Funknetzwerke

Funknetzwerke, Verbindungen für Raspberry Pi und Arduino

| Autor / Redakteur: Mark Cundle * / Margit Kuther

CELLv1.0: Hard- und Software sind Teil des Lieferumfangs
CELLv1.0: Hard- und Software sind Teil des Lieferumfangs (Bild: RS Components)

CELLv1.0, Plattform für globale Funknetzdienste, will Funkverbindungen der Entwicklungscommunity mit Bluetooth oder Wi-Fi gleichstellen.

SparqEE ist ein in Kalifornien heimisches Unternehmen, das eine winzige Entwicklungsplatine für Funkdienste herausgebracht hat, mit der Entwickler internationale Funkabdeckung einbinden können. CELLv1.0 wurde letzten August über das Crowdfunding-Programm Kickstarter realisiert.

Tipp: RS Components zeigt auf seinem Messestand A4, 246 auf der electronica 2014 in München (11. Bis 14. November 2014) etliche Single-Board-Lösungen wie Rasperry Pi, Red Pitaya und RepRapPro-3D-Druck.

Es ermöglicht Projekten, die Arduino oder Raspberry Pi als Plattform verwenden, Internetverbindung. Bluetooth und Wi-Fi bieten relativ hohe Datenübertragungsraten, haben jedoch Einschränkungen in Sachen Distanz – der Arbeitsradius beträgt einige Meter bis zu einigen Dutzend Metern. Funkdienste sind ideal für Projekte mit geringem Datenaufkommen und ermöglichen einen bedeutend größeren Aktionsradius, der über mehrere Straßen, Stadtteile oder sogar über Landesgrenzen hinweg reicht.

CELLv1.0 setzt auf2G/3G-Technik

Mit nur 36 mm x 42 mm x 7 mm ist das CELLv1.0 aktuell das kleinste, preiswerteste und benutzerfreundlichste Funkmodul auf dem Markt der populären Entwicklungsplattformen. Das Gerät verwendet die 2G/3G-Technik.

International wird meist 3G verwendet. 2G-Technik wird nur dort eingesetzt, wo keine 3G-Verbindung verfügbar ist. Natürlich ist eine SIM-Karte zur Kommunikation über ein Funknetzwerk erforderlich. Das CELLv1.0 erlaubt den Einsatz aller SIM-Karten, von Karten für Mobiltelefone bis hin zu Pre-Paid-SIMs. SparqEE bietet aber auch preiswerte SIM-Karten über die eigene Webseite an, die fast auf der ganzen Welt verfügbar sind.

Die Reichweite wurde dank Funkkommunikation erweitert und eröffnet Entwicklern zahlreiche potenzielle Anwendungsgebiete. Aufgrund der Einschränkungen in Sachen Bandbreite im Vergleich zu Wi-Fi oder Bluetooth eignen sich besonders sensorenbasierte Projekte, die nur wenige Daten über das Internet verschicken.

In Verbindung mit der bevorzugten Entwicklungsplatine des Entwicklers, wie dem Raspberry Pi oder dem Arduino, können einfache Anwendungen entwickelt werden, wie Fernsteuerungen für Türen, Beleuchtungen oder Klimaanlagen, oder die Einrichtung eines Alarms in einem entlegenen Büro. Es wäre auch denkbar, eine Fahrzeugverfolgung zu entwickeln, dank derer Autobesitzer den Standort ihres Wagens auf ihrem Smartphone oder Computer abrufen können. Es könnte sogar ein Aus-Schalter integriert werden, sollte der Wagen gestohlen werden. Ebenso sind Nachverfolgungsgeräte für Hunde oder andere Haustiere denkbar.

Ambitionierte, umfangreichere Projekte wären die Entwicklung eines kleinen, solargetriebenen Helikopters, der über die Stadt fliegt und Luftaufnahmen macht; oder der Einsatz remoter Sensorennetzwerke als Frühwarnsystem, indem Warn-Indikatoren festgelegt werden, so könnten z.B. Brückenschwingungen ein Indikator für Überlastungen sein, Hitzeflimmern in Wäldern vor Feuern warnen, und das Niveau des Meeresspiegels vor der Küste vor Überflutungen oder Tsunamis warnen.

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