Smart Home Google killt Revolv-Smart-Hubs

Die Smart Hubs des Herstellers Revolv zählten nie zu den absoluten Megasellern in ihrem Segment. Offiziell nur in Nordamerika erhältlich, erreichten die Smart-Home-Basisstationen mit Multi-Standard-Support aber eine kleine und weitgehend zufriedene Käuferschaft.

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Rund 300 US-Dollar haben Kunden für die Smart-Home-Basisstationen bezahlt. Jetzt knipst Google ihnen das Licht aus.
Rund 300 US-Dollar haben Kunden für die Smart-Home-Basisstationen bezahlt. Jetzt knipst Google ihnen das Licht aus.
(Bild: Revolv)

Die Smart Hubs des Herstellers Revolv zählten nie zu den absoluten Megasellern in ihrem Segment. Offiziell nur in Nordamerika erhältlich, erreichten die Smart-Home-Basisstationen mit Multi-Standard-Support aber eine kleine und weitgehend zufriedene Käuferschaft.

Die Hubs kosteten um die 300 US-Dollar und wurden – wie fast immer – über eine Smart-Home-App betrieben. Ein zusätzlicher Cloud-Dienst sorgte für die Nutzung unterwegs. Größter Pluspunkt war die integrierte Unterstützung vieler bekannter Smart-Home-Anwendungen wie Philips Hue, Sonos oder Alphabet Nest.

Ende 2014 kaufe Nest Labs, der Smart-Home-Zweig von Alphabet (damals noch Google Inc.), das blühende Revolv-Startup mitsamt Produkten und Mitarbeitern. Offiziell war der Kaufgrund, dass Revolv ideal für den schnellen Ausbau des „Works with Nest“-Programms geeignet war.

Die nächsten anderthalb Jahre verliefen ruhig, bis dann im Februar 2016 über die Revolv-Webseite die Nachricht gepostet wurde, dass man zum 15. Mai alle Produkte einstellen wird – für die Kunden der Smart Hubs ein unerwarteter Schlag ins Gesicht.

Denn Revolv hat nicht nur angekündigt, lediglich den Support, Updates und neue Smart-Hubs einzustellen. Vielmehr wird dem ganzen Produkt das Licht ausgeknipst – am 15. Mai werden die Server komplett abgeschaltet.

Für die Käufer der Hubs bedeutet das nicht nur, dass sie ihr Smart Home nicht mehr von unterwegs nutzen können. Der Hub lässt sich ab dann überhaupt nicht mehr einschalten, da er ohne Online-Dienst nicht arbeitet. Selbst die Smartphone-App wird sich nicht mehr öffnen lassen.

Da Revolv innerhalb der selbst gestellten Garantiezeit von 12 Monaten keine neuen Hubs mehr verkauft hat, können die Kunden auch keine Gewährleistung in Anspruch nehmen. Wer vor zwei oder drei Jahren einen Revolv gekauft hat, muss sich jetzt nach einem Ersatz umsehen – die 300 Dollar sind erstmal weg.

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