M2M-Kommunikation

Großer Teil der Unternehmen hat noch keine Erfahrung mit IoT

| Redakteur: Franz Graser

Andrea Sroczynski verantwortet den Bereich Strategic Business Development bei Telenor Connexion. Sie möchte Unternehmen ermuntern, Projekte im Bereich IoT anzupacken.
Andrea Sroczynski verantwortet den Bereich Strategic Business Development bei Telenor Connexion. Sie möchte Unternehmen ermuntern, Projekte im Bereich IoT anzupacken. (Bild: Camilla Svensk/Telenor Connexion)

Eine Umfrage des M2M-Spezialisten Telenor Connexion unter 550 deutschen Managern hat ergeben, dass 42 Prozent der Betriebe noch keine Erfahrung mit dem Internet der Dinge gesammelt haben. Vor allem kleineren Unternehmen fehlt diese Erfahrung.

Der schwedische Spezialist für Maschine-zu-Maschine-Kommunikation befragte Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen von der Versorgungswirtschaft über die klassische Industrie bis hin zur Landwirtschaft.

Dabei zeigten sich enorme Unterschiede: Während 74 Prozent der Versorger die Frage bejahten, ob sie bereits ein Projekt mit Maschine-zu-Maschine-Kommunikation umgesetzt hatten oder dies in den kommenden zwei Jahren planten, waren es in der Landwirtschaft nur 22 Prozent. In der Industrie haben 55 Prozent der befragten Unternehmen bereits ein M2M-Projekt umgesetzt oder planen dies, im Finanz- und Versicherungswesen sind es 52 Prozent.

Auch im Hinblick auf die Unternehmensgröße zeigen sich Unterschiede: 58 Prozent der befragten Unternehmen mit 500-1.000 Mitarbeitern haben bereits Erfahrungen mit dem Internet der Dinge gemacht. Bei den Unternehmen mit über 5.000 Mitarbeitern sind es rund 30 Prozent.

Das Schlusslicht bilden kleine Unternehmen mit weniger als elf Mitarbeitern: Nur jedes fünfte (21Prozent) hat schon einmal ein M2M-Projekt realisiert oder plant dies.

Nach dem Hauptgrund befragt, nannte beinahe jedes zweite Unternehmen (49 Prozent) – unabhängig von Größe und Branche – mangelnde hausinterne Expertise. Ein knappes Viertel der Unternehmen (24 Prozent) sieht keinen geschäftlichen Mehrwert oder befürchtet gar eine negativen Kapitalrendite.

„Die Ergebnisse unserer Studie spiegeln die Erfahrungen wider, die wir in den vergangenen Jahren bei der Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen verschiedenster Branchen gemacht haben“, so Andrea Sroczynski, die den Bereich Strategic Business Development bei Telenor Connexion verantwortet: „Unternehmen sollten sich nicht aufgrund fehlender Expertise von der Umsetzung von IoT-Projekten abbringen lassen, sondern sich externe Unterstützung holen.“

Eine gute Möglichkeit, sich im Bereich Internet of Things zu orientieren, bietet der IoT-Kongress der ELEKTRONIKPRAXIS, der am 7. und 8. Oktober in Garching bei München stattfindet. Praxisorientierte Vorträge und eine Fachausstellung erlauben einen Überblick über das gesamte Spannungsfeld des IoT und das daraus resultierende Potenzial für Unternehmen.

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Externe Unterstützung kostet aber Geld. Und da sind wir schon beim nächsten Problem. Lediglich ein...  lesen
posted am 01.09.2015 um 13:11 von Olaf Barheine


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