Harting Für gute wie für schlechte Zeiten gerüstet

Redakteur: Kristin Rinortner

Lernende Unternehmen mit aufeinander abgestimmten Systemlösungen sind erfolgreich. Mit diesem Leitsatz, dem Ausbau der Dienstleistungen und neuen Produkten agiert der Steckverbinderhersteller Hartig in diesem nicht so einfachen Geschäftsjahr. Bei optimierten Strukturen bleiben die F&E-Investitionen auf dem Niveau des Vorjahres.

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Bild 1: Dietmar Harting, Harting: Setzt den Fokus auf „unternehmerischen Dreiklang“ – Automation IT, Instalation Technology, Device Connectivity
Bild 1: Dietmar Harting, Harting: Setzt den Fokus auf „unternehmerischen Dreiklang“ – Automation IT, Instalation Technology, Device Connectivity
( Archiv: Vogel Business Media )

„Keine Panik, das ist nicht das Ende“, kommentiert Dietmar Harting (Bild 1) die aktuelle Lage gleich zu Anfang der Hannover Messe. „Es ist nicht die erste und es wird auch nicht die letzte Rezession in unserer Industrie sein“. Und er weiß, wovon er spricht. Auch, dass zuerst die Schwachen und dann die Unbeweglichen auf der Strecke bleiben.

Nach einem guten Geschäftsjahresabschluss 2007/08 mit 385 Mio. Euro liege man im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres mit etwa 9,7 Prozent hinter dem Vorjahr. Das Unternehmen verzeichnet in Deutschland, Europa und den USA Umsatzeinbrüche, in Asien jedoch Zuwächse. Positive Umsätze brächten derzeit die Bereiche Energie und Bahntechnik sowie die Regionen China und Brasilien.

Nichtsdestotrotz sei Handeln in der Krise gefordert: Das Investitionsprogramm „Innovation/Vertrieb“ führt Harting weiter, auch die Investitionen in Forschung und Entwicklung seien und würden auf dem Niveau des Vorjahres bleiben.

Dreiklang: Automation IT, Installation Technology, Device Connectivity

Der Fokus auf den „unternehmerischen Dreiklang“, d.h. ein Verbinden der Kompetenzen des Unternehmens in der Verbindungstechnik mit der Kommunikations- und Leittechnik, die mit Kompetenzen in der Fertigungstechnik und im Werkzeugbau unterfüttert werden, werde ausgeweitet. Das Unternehmen sichert Arbeitsplätze durch Kurzarbeit (Ausnahme bilden die Bereiche Automotive und Systems), notfalls wolle man dies auch über 18 Monate hinaus durchsetzen. „Wir sind darauf vorbereitet, dass es weiter runtergeht“, meint Dietmar Harting.

Ausbau von Wettbewerbsfähigkeit und Vertrieb

Philip Harting (Bild 2) ergänzt, dass am Ziel eines unabhängigen Familienunternehmens festgehalten werde, das durch Technologie den Kundennutzen steigere. Kurzfristig stünde die Liquidität des Unternehmens im Vordergrund der Aktivitäten. Seit Oktober 2008 sichere man durch verschiedene Maßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit und baue den internationalen Vertrieb aus.

Der Bereich Dienstleistungen wird derzeit verstärkt und die Entwicklung neuer Produkte vorangetrieben. Philip Harting hebt an dieser Stelle „Fast Track Switching“ hervor, mit dem Standard Ethernet ohne Einschränkungen beim Echtzeitverhalten und mit dem geforderten Determinismus auf der Feldebene eingesetzt werden kann. Zur diesjährigen SPS soll die erste Produktfamilie vorgestellt werden.

Das zweite Highlight stellt eine RFID-Lösung auf Mechatronik-Basis dar, die offene Prozessketten in der RFID-Infrstruktur schließt, indem sie Tag, Readerfunktion und Middleware in einem vollständig integrierten System zusammenführt.

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