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Elektromobilität

Große Elektromobil-Flotten mit erneuerbaren Energien laden

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Einfaches Wartungskonzept durch Zentralität

Das Master/Slave-Konzept hat noch einen weiteren Vorteil: Durch die Konzentration weniger, intelligenter Bauteile in nur einem Schaltschrank wird auch die Wartung der Anlage übersichtlicher und einfacher. Dabei spielen auch Schutzschalter eine wichtige Rolle: Die normativ vorgeschriebene explizite Überwachung des Schutzleiters auf DC-Fehlerströme erfolgt durch den RCM-Monitor von Phoenix Contact. Eine Erweiterung des Fehlerstromschutzschalters vom Typ A auf den deutlich teureren allstromsensitiven Typ B ist dann nicht erforderlich.

Ergänzendes zum Thema
Master/Slave-Systeme auch für die E-Mobilität

Master/Slave-Systeme haben in der Informationstechnik eine lange Tradition – sie ermöglichen eine hierarchische Verwaltung des Zugriffs auf eine gemeinsame Ressource. Auch beim Lademanagement werden sie genutzt:

  • Ein Master/Slave-System besteht aus einem Master mit vollständiger technischer Ausstattung sowie mehreren einfacher ausgestatteten Slaves – in diesem Fall Ladepunkten.
  • Ladepunkte können auf einfache Weise skaliert werden.
  • Die Anlagen-Intelligenz – inklusive der Anbindung an Abrechnungssysteme – wird zentral vorgehalten.
  • Hohe Kosteneffizienz beim Komponenteneinsatz.

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Beim Auslösen im Fehlerfall unterbricht der RCM-Monitor den Ladevorgang - und kann ihn wieder fortsetzen, sobald der Fehler behoben ist. Ein manueller Eingriff durch Wartungspersonal ist auch nicht erforderlich. Der manuelle Eingriff beschränkt sich auf die Auslösetests der Fehlerstromschutzschalter vom Typ A, die im nicht privaten Bereich regelmäßig vorgeschrieben sind.

Die Software eines Energiemanagement-Systems muss die Daten der unterschiedlichen Erzeuger und Verbraucher optimal verwerten. Durch die offene Plattform der Kleinsteuerungen von Phoenix Contact lassen sich hier ganz unterschiedliche Protokolle implementieren. „Gerade die Inbetriebnahme des Master/Slave-Ladeparks mit einem zentralen Datenkanal zum Abrechnungssystem über OCPP 1.5 barg so manche komplexe Herausforderung“, erinnert sich Breckling. „Aber letztendlich konnten wir durch die intensive Zusammenarbeit nach über 2-jähriger Planungs- und Entwicklungszeit die Anlage erfolgreich in Betrieb nehmen.“

Ladesystem verbindet Mobilitätswende und Energiewende

Zum Laden des firmeneigenen e-mobilen Fuhrparks ist am Stammsitz von GP Joule in Reußenköge ein Energiemanagement-System inklusive Ladepark nach dem Master/Slave-Ansatz entstanden. Sösemann ist mit dem Ergebnis des Projekts zufrieden: „Als Spezialist für regenerative Energien sind wir jetzt auch bei der Mobilitätswende ein gutes Stück weiter gekommen.“ Die Ladetechnologie sowie die Hardwareplattform zur Bearbeitung der Algorithmen zur Energieverteilung stammen aus dem Hause Phoenix Contact. In Kooperation mit dem Entwicklungspartner North-Tec ist ein zukunftsweisendes und offenes System entstanden, welches die Mobilitätswende mit der Energiewende effizient verbindet und daher auch Modellcharakter für künftige Ladeparks hat.

* Jens Eickelmann ist Business Development Manager E-Mobility, Phoenix Contact Deutschland GmbH in Blomberg.

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