Mercedes-Benz Vision G-Code

Futuristische Studie aus neuem Design-Center in Peking

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Digitale Welt im Kühlergrill – Raumschiff Enterprise lässt grüßen

Wer kennt es nicht – das legendäre Raumschiff Enterprise aus der Star Trek-Fernsehserie und den zahlreichen Kinofilmen. Immer im Mittelpunkt: der Warp-Hauptantrieb im unteren Antriebsdeck mit holografischer, meist in blauem Licht pulsierender Öffnung. Ähnlich spacig haben die Designer die Front des G-Code gestaltet. Statt eines herkömmlichen Lamellengrills umschließt ein vollflächiges Display den zentralen Markenstern und die beiden Chromlamellen im Kühler. Die Kühlung des Motors erfolgt mittels innovativer Luftführung über seitliche und untere Öffnungen in der Frontpartie. Das inspirierte Display visualisiert mit einer komplexen und vielschichtigen Sternenmatrix der Umgebung den aktuellen Betriebsmodus des G-Code:

  • Ist der G-Code geparkt, signalisiert er den aktuellen Ruhemodus mit einem sanft pulsierenden, blauen Licht.
  • Im reinen Elektroantriebsmodus HYBRID eDrive erstrahlen die digitalen Miniatur-Sterne im Kühlergrill blau und laufen vom äußeren Rand des Displays nach innen. Es entsteht der optische Eindruck eines imaginären, sich permanent öffnenden Tunnels in der Fahrzeugfront.
  • Im gemischten Antriebsmodus HYBRID eco bleibt die Laufrichtung der Miniatur-Sterne erhalten, die Farbe wechselt in einen violetten Farbton.
  • Im Modus HYBRID sport dagegen wechselt die Farbe in ein kräftiges Rot, die Laufrichtung der Miniatur-Sterne kehrt sich um. Jetzt entsteht der Eindruck, der G-Code würde permanent imaginäre Energie nach außen transportieren.

Attraktive Exterieurdetails demonstrieren Hightech

Weitere Eye Catcher an der Front sind neben dem innovativen Kühlergrill die beiden Voll-LED-Scheinwerfer. Beim Einschalten fahren sie wie das Objektiv einer Digitalkamera aus der Tiefe des Scheinwerfers heraus und fokussieren das Licht in Abhängigkeit der Fahr- und Verkehrssituation. Ausfahrbar sind auch die beiden Kameras in kleinen Flics an der oberen A-Säule. Sie ersetzen die klassischen Rückspiegel und fahren nach dem Abstellen des G Code flächenbündig zurück in die A-Säulen.

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Digitale Welt trifft Wohlfühlambiente

Dank gegenläufiger Türen und fehlender B-Säule öffnet sich ein ungehinderter Zugang zum Innenraum sowohl für Fahrer, Beifahrer und Fondpassagiere. Nachdem der Fahrer seinen Sitz eingenommen hat und das Fahrzeug mittels Smartphone aktiviert hat, fahren Armaturenbrett und Pedalerie automatisch aus der Ruheposition in die für den Fahrer ergonomisch und haptisch optimale Position.

Anschließend entfaltet sich das im Armaturenbrett ruhende Lenkrad wie ein Schmetterling und positioniert sich zusammen mit dem integrierten Head-up-Display gleichfalls in perfekter Position. Zum Abschluss der Einstiegszeremonie fahren die Belüftungsdüsen und das Multi-Infodisplay aus dem Armaturenbrett. Das Wide Screen Display spannt sich fast über die komplette Breite des Armaturenbretts und gewährt einen zweifelsfreien Überblick über die verschiedenen Fahrzeug- und Multimediafunktionen, die alle intuitiv gesteuert werden können.

An den Rändern des Wide Screen Displays werden die Bilder der Rückspiegelkameras eingeblendet. Wird der G Code mit dem Smartphone ausgeschaltet, kehren sich die Positionierungen des Interieurs um – ein bequemer und ergonomischer Ausstieg ist so garantiert.

tive Fahrerassistenzsysteme mit einer 360-Grad-Umfelderfassung mittels 3-D-Kameras, Radar, Infrarot-Scanner, GPS-Daten und einem intensiven Datenaustausch mit der Verkehrsinfrastruktur und anderen Fahrzeugen der Umgebung. Potentiell kritische Fahr- und Verkehrssituationen werden bereits im Ansatz erkannt und automatisch entschärft.

Mit ihrem schalenförmigen Aufbau und dem Carbon-/Ledermix gleichen die Sitze Skulpturen. Sie verfügen zudem über 3-D-Bodyscanner, die wichtige Körperfunktionen überwachen und auf Wunsch den Wellnessgrad aller Insassen auf dem Zentraldisplay darstellen. In Abhängigkeit dieser Werte werden in den Sitzen automatisch Massage-, Heiz- oder Kühlfunktionen aktiviert, die Ermüdung vermeiden oder muskuläre Verspannungen schon im Anfangsstadium beseitigen. So ist ein entspanntes Reisen auch auf längeren Passagen garantiert.

Die Klimaanlage unterstützt das Wellnessprogramm, indem sie die angesaugte Außenluft mittels photosynthetischer Emissionswäsche natürlich reinigt, anschließend ionisiert und so für allergen- und partikelfreie Atemluft im Innenraum sorgt. Der bei der Wasserstoffsynthese im Antriebsmanagement entstehende Sauerstoff wird bedarfsgerecht in den Innenraum geleitet und erfrischt die Insassen zusätzlich. So verliert selbst innerstädtischer Stopp-and-Go-Verkehr in asiatischen Ballungsräumen seine unangenehme Seite.

Der G-Code bietet nicht nur bis zu vier Personen ausreichend Platz, sondern zudem ausreichend Stauraum. Unter dem doppelten Kofferraumboden befinden sich zwei Mini Stand-up Scooter, die während der Fahrt aufgeladen werden und im innerstädtischen Bereich zusätzliche Mobilität ermöglichen.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Redakteur, ELEKTRONIKPRAXIS - Wissen. Impulse. Kontakte.