Oszilloskope Grundlagenwissen, Teil 3

Grundlegende Bedienelemente an einem Oszilloskop

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Triggersystem und Bedienelemente

Ungetriggertes Signal: Ein Trigger synchronisiert die horizontale Ablenkung an einem festgelegten Punkt des Signals (Archiv: Vogel Business Media)

Die Triggerfunktion eines Oszilloskops synchronisiert die horizontale Ablenkung an einem festgelegten Punkt des Signals. Dies ist für eine präzise Signalrekonstruktion unerlässlich. Mithilfe von Trigger-Bedienelementen können repetitive Signale stabilisiert und Einzelschusssignale erfasst werden.

Der Trigger lässt repetitive Signale auf der Oszilloskopanzeige statisch erscheinen, indem derselbe Teil des Eingangssignals wiederholt dargestellt wird. Die Darstellung auf dem Bildschirm wäre völlig unübersichtlich, wenn jede Ablenkung an einer anderen Stelle am Signal beginnen würde (Bild 2).

Die einfachste und gebräuchlichste Triggerbetriebsart ist die Flankentriggerung. Darüber hinaus bieten viele digitale Oszilloskope eine Vielzahl von speziellen Triggereinstellungen. Diese Trigger reagieren auf bestimmte Zustände des Eingangssignals. Dadurch lässt sich beispielsweise ein unzulässig schmaler Impuls leicht erkennen. Es wäre unmöglich, diesen Zustand allein mit einem Flankentrigger (Spannungsschwelle) zu erkennen.

Mit den erweiterten Trigger-Bedienelementen können bestimmte Ereignisse isoliert werden, um die Abtastrate und Aufzeichnungslänge des Oszilloskops optimal zu verwenden. Die erweiterten Triggerfunktionen einiger Oszilloskope ermöglichen eine hochselektive Signalerfassung. Sie können auf Impulse triggern, die durch die Amplitude bestimmt sind, wie Runt-Impulse, die durch die Zeit bestimmt sind (Impulsbreite, Glitch, Anstiegsrate, Setup-und-Hold und Zeitlimit) und die durch einen logischen Zustand bzw. ein logisches Muster bestimmt sind (Logiktrigger).

Zu den erweiterten Triggerfunktionen gehören:

  • Pattern Lock-Triggerung
  • Serielle Bitmustertriggerung
  • A- und B-Triggerung
  • Such- und Markierungstriggerung
  • Triggerkorrektur
  • Bitmustertriggerung auf bestimmte Standardsignale (I2C, CAN, LIN)
  • Parallelbustriggerung

Die Vortrigger-Darstellung

Durch Änderung der horizontalen Triggerposition lassen sich Einblicke in das Signalverhalten vor einem Trigger-Ereignis gewinnen. Dies wird als Vortrigger-Darstellung bezeichnet. Dabei wird das erfasste Signals in Anteilen vor und nach einem Triggerpunkt unterschieden.

Die Vortrigger-Darstellung ist ein wertvolles Hilfsmittel für die Fehlersuche. Wenn ein Problem intermittierend auftritt, können Sie auf das Problem triggern und die Ereignisse aufzeichnen, die zu dem Problem führten, und dadurch die Ursache feststellen.

Verschiedene Triggerquellen

Das Oszilloskop muss nicht unbedingt auf dem dargestellten Signal getriggert werden. Mehrere Quellen können die Ablenkung triggern:

  • Ein beliebiger Eingangskanal
  • Eine andere externe Quelle außer dem Signal des Eingangskanals
  • Das Stromnetzsignal
  • Ein intern durch das Oszilloskop erzeugtes Signal aus einem oder mehreren Eingangskanälen definiert

Meistens können Sie das Oszilloskop so eingestellt lassen, dass es auf dem dargestellten Kanal triggert. Einige Oszilloskope verfügen über einen Trigger-Ausgang, der das Triggersignal auf ein anderes Gerät übertragen kann.

Die beiden Triggermodi

Der Triggermodus bestimmt, ob das Oszilloskop ein Signal auf der Grundlage eines Signalzustands darstellt oder nicht. Gängige Triggermodi sind:

  • Normalmodus: Das Oszilloskop erzeugt nur dann eine Darstellung des Signals, wenn das Eingangssignal den Triggerpunkt erreicht. Anderenfalls ist der Bildschirm leer oder auf dem zuletzt erfassten Signal eingefroren.
  • Auto-Modus: Im Auto-Modus stellt das Oszilloskop auch dann ein Signal dar, wenn kein Trigger anliegt. Wenn kein Signal vorhanden ist, triggert ein Zeitgeber im Oszilloskop die Ablenkung. Dies gewährleistet, dass die Anzeige nicht ausgeblendet wird, wenn das Signal keinen Trigger auslöst.

*Dave Ireland ist Technical Marketing Manager bei Tektronix.

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