Gehalts-Check

Gehaltsportal von ELEKTRONIKPRAXIS und semica erfolgreich gestartet

| Redakteur: Margit Kuther

Über 1000 Teilnehmer haben allein in den ersten zwei Wochen die gemeinsame Gehaltsumfrage von ELEKTRONIKPRAXIS und semica genutzt. Renate Schuh-Eder erläutert die Besonderheiten dieses Portals.

ELEKTRONIKPRAXIS: Frau Schuh-Eder, Sie sind Geschäftsführerin der Personalberatung SCHUHEDER Consulting, die eng mit dem Gehaltsportal semica zusammenarbeitet. Sie und Ihr Team entwickelten mit der ELEKTRONIKPRAXIS die gemeinsame Gehaltsumfrage.

Frau Schuh-Eder, im Internet tummeln sich bereits zahlreiche Gehaltsportale. Warum glauben Sie, dass es an der Zeit ist, einen weiteren Gehaltsreport in der Elektronikbranche zu etablieren?

Frau Schuh-Eder: Menschen haben nun mal das Bedürfnis sich zu vergleichen, ob bewusst oder unterbewusst. Das trifft besonders dann zu, wenn es um das Thema „Gehalt“ geht. Uns war natürlich klar, dass es bereits einige Online-Portale gibt, die einen Gehalts-Check oder einen Report zum Thema anbieten. Wir fanden jedoch, dass in keinem dieser Berichte bisher das Gehaltsgefüge der Elektronikbranche realistisch abgebildet wurde.

Entweder war die Grundmenge der Befragten zu klein oder es wurden nur die Arbeitgeber danach gefragt, welches Gehalt sie ihren Mitarbeitern zahlen. Uns war es aber wichtig von den Arbeitnehmern aus erster Hand zu erfahren, wie viel sie denn nun wirklich verdienen und wie zufrieden sie damit sind. Die Idee, die hinter dem Ganzen steckt, ist, den Ingenieuren einen Gehaltsreport an die Hand zu geben, der ausschließlich auf ihre Branche und ihr Fachgebiet ausgerichtet ist.

Warum sollten sich Ingenieure gerade für diesen Gehaltsbericht interessieren?

Vom ernsthaften Interesse in der Branche bin ich absolut überzeugt. Bereits an den ersten drei Tagen haben sich ca. 1000 Ingenieure an der Befragung beteiligt. Ich denke in der Elektronikbranche ist man es inzwischen leid, immer wieder die gleichen globalen Zahlen und Aussagen zu hören. Letztlich hilft das auch keinem weiter, weil in den vielen Artikeln zum Thema Gehalt Äpfel mit Birnen verglichen werden.

Die Ingenieure sind so neugierig auf unseren Gehalts-Check, weil sie ein realistisches Benchmark für ihr persönliches Gehalt in Erfahrung bringen möchten. Das Gehalt ist allerdings sehr individuell, da so viele Faktoren abgewogen werden müssen.

Nur um mal ein paar Beispiele zu nennen: Ist ein Ingenieur in der Entwicklung tätig oder im Bereich Vertrieb? Ist er ein Berufseinsteiger oder steht er kurz vor der Rente? Ist er ein technischer Spezialist oder ein Manager? Ist er an einen IG Metall Tarif gebunden oder gibt es bei ihm keinen Tarifvertrag? Arbeitet er im Norden oder Süden von Deutschland? Arbeitet er in der Großstadt oder im ländlichen Gebiet? Digital- oder Analogtechnik? Ist das Marktumfeld derzeit eher positiv oder negativ? Hat der eigene Arbeitgeber ein gutes Image oder gilt er eher als „schwierig“? Gibt es Zusatzleistungen oder nur Grundgehalt? Vermittelt der Arbeitgeber Sicherheit oder sitzen die Mitarbeiter permanent auf dem „Schleudersitz“?

Nur wenn ich diese Parameter berücksichtige, werde ich gute Anhaltspunkte für mein persönliches Gehalt bekommen. Ich kann also nur dafür plädieren, dass jeder Ingenieur an diesem Gehalts-Check teilnimmt. Je mehr Daten wir erheben können, desto aussagekräftiger wird die Auswertung.

Gegen Ende der Umfrage wird der Schwerpunkt der Fragen gezielt auf die Arbeitszufriedenheit gelenkt. Was hat das mit einem Gehalts-Check zu tun?

Inhalt des Artikels:

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Gehalt ist immer éin Thema, es schützt uns jedoch keinesdalls von der Willkühr der...  lesen
posted am 16.11.2011 um 16:50 von Hrur


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