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Hochleistungsgrafik GRID-Technologie treibt virtuelle Desktops auf Workstation-Niveau

| Autor / Redakteur: Susanna Tatár * / Gerd Kucera

Grafikprozessoren (GPUs) zählen zu den komplexesten Prozessoren überhaupt. In der GRID-Technologie schaffen sie durch Kombination mit optimierten Treibern und ausgefeilter Software völlig neue Cloud- und Netzwerkdienste, die bisher nicht möglich waren.

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Mittels GRID-Technologie können hochkomplexe und rechenintensive Inhalte über das Internet auf nahezu alle denkbaren Endgeräte wie zum Beispiel Gaming Portables, Smartphones, Tablets, TVs, Notebooks oder PCs gestreamt werden
Mittels GRID-Technologie können hochkomplexe und rechenintensive Inhalte über das Internet auf nahezu alle denkbaren Endgeräte wie zum Beispiel Gaming Portables, Smartphones, Tablets, TVs, Notebooks oder PCs gestreamt werden
(Bild: NVIDIA)

Standard-Desktop-Virtualisierung bietet lediglich Arbeitsumgebungen mit geringer Rechenleistung, die nur für Standard-Office-Anwendungen geeignet sind. Rechenintensivere Applikationen, in denen Grafik eine Rolle spielen, sind nicht ausführbar. Ein virtueller Desktop scheitert oftmals schon an der Widergabe eines Videos. Dieses Problem macht Arbeitsplätze mit virtuellen Desktops nur bedingt einsetzbar.

Der in Kalifornien ansässige Grafikspezialist NVIDIA beschreitet mit seiner GRID-Technologie einen innovativen Weg zu Lösung dieses Problems. GRID erschafft durch schnelle Grafikprozessoren (GPUs), effiziente Treiber und zertifizierte Software völlig neuartige, kosteneffiziente Cloud- und Netzwerkdienste, die bisher aufgrund zu geringer Hardwarekapazitäten und fehlender Infrastrukturen nicht möglich waren. Die Lösung verwandelt per Virtualisierungstechnik einfachste Büro-Rechner in Computer mit Workstation-Niveau. Jeder Arbeitsplatz im Unternehmen wird dadurch um ein Vielfaches effizienter. Darüber hinaus hält durch GRID High-End-Gaming mit aufwendiger Grafik Einzug in herkömmliche Smart-TVs, PCs, Tablets oder Smartphones.

Anspruchsvolle, grafikintensive Anwendungen auf Bürorechnern

NVIDIA GRID gibt es in zwei Ausführungen für unterschiedliche Einsatzgebiete in Unternehmen. Großunternehmen sind durch GRID in der Lage, Mitarbeitern virtuelle Arbeitsumgebungen mit hoher Grafikrechenleistung vom Server per Remote-Zugriff bereitzustellen. Dadurch sind an jedem Arbeitsplatz mit herkömmlichen Bürorechnern anspruchsvolle, grafikintensive Anwendungen möglich.

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Das Spektrum reicht dabei von Google Earth und Videoplayback über Photoshop bis hin zu professionellen Applikationen wie Autocad, Catia oder Solidworks. Auch die Remote-Nutzung über das Internet ist kein Problem. Zielgruppen sind zum Beispiel die Automobilindustrie, das Produktdesign, das Bauwesen oder Banken.

GRID ist kompatibel zu den verbreiteten Virtual-Desktop-Infrastructure-(VDI)-Lösungen von Citrix, Microsoft oder VMware. Aufgrund NVIDIAs patentierter Low-Latency-Remote-Display-Technologie werden die Latenzen bei der VDI-Nutzung auf ein Minimum reduziert und ermöglichen einen flüssigen Arbeitsprozess.

Dies wird auch durch die Optimierung der H.264-Codierung erreicht, die standardgemäß unterstützt wird. Namhafte OEMs wie Asus, Cisco, Dell, HP, IBM oder SuperMicro bieten schon jetzt entsprechende GRID-Server an. Der französische Fahrzeughersteller PSA (Peugeot Société Anonyme) setzt GRID bereits erfolgreich ein.

In naher Zukunft ist es sogar durch NVIDIAs GRID-vGPU-Technologie möglich, GPUs zu virtualisieren. Mehrere virtuelle Systeme haben dadurch gleichzeitig Zugriff auf einen einzelnen physikalischen Grafikprozessor. Dies steigert die Effizienz der Server noch einmal maßgeblich.

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