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Elektronische Systeme Funktionale Sicherheit mittels zuverlässiger Hard- und Software realisieren

| Redakteur: Margit Kuther

Maschinen und Geräte dürfen auch bei einer Fehlfunktion Mensch und Umwelt nicht gefährden. Auf der Suche nach sicheren Bauteilen und Unterstützung beim Design-in helfen Distributoren wie EBV.

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Hand in Hand: Die Interaktion von Maschine und Mensch erfordert neue Sicherheitskonzepte.
Hand in Hand: Die Interaktion von Maschine und Mensch erfordert neue Sicherheitskonzepte.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Technik wird immer komplexer, weil heute Mikroprozessoren viele Funktionen elektronisch und per Software steuern. Damit steigt die Vielfalt der Fehlermöglichkeiten, etwa im Auto, in der Medizin oder bei der Energieerzeugung. Parallel dazu wächst weltweit das Bewusstsein für den Nutzen von Systemen zur funktionalen Sicherheit.

Denn diese schützen bei einer Fehlfunktion Menschen, die mit der Technik umgehen, als auch das technische System an sich vor schweren Schäden. Damit gewährleisten Systeme zur funktionalen Sicherheit nicht nur eine sicherere Arbeitsumgebung, sondern steigern auch die Produktivität und die Rentabilität von Produktionsprozessen und -anlagen.

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Der Markt für funktionale Sicherheit wächst ständig, etwa in der Industrie und im Automobilbau. Maßgeblich hierfür sind die zunehmende Anzahl an elektronischen Systemen sowie die neuen Gesetzesvorgaben. Details zu dem komplexen Thema erläutert Antonio Fernandez, Director Technisches Marketing bei EBV Elektronik.

ELEKTRONIKPRAXIS: Herr Fernandez, wird funktionale Sicherheit nach wie vor unterbewertet und sind sich die Hersteller von Maschinen und Ausrüstung der Thematik bewusst?

Antonio Fernandez: Täglich nimmt das Bewusstsein im Hinblick auf Funktionssicherheit zu, vor allem wegen der Anforderung, neue Richtlinien in bestimmten Märkten einzuhalten, wie in der Automobil-, Medizingeräte-, Luftfahrt-, Maschinenbau- und Eisenbahnindustrie, bei Kraftwerken und sogar bei Hausgeräten. Dies macht sich besonders in puncto Qualität positiv bemerkbar: Elektronische Systeme müssen einwandfrei funktionieren, dabei aber auch zuverlässig und sicher für den Anwender sein.

Steigt die Nachfrage nach sicheren elektronischen Bauteilen oder Mikroprozessoren?

Bei einigen aufgabenkritischen Anwendungen werden seit längerem Verfahren zur funktionalen Sicherheit in der einen oder anderen Form implementiert. In der jüngsten Zeit verlangen jedoch wesentlich mehr Anwendungen nach funktionaler Sicherheit und auf dem Markt tauchen immer mehr neue elektronische Bauteile auf, die speziell für diesen Zweck konzipiert sind. Die Prozessoren, die ein System steuern, erfordern besondere Aufmerksamkeit, aber nicht nur die, sondern auch die zugehörigen Speicher, das Netzteil, die analogen Schaltungen, die die Signale von den Sensoren verarbeiten, und die Schnittstellen, die die Aktoren steuern. Alle Teile eines Systems müssen abhängig von ihrer Funktionalität berücksichtigt werden.

Gibt es bestimmte Trends, die sich besonders stark auf die Anforderung von funktionaler Sicherheit auswirken?

Elektronik hält in allen Bereichen verstärkt Einzug und immer mehr kritische Entscheidungen sind von einer elektronischen Steuerung abhängig. Wir dürfen keine Menschenleben durch einen Ausfall in der Elektronik aufs Spiel setzen, somit lässt sich leicht voraussagen, dass bei allen Anwendungen, die Verletzungsgefahr bergen oder gesundheitsschädlich sein können, in naher Zukunft Verfahren zur Gewährleistung von funktionaler Sicherheit eingesetzt werden, um die Risiken möglichst gering zu halten.

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