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Elektromobilität weitergedacht Gemeinsamer Forschungscampus von HS Karlsruhe und SEW-Eurodrive

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Auf dem Gelände der ehemaligen International University in Bruchsal wollen SEW-EURODRIVE und die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft einen gemeinsamen Forschungs-und Arbeitscampus gründen.

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Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags (von links): Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel, Cornelia Petzold-Schick, Oberbürgermeisterin der Stadt Bruchsal, und Johann Soder, Geschäftsführer Technik der SEW-EURODRIVE GmbH & Co. KG
Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags (von links): Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel, Cornelia Petzold-Schick, Oberbürgermeisterin der Stadt Bruchsal, und Johann Soder, Geschäftsführer Technik der SEW-EURODRIVE GmbH & Co. KG
(Bild: Geyer/Christ)

Dazu unterzeichneten Johann Soder, Geschäftsführer Technik SEW-Eurodrive, und Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel im Beisein der Oberbürgermeisterin der Stadt Bruchsal Cornelia Petzold-Schick ein umfassendes Abkommen zu einer strategischen Kooperation in der Forschung.

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Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Herausforderungen im globalen Wettbewerb, des rasanten technologischen Fortschritts sowie kürzeren Produktlebenszyklen haben die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, eine der forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Baden-Württembergs, und SEW-Eurodrive die Notwendigkeit der intensiven Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft erkannt und zum Zweck der gegenseitigen Unterstützung im Bereich der Forschung und des Technologietransfers eine gemeinsame Forschungskooperation zur energieeffizienten Mobilität gegründet.

Beide Partner wollen ihre Kompetenzen bündeln

Ziel ist es, Forschung und Anwendung auf dem Campus der ehemaligen International University in Bruchsal eng miteinander zu verknüpfen und die vorhandenen Kompetenzen beider Partner zu bündeln, um in einer sich schnell entwickelnden Zukunftsbranche den Innovationsvorsprung auszubauen. Beide Parteien sind überzeugt, dass durch die Gründung eines gemeinsamen Forschungscampus für energieeffiziente Mobilität und dem damit verbundenen intensiven Know-how-Austausch, der Ausbau der zukunftsweisenden Forschungsgebiete „Elektromobilität“, „Mobile Intralogistiksysteme“, „Energieeffizienz und Infrastruktur“ schnell und effizient vorangetrieben werden kann.

Joint-Venture-Unternehmen für Elektromobilität

SEW-EURODRIVE siedelte dafür bereits einen Teil der Entwicklungsabteilung und einige Labore in den Konversionsgebäuden der ehemaligen Dragonerkaserne an. Zudem hat das von den Firmen SEW-Eurodrive und Brose ins Leben gerufene Joint-Venture-Unternehmen für Elektromobilität ebenfalls eine Heimat auf dem Campus gefunden. Die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft wird auf dem Gelände ein „Institut für Energieeffiziente Mobilität“ gründen. Neben den an den Forschungsprojekten beteiligten Professoren und Studierenden der Hochschule wird diese aus eigenen Mitteln zwei Mitarbeiter einstellen. SEW-Eurodrive fördert die Kooperation auch durch eigene Personalmittel: Für fünf Jahre wird das Unternehmen zwei Akademische Mitarbeiterstellen für den gemeinsamen Forschungscampus finanzieren.

Räumliche Voraussetzungen für enge Kooperation sind vorhanden

Die Zusammenarbeit auf dem Campusgelände bietet beiden Partnern die räumlichen Voraussetzungen, die für eine enge inhaltliche Kooperation notwendig sind und die sich auch in einer gemeinsamen Nutzung von Laboren und Werkstätten widerspiegeln wird.

Viele Themen für Studien- und Abschlussarbeiten

„Vor dem Hintergrund des globalen Wettbewerbs, den damit einhergehenden Herausforderungen durch den rasanten technologischen Fortschritt, immer kürzeren Produktlebenszyklen und des demografischen Wandels,“ betont Johann Soder bei der Vertragsunterzeichnung, „dient die hier getroffene Vereinbarung zur Erschließung neuer Technologiefelder durch gezielte Forschung und zur Realisierung entsprechend kurzer Entwicklungszeiten.“ Und Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel ergänzt: „Unserer Hochschule bietet sich damit nicht nur die Möglichkeit, sich als Forschungs- und Technologietransferdienstleister weiter zu etablieren, sondern wir erhalten über die Kooperation auch eine wesentliche Unterstützung durch Finanzierung und Ressourcenausstattung in Forschung und Lehre. Die Hochschule und ihre Studierenden werden selbst durch die enge Anbindung an aktuelle Forschungsthemen profitieren und wir werden aus diesen gemeinsamen Forschungsprojekten viele Themen für Studien- und Abschlussarbeiten generieren können.“

Enge Beziehungen zwischen SEW EURODRIVE und Hochschule

Auch im Wettbewerb um die besten Talente setzt SEW-Eurodrive auf die engen Beziehungen zur Hochschule. Hier ist das Ziel, junge und talentierte Menschen für Technik zu begeistern und durch die Betreuung von Praxis-, Bachelor-und Masterarbeiten die nächste Generation zu fördern und Nachwuchstalente früh zu entdecken. Für eine gezielte Mitarbeiterentwicklung und -weiterbildung bieten sich für SEW-Eurodrive durch die Kooperation neue Möglichkeiten und Impulse.

Paritätisch besetzter Beirat für den gemeinsamen Forschungscampus

Unter Beachtung der akademischen Freiheit wird zur Koordination strategischer Fragen für den gemeinsamen Forschungscampus ein paritätisch besetzter Beirat gegründet. Neben diesem wird ein gemeinsamer Steuerkreis eingerichtet. Seine Aufgabe besteht darin, dem Beirat gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsvorhaben vorzuschlagen, beschlossene Vorhaben zu koordinieren und zu planen und in den jeweiligen Schwerpunkten voranzutreiben. Der Steuerkreis kann bei Bedarf auch erweitert werden; dies kann insbesondere bei der Beteiligung weiterer Unternehmen oder Forschungseinrichtungen an gemeinsamen Projekten geschehen.

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