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CES 2016 GPU für 3-D-Echtzeitberechnung auf Smartphones und Tablets

Redakteur: Sebastian Gerstl

Imagination Technologies, Hersteller der energieffizienten PowerVR-GPUs, hat auf der CES 2016 eine Raytracing-Engine demonstriert. Der 28nm-Chip PowerVR GR6500 rendert 3-D-Grafiken in Echtzeit und verspricht aufwendige Grafiken auf Smartphones und Tablets.

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Renderbeispiel des GR6500-Boards: Mit der auf der CES 2016 demonstrierten PowerVR-GPU verspricht Imagination Echtzeit-Raytracing auf Mobilgeräten in hoher Qualität.
Renderbeispiel des GR6500-Boards: Mit der auf der CES 2016 demonstrierten PowerVR-GPU verspricht Imagination Echtzeit-Raytracing auf Mobilgeräten in hoher Qualität.
(Bild: Imagination Technologies)

Imaginations PowerVR-Architektur kommt unter anderen in Apple-Prozessoren der A-Serie zum Einsatz, die derzeit in iOS-Geräten wie iPhone, iPad oder Apple TV eingesetzt werden. Mit der auf der CES 2016 demonstrierten Raytracing-Engine verspricht das Unternehmen nun, fortschrittlichen Grafik-Algorithmen, die bislang nur auf leistungsstarken PCs mit hohem Energiebedarf in Echtzeit umgesetzt werden konnten, auf Mobilgeräte zu bringen.

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Raytracing ist eine Form von 3-D-Rendering, in dem Lichtrahlen entlang ihres Pfads in einem Bild verfolgt werden und ihre Auswirkungen wie Schattenwurf oder Spiegelungen auf reflektierendem Material entsprechend ihres Verlaufs umgesetzt werden. Das Rendern eines solchen Bildes erfordert oft stundenlanges Rendern und leistungsstarke, energiehungrige Rechner.

Bereits 2014 hatte Imagination versprochen, diesen Umstand mit dem hauseigenen PowerVR Wizard zu beheben. Auf der diesjährigen CES konnte man nun die Engine erstmals in Aktion erleben. Der dort gezeigte, in 28-nm-Technologe gefertigte Chip PowerVR GR6500 ist für batteriebetriebene Mobilapplikationen gedacht – auch wenn die Demonstration derzeit noch auf einem PCIe-Evaluation-Board innerhalb eines linuxbasierten Desktop-Systems erfolgt.

Die Technologie der GR6500-GPU soll nicht auf Mobilanwendungen wie Smartphones oder Tablets beschränkt bleiben. Imagination demonstrierte, dass die Technologie auch auf Desktop- oder Workstationebene skalierbar ist. So soll sich etwa die häufig in Spielen verwendete Unity Engine einheitlich auch auf verschiedenen Plattformen auf derselben GPU einsetzen lassen, wie das angehängte CES-Demonstrationsvideo darlegt.

„Bislang war Pfad-Tracing aufgrund seiner langsamen Gewschwindigkeit auf Offline-Workflows wie Architektur-Visualisierungen oder cinematische Spezialeffekte beschränkt,“ erklärt Alexandru Voica, tätig im Technologiemarketing bei Imagination, in einem zur Demonstration zugehörigen Blogeintrag. „Mit der PowerVR GR6500 geschieht das Pfad-Tracing nun in interaktiven Geschwindigkeiten und mit bislang nicht dagewesener Energieeffizienz. Pfad-Tracing ist nun im Begriff, ein wichtiger Bestandteil aufkommender Grafikanwendungen zu werden, einschließlich VR und AR.“

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