Mercedes E-Golf-Cart Grün auf dem Green

Redakteur: Peter Koller

Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass die Elektromobilität nicht mehr aufzuhalten ist, hier ist er: Mercedes macht sich Gedanken über das elektrisch betriebene Golf Cart der Zukunft.

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Bringt alle Elemente eines echten Mercedes auf den Golfplatz: Vision Golf Cart
Bringt alle Elemente eines echten Mercedes auf den Golfplatz: Vision Golf Cart
(Daimler AG)

Während der Open Championship stellte die Marke mit dem Stern das „Mercedes-Benz Vision Golf Cart“ vor. Im Rahmen eines internationalen Ideenwettbewerbs beteiligten sich hunderte von Golf- und Auto-Fans und reichten Ihre Ideen für ein Golf Cart der Zukunft ein. Der Input diente dem Mercedes-Benz Designbereich als Grundlage für die Designstudie eines Golf Carts, das neben Ideen und Wünschen von Golfspielern auch die Eigenschaften und Technologien eines Mercedes-Benz beinhaltet.

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Das Cart verbindet die Eigenschaften von Mercedes-Benz Fahrzeugen mit der Funktionalität eines Golf Carts. So wurde zum Beispiel der Diamantgrill integriert, um dem Cart ein modernes Gesicht zu geben, das es unverkennbar zu einem Mercedes-Benz macht. Das Wägelchen wird durch Radnaben-Elektromotoren angetrieben, deren Batterie durch ein in das Dach integriertes Solarmodul fortwährend mit Strom versorgt wird. Auch ein manuelles Aufladen wie bei einem Standard Golf Cart ist möglich. Die Steuerung erfolgt durch einen Joystick, der an der Mittelkonsole angebracht ist, so dass beide Insassen das Golf Cart fahren können.

„Mit Hilfe von Touch-Screens lassen sich fast alle Funktionen des Carts ohne extra Knöpfe bedienen. Der Schlüssel liegt in der Einfachheit“, so Margarete Wies, Leiterin des Mercedes-Benz Advanced Design Center Carlsbad, Kalifornien.

In der Mittelkonsole befindet sich ein Multimediapanel mit einer drehbaren iPad bzw. iPhone Docking Station und USB Schnittstelle. Hiermit lassen sich diverse Funktionen am Golf Cart steuern, beispielsweise Fahrzeugfunktionen wie Lautsprecher oder Klimaanlage, das Head-Up Display, die Musikanlage oder die Kommunikation zum Clubhaus und anderen Golf Carts.

Das in die Windschutzscheibe integrierte Head-Up Display zeigt auf Wunsch bei Stillstand des Golf Carts unter anderem den Golfplatz, den aktuellen Spielstand oder die Wetterdaten an. Unterhalb der Windschutzscheibe ist die digitale Geschwindigkeitsanzeige platziert. Ein Wunsch, der unabhängig von Land oder Sprache immer wieder genannt wurde, ist die Möglichkeit zum Telefonieren. Das Cart verfügt demnach über Bluetooth, so dass auch während der Fahrt per Lautsprecher telefoniert werden kann.

Eine App für das Regenradar

Ein wichtiger Punkt ist das Thema Connectivity. Durch die iPad/iPhone-Anbindung kann direkt mit dem Golfclub kommuniziert werden, u. a. um Getränke oder Speisen für die Halfway-Verpflegung zu bestellen. Ebenso sind aktuelle Wetterdaten und Regenradars jederzeit abrufbar. Für berufstätige Personen besteht die Möglichkeit E-Mails zu schreiben. Darüber hinaus können die Nutzer die digitale Scorekarte oder auch Bilder und Videos vom Golfspiel direkt über Social Media-Kanäle teilen.

Der sogenannte „Fore-Button“ dient dazu, andere Spieler bei einem Fehlschlag schnell zu warnen. Sobald dieser vom Flightpartner gedrückt wird, wird die Warnung an alle anderen in der Gefahrenzone befindlichen Golf Carts kommuniziert, so dass diese ebenso wie das eigene ein Warnsignal ausstoßen.

Das Interieur spiegelt das Design in einem Mercedes-Benz Fahrzeug wieder. So verfügen die Sitze über eine Sitzheizung sowie Sitzlüftung und sind über die typischen Bedienelemente an der Seite elektronisch einstellbar. Die Kopfraumheizung AIRSCARF, die erstmalig 2011 im neuen SLK Roadster eingeführt wurde, ist auch im Mercedes-Benz Vision Golf Cart vorgesehen. AIRSCARF funktioniert wie ein Warmluftschal um Hals und Schultern und ermöglicht so Offenfahren auch bei kühleren Temperaturen. Zusätzlich ist eine Klimaanlage integriert, die für angenehme Temperaturen an heißen und auch kälteren Tagen sorgt.

Ausfahrbarer Blitzableiter sorgt für Sicherheit

Eine Besonderheit sind die optionalen Leichtbau-Türen. Diese lassen sich bei schlechterem Wetter sehr einfach durch eine Klick-In-Funktion anbringen und dienen somit auch als Wind- und Regenschutz. Ein ausfahrbarer Blitzableiter soll die Sicherheit bei aufziehendem Gewitter erhöhen. Die Windschutzscheibe lässt sich bei starkem Lichteinfall per Knopfdruck verdunkeln und verfügt über Scheibenwischer mit Regensensoren, die sich bei Regen automatisch anschalten. Zudem lassen sich Regenschirme sehr leicht in einem dafür geeigneten Platz hinter den Sitzen verstauen.

Ein ebenfalls häufiger Wunsch der internationalen Wettbewerbsteilnehmer lautete schlicht und einfach viel Stauraum. Im Mercedes-Benz Vision Golf Cart gibt es daher eine ganze Reihe von Staumöglichkeiten. So gibt es neben einem Kofferraum unterhalb der Ablagemöglichkeit für die beiden Golfbags auch zwei Fächer im Armaturenbrett. Zusätzlich ist in der Mittelkonsole ein Fach für Sonnenbrillen integriert und ein Platz für Golfbälle und Scorekarten vorgesehen. In einem Fach unterhalb der Mittelkonsole ist ein kleiner Kühlschrank eingebaut und zwischen den Sitzen sind Cupholder angebracht, die die Getränke heiß bzw. kalt halten. Ein beleuchteter Schminkspiegel wurde vor allem von den weiblichen Teilnehmern gewünscht und befindet sich auf Augenhöhe der Fahrer.

Flutlichtfunktion fürs Golfen in der Dämmerung

Neben dem Einsatz auf dem Golfplatz ist das Golf Cart auch voll straßentauglich. So wurde an alle nötigen Vorrichtungen wie Blinker, Scheinwerfer und Rückleuchten gedacht. Mit den LED Scheinwerfern ist das Weiterspielen bei einbrechender Dunkelheit möglich, da diese eine Flutlichtfunktion haben.

Angesichts dieses bereits äußerst durchdachten Konzeptes ist es wirklich schade, dass das Mercedes-Benz Vision Golf Cart nur eine Konzeptstudie ist – und wohl auch für immer bleiben wird...

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