Fujitsu Microelectronics Europe Graphics Competence Center in Neuried bei München betreut Anwender vor Ort

Redakteur: Holger Heller

Mit einer eigenen Business Unit „Graphics Solutions“ reorganisiert Fujitsu Microelectronics Europe (FME) sein europäisches Halbleitergeschäft. In Neuried bei München sind nun 30 Spezialisten aus den Bereichen Hard-/Softwaredesign, Applications und Marketing für die Entwicklung von Embedded-Grafikanwendungen verantwortlich.

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Fujitsus europäische Grafikkompetenz wird nun im neuen GCC in Neuried/München gebündelt
Fujitsus europäische Grafikkompetenz wird nun im neuen GCC in Neuried/München gebündelt
( Archiv: Vogel Business Media )

Als Anbieter im expandierenden Embedded-Graphics-Markt will FME seinen Vorsprung weiter ausbauen, neue Bausteine einführen und fundierten Support liefern. Mit neuen Grafikcontrollern zielt das Unternehmen auf die bisherigen Segmente Automotive und Multimedia ab, nimmt aber jetzt zusätzlich die Märkte Medizintechnik, Industrie, POS-Applikationen, Marinesysteme und Spielekonsolen mit ins Visier.

Ein weiterer Schwerpunkt besteht darin, Produkten mit Peripheriefunktionen und Mikroprozessoren zusätzliche Funktionalität zu verleihen. Bereits das bestehende Angebot an Grafikcontrollern bietet Lösungen für Embedded-Graphics-Umgebungen wie Kfz-Navigationssysteme, Head-up-Displays, Konsolendisplays, virtuelle Dashboards und mobile Informationsterminals.

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„Durch das Graphics Competence Center (GCC) können wir uns nun voll auf die Entwicklung neuer Produkte und den lokalen Support konzentrieren, um unseren Vorsprung auf dem Grafikcontroller-Markt zu vergrößern“, betont Markus Mierse, Senior Manager der Business Unit Graphics Solutions bei FME und Leiter des GCC. Mierse verspricht, dass in kürzester Zeit neue Grafikcontroller auf den Markt gebracht werden, die Fujitsus Roadmap weiter aufwerten.

Im Fokus: Entwicklung neuer Produkte und lokaler Support

Das GCC will damit sicherstellen, dass für alle von FME anvisierten Anwendungen der richtige Grafikcontroller zur Verfügung steht. Dies soll beim Kunden u.a. dazu führen, dass Produktentwicklungszeiten geringer ausfallen. Die Skalierbarkeit und Binärkompatibilität der Bausteine gewährleistet dabei, dass keine gravierende Softwareänderungen beim Wechsel auf anspruchsvollere oder einfachere Versionen erforderlich sind.

Das neue Team, das mit seinen Hard- und Softwareentwicklern, Applikations- und Marketing-Support das notwendige Knowhow für die Chipentwicklung vor Ort in sich vereint, wird sich an seinem Erfolg im Embedded-Graphics-Markt messen lassen. Im Einzelnen hat sich die neue Business Unit folgende Meilensteine zum Ziel gesetzt: Entwicklung des ersten Produkts gemeinsam mit Japan bis zum Ende des Kalenderjahres 2007 und Eintritt in die Gewinnzone im Zeitraum 2008/2009.

Dazu Mierse: „Unser Ziel ist es, die Nummer eins im Embedded-Automotive-Graphics-Segment zu werden. Wir wollen den Kunden in Europa als auch weltweit optimierte, passend dimensionierte Grafikcontroller für den Embedded-Markt zusammen mit einem erstklassigem Hard- und Software-Support bieten.“

Hard- und Softwaredesign für Grafikcontroller

Zu den Aufgaben des GCC gehört zunächst das mit Fujitsu Japan koordinierte Hardwaredesign. Dabei geht es um das Design von Logik und Makros für Grafikcontroller, den Entwurf von Chiparchitekturen, das Prototyping neuer Konzepte etc. Hinzu kommt das Softwaredesign mit der Entwicklung von Treibern (Open-GL, Open-VG etc.), die individuelle Anpassung von APIs, SOC-Software und Tools. Unterstützung bei der Applikationsentwicklung wird durch hausinternen Support und Kundenseminare sowie mit Evaluierungs-Boards gewährleistet.

Für die Zukunft strebt Fujitsu an, mit seiner Business Unit Graphics Solutions höhere Wachstumsraten zu erzielen als der Markt insgesamt. Hierzu soll einerseits die Stellung des Unternehmens im Bereich Embedded-Automotive-Graphics erfolgreich gehalten werden, während andererseits Vorstöße in weitere Bereiche wie etwa Handheld-Navigationssysteme geplant sind. Unterstützt werden diese Vorhaben durch fortlaufende Investitionen in die Fujitsu-eigene 90-nm-Prozesstechnologie.

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