawandel macht auch in Zeiten von Covid-19 keine Pause. Die Klimaziele werden weiter intensiv vorangetrieben, die Energiewende geht unaufhaltsam weiter. Das hat Schaltbau motiviert, das Projekt eines modernen Werksneubaus – die NExT-Factory – trotz Krise und Lockdown weiter voranzutreiben.

„Unser erklärtes Ziel ist es, mit dem neuen Werk CO2-frei zu produzieren und nahezu unabhängig in der Energieversorgung zu sein“, sagt Dr. Michael Ettl, Director Operations bei Schaltbau.

Fabrik mit fortschrittlichem Energiekonzept mit DC-Grid

Bei dem vollständig strombasierten Energiekonzept wird neben der klassischen AC-Infrastruktur parallel eine Gleichstromverteilanlage (DC-Grid) implementiert, die verschiedene Systemkomponenten (u.a. Ladesäulen, Energiespeicher, Logistiksysteme und Prüflabor) versorgt.

Damit kann die selbst erzeugte Energie effizient verteilt und zurückgewonnen werden – und das alles ohne Wandlungsverluste. Als Spezialist für DC-Anwendungen ist Schaltbau von der Zukunftsträchtigkeit und Fortschrittlichkeit dieser Technologie überzeugt.

Im November 2020 erfolgte der Spatenstich in Velden/Vils – die Fertigstellung ist für Ende 2022 geplant. Trotz aller pandemiebedingten Einschränkungen und finanziellen Einbußen hat Schaltbau an diesem Zukunftsprojekt festgehalten.

Nicht zuletzt deshalb, weil sich auch die Märkte für Elektromobilität und regenerative Energien trotz Corona weiterentwickeln werden und das Unternehmen mit Hauptsitz in München sein Produktportfolio dafür in diesem neuen Produktionswerk entwickeln und herstellen wird.

Auf der Höhe der Zeit: Die Möglichkeiten von New Work

Neben dem völlig neuen Energiekonzept sollen auch die Arbeitsbedingungen in der NExT-Factory von Grund auf neu gestaltet werden. Unter dem Stichwort „New Work“ schafft der Spezialist für Sicherheitslösungen für elektrische Energie neue sowie situativ angepasste Arbeitswelten.

In den Arbeitsumgebungen im Office-Bereich sollen die Möglichkeiten für aktivitätsbasiertes Arbeiten optimal umgesetzt werden. Die Erfahrungen aus der Coronakrise und dem damit einhergehenden hohen Homeoffice-Anteil haben diese Konzepte beschleunigt und auch dazu geführt, dass das „New Work“-Konzept als ein hybrides Arbeitsmodell adaptiert wurde: mobile Arbeitsplätze im Homeoffice für konzentriertes Arbeiten; viel Raum und Fläche in der NExT-Factory für kreatives Arbeiten in Teams.

„Wir sehen uns mit der Umsetzung dieses Projektes gut aufgestellt für die zukünftigen Herausforderungen in Wirtschaft und Arbeitswelt. Unternehmen, die emissionsarm und nachhaltig wirtschaften, werden attraktiv sein im wirtschaftlichen Wettbewerb und ein Anziehungspunkt für zukünftige Arbeitnehmer“, erklärt Ettl, der auch das Gesamtprojekt NExT-Factory verantwortet.

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