Photovoltaik Greenpeace Energy und Sunnic Lighthouse schließen Liefervertrag

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Der Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy und der Direktvermarkter Sunnic Lighthouse, eine Tochterfirma der Enerparc, haben einen Rahmenvertrag zur Abnahme von Strom aus einem Solarkraftwerk geschlossen.

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Das Kraftwerk in Wusseken: Greenpeace Energy will jährlich etwa elf Gigawattstunden aus der Solaranlage mit über zehn Megawatt Leistung beziehen.
Das Kraftwerk in Wusseken: Greenpeace Energy will jährlich etwa elf Gigawattstunden aus der Solaranlage mit über zehn Megawatt Leistung beziehen.
(Bild: Enerparc / Sitemark)

Das so genannte Power Purchase Agreement (PPA) sieht vor, dass Greenpeace Energy jährlich etwa 11 GWh aus dem Kraftwerk in Wusseken in Mecklenburg-Vorpommern bezieht. Hierfür wird die Freiflächen-Anlage südlich von Anklam zum 1. Juli 2021 aus der EEG-Vergütung abgemeldet. Sie liefert ihren sauberen Strom dann direkt an Greenpeace Energy. „Weil die Energie jetzt direkt von Greenpeace Energy abgenommen wird, benötigt sie keine EEG-Förderung mehr. Durch den Abschluss eines langfristigen Vertrags kommt diese Kooperation uns als Ökoenergieanbieter genauso zugute wie den Betreibern der Anlage“, erklärt Nils Müller, Vorstand bei Greenpeace Energy.

Vertrag läuft bis Ende 2026

Für die Energiegenossenschaft ist es das erste PPA mit einer Solaranlage über 10 MW Leistung. Der Vertrag über die Lieferung von Sonnenstrom aus dem aus zwei Anlagen bestehenden Solarkraftwerk mit einer Gesamtleistung von 11,32 MW läuft bis Ende 2026. Die Anlagen stehen auf einer etwa elf Hektar großen Konversionsfläche eines Kieswerks. Enerparc hat sie im Jahr 2019 in Betrieb genommen, die Vermarktung läuft über Sunnic Lighthouse.

„Indem wir die beiden Anlagen aus der EEG-Förderung genommen und einen PPA mit Greenpeace Energy abgeschlossen haben, etablieren wir zu wettbewerblichen Konditionen grüne Stromdirektbelieferungsverträge zwischen Betreibern von Erneuerbaren- Energien-Erzeugungsanlagen wie der Enerparc und nachhaltig agierenden Unternehmen wie Greenpeace Energy“, so Arved von Harpe, Geschäftsführer von Sunnic Lighthouse.

Weitere Rahmenverträge sind geplant

Greenpeace Energy hat bereits mehrere PPA-Verträge mit Betreibern von Windkraftanlagen abgeschlossen. Im Bereich der Solarenergie plant die Energiegenossenschaft zukünftig weitere dieser Rahmenverträge, insbesondere mit Neuanlagen. So können neu errichtete Erneuerbare- Energien-Anlagen wirtschaftlich abgesichert werden, ohne dass sie eine Förderung über das EEG beanspruchen müssen. Das macht PPAs auch für die Politik attraktiv. Denn in der Folge können zum Beispiel Solaranlagen ohne EEG-Vergütung errichtet und betrieben werden. Das führt zu mehr sauberem Strom auf dem Markt und weniger CO2-Ausstoß.

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