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Elektromobilität Große Elektromobil-Flotten mit erneuerbaren Energien laden

| Autor / Redakteur: Jens Eickelmann * / Thomas Kuther

Wie lassen sich auch große E-Mobil-Flotten bedarfsgerecht mit erneuerbaren Energien laden? Die Lösung ist ein Energiemanagement-System mit Anbindung an ein OCPP-Backend.

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Firmeneigener Ladepark: Wenn 18 Elektrofahrzeuge gleichzeitig mit regenerativen Energien geladen werden, ist ein maßgeschneidertes Energiemanagement-System erforderlich.
Firmeneigener Ladepark: Wenn 18 Elektrofahrzeuge gleichzeitig mit regenerativen Energien geladen werden, ist ein maßgeschneidertes Energiemanagement-System erforderlich.
(Bild: Phoenix Contact)

Die Mobilitätswende kennt viele Herausforderungen – etwa das Laden größerer Fahrzeugflotten ohne massiven Ausbau der bestehenden Netzanschlüsse. Dabei müssen individuelle Mobilitätsanforderungen mit der Volatilität der erneuerbaren Energien in Einklang gebracht werden. Die Lösung – ein Energiemanagement-System mit Anbindung an ein OCPP-Backend (Open Charge Point Protocol) – hat GP Joule mit Unterstützung von North-Tec und Phoenix Contact erfolgreich umgesetzt.

Wer sich auf den Weg macht nach Reußenköge, dem Hauptsitz von GP Joule im Norden Schleswig-Holsteins, fährt durch eine Landschaft, die durch die Nutzung regenerativer Energien geprägt ist. Wind, Sonne und Biogas liefern hier viel grüne Energie ins Stromnetz.

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Individuelle E-Mobilitäts­konzepte

Auf die innovative Nutzung regenerativer Energien hat sich GP Joule spezialisiert. Das im Jahre 2009 gegründete Unternehmen ist universeller und innovativer Partner für Unternehmen, Kommunen sowie Investoren in allen Bereichen der erneuerbaren Energien. Unter dem Motto „Trust Your Energy“ und angetrieben von der Überzeugung, dass eine 100-prozentige Erneuerbare-Energie-Versorgung machbar ist, entwickelt und realisiert GP Joule Energie- und Betriebskonzepte für die zukunftsträchtige Nutzung von Sonne, Wind, Biomasse und Energiespeichern. Das mittlerweile auf über 200 Mitarbeiter angewachsene Unternehmen errichtet, vermarktet und betreibt weltweit Energieparks mit hoher Skalierung und Nennleistungen von mehreren hundert Megawatt.

„Zu unserem Angebotsspektrum gehören auch individuelle E-Mobilitäts- und Energiekonzepte für Gewerbetreibende, Unternehmen und Kommunen“, erläutert Dr. Fabian Sösemann (Bild 1), Bereichsleiter Energieversorgung und Recht bei GP Joule in Reußenköge. „Die durch die Elektromobilität eingeleitete Mobilitätswende sehen wir als Treiber im System.“

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Master/Slave-Systeme auch für die E-Mobilität

Master/Slave-Systeme haben in der Informationstechnik eine lange Tradition – sie ermöglichen eine hierarchische Verwaltung des Zugriffs auf eine gemeinsame Ressource. Auch beim Lademanagement werden sie genutzt:

  • Ein Master/Slave-System besteht aus einem Master mit vollständiger technischer Ausstattung sowie mehreren einfacher ausgestatteten Slaves – in diesem Fall Ladepunkten.
  • Ladepunkte können auf einfache Weise skaliert werden.
  • Die Anlagen-Intelligenz – inklusive der Anbindung an Abrechnungssysteme – wird zentral vorgehalten.
  • Hohe Kosteneffizienz beim Komponenteneinsatz.

Das Unternehmen betreibt einen firmeneigenen Fuhrpark mit 28 reinrassigen Elektrofahrzeugen – gut zwei Drittel davon werden am Firmenstandort in Reußenköge geladen. Dafür stehen fast 1,5 MWp Solarenergie sowie eine Biogasanlage zur Verfügung, die auf der Lastseite den Bürokomplex, einen Elektrolyseur, eine Korntrocknung und die Ladestationen versorgen. „Die große Herausforderung liegt in der Versorgung der Lasten bei maximaler Ausnutzung des Potenzials an erneuerbaren Energien“, so Sösemann, „und dabei das konventionelle Netz so wenig wie möglich zu beanspruchen.“

Die dabei zur Verfügung stehende Energie wird je nach Priorisierung auf die Biogasanlage, der Elektrolyseanlage, die Korntrocknung und die Ladestationen aufgeteilt. Die Ladestationen bieten dabei das größte Lastverschiebungspotenzial, sie sollen perspektivisch auch Energie ins Netz zurückspeisen.

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