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Geschäftszahlen von Texas Instruments: ernüchternd, aber hoffnungsvoll

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Verluste im Analog- und Embedded-Bereich haben bei Texas Instruments 2019 für sinkende Umsatzzahlen gesorgt - auch wenn der Einbruch des Geschäfts nicht so schlimm ausfiel wie erwartet. Während Anleger misstrauisch sind, wagt der Konzern eine vorsichtig optimistische Prognose für die Zukunft.

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Der US-Chip-Produzent Texas Instruments (TI) hat seine Zahlen für das vierte Quartal und Geschäftsjahr 2019 veröffentlicht. Obwohl die Umsätze besser ausfielen als erwartet, zeigen sich Anleger etwas enttäuscht.
Der US-Chip-Produzent Texas Instruments (TI) hat seine Zahlen für das vierte Quartal und Geschäftsjahr 2019 veröffentlicht. Obwohl die Umsätze besser ausfielen als erwartet, zeigen sich Anleger etwas enttäuscht.
(Bild: TI signboard Dallas / TI signboard Dallas / Jacob.jose / CC BY-SA 3.0 / CC BY-SA 3.0 )

Texas Instruments hat im abgelaufenen Quartal trotz sinkender Erlöse und Gewinne besser abgeschnitten als Experten erwartet hatten. Der Umsatz fiel um 10% auf 3,35 Milliarden US-$, wie das Unternehmen am Mittwoch in Dallas mitteilte. Der Gewinn schrumpfte unter dem Strich um 14 % auf 1,07 Milliarden US-$.

Der Aktienkurs geriet dennoch im nachbörslichen Handel unter Druck. Die TI-Aktie rutschte zuletzt um anderthalb Prozent ab.

Zum einen dürfte der Blick nach vorn des Unternehmens bei Anlegern für Ernüchterung gesorgt haben. Denn das Umsatzziel für das erste Quartal von 3,12 bis 3,38 Milliarden US-$ und der angestrebte Gewinn Aktie (EPS) von 0,96 bis 1,14 US-$ liegen jeweils nur leicht über den pessimistischsten Erwartungen von Analysten.

Schwächelnde Automotive- und Telekommunikationsmärkte schuld am Umsatzrückgang

Schuld am Umsatzrückgang tragen in erster Linie die Geschäftsbereiche „Analog“ und „Embedded Processing“, die beide zum Kerngeschäft von Texas Instruments zählen. Im Analogbereich verzeichnete TI einen Umsatzrückgang um 5%, bei Embedded sogar einen Rückgang von 20% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Dies liegt zum einen an einem im letzten Jahr schwächelnden Automotive-Markt als auch an Schwierigkeiten in der Telekommunikationsbranche: Wie bei vielen anderen US-Chip-Hersteller wirkte sich der Bann der US-Regierung gegen Ausrüstung von Huawei Technologies negativ auf die Umsätze der Texaner aus.

TI-Chef rechnet mit Stabilisierung der Märkte

Dennoch zeigt sich das Unternehmen für das kommende Jahr vorsichtig optimistisch. „Die meisten Märkte zeigen Zeichen einer Stabilisierung“, sagt Rich Templeton, Chairman, President und CEO von TI. Während die Lage bei den Telekommunikationsbausteinen weiterhin schwierig bleiben dürften, rechne man bei Texas Instruments insbesondere in der wichtigen Automotive-Branche mit einer Rückkehr zum Wachstum.

Für das erste Quartal 2020 rechnet Texas Instruments Inc. mit einem Umsatz in der Bandbreite von 3,12 Mrd. und 3,38 Mrd. US-$. Das Ergebnis je Aktie soll bei 0,96 bis 1,14 US-$ liegen. (mit Material von dpa)

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