Nominierte des AMA-Innovationspreises 2022 Fünf Nominierungen und zwei Sonderpreisträger

Für den AMA-Innovationspreis 2022 gibt es fünf Nominierungen und zwei Sonderpreisträger. Beworben haben sich insgesamt 30 Teams. Wir stellen die nominierten Teams vor.

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AMA-Innovationspreis: Am 10. Mai wird das Gewinner-Team gekührt. Aus den 30 Bewerbungen für den Preis hat die Jury 2022 fünf Teams nominiert.
AMA-Innovationspreis: Am 10. Mai wird das Gewinner-Team gekührt. Aus den 30 Bewerbungen für den Preis hat die Jury 2022 fünf Teams nominiert.
(Bild: AMA)

Jedes Jahr verleiht die AMA zur Sensor+Test den AMA-Innovationspreis. In diesem Jahr bewarben sich 20 Teams aus Deutschland und 10 aus dem Ausland. In der Sonderkategorie ‚Junges Unternehmen‘ konnten sich Unternehmen bewerben, die nicht länger als fünf Jahre am Markt sind, weniger als 50 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz von unter 10 Millionen Euro erwirtschaften.

Die Gewinner des Sonderpreises erhalten einen kostenfreien Messestand auf der Sensor+Test 2022. In diesem Jahr überzeugten gleich zwei junge Unternehmen, so dass es zwei Sieger in der Sonderkategorie gibt. Zum einen Ackision für „FUSE – Femto- bis Mikroampere schnell und rauscharm erfassen“ sowie die HCP Sense für „Sensorlager ohne Sensor – Wälzlagerkräfte bauraumneutral messen“. Beide Bewerbungen bleiben weiterhin Anwärter auf den AMA-Innovationspreis 2022.

Jury wählt in diesem Jahr aus 30 Einreichungen

Die Jury setzt sich aus zehn Vertretern aus Industrieunternehmen und der Forschung zusammen. In diesem Jahr waren bei den nominierten Teams auch einige Jurymitglieder dabei. Damit es hier nicht zu Interessenskonflikten kommt, werden in der kurzen Bewertungsphase von jedem Juroren zehn Einreichungen gegeben. Darüber wacht der Vorsitzende der Jury AMA-Innovationspreises, Prof. Dr. Andreas Schütze. Die Juroren dürfen keine Einreichung aus dem eigenen Haus bewerten.

Zur Zahl der Einreichungen sagt Prof. Schütze, dass es in einigen früheren Jahren schon mehr gab; allerdings verlangt die Jury einen hohen Qualitätsstandard. Deshalb hat sich die Zahl der eingereichten Paper auf einen Wert um die 30 eingependelt.

Fünf nominierte Unternehmen dieses Jahr

Aus der Zahl der 30 eingereichten Paper hat die Jury fünf Unternehmen und Forschungseinrichtungen ausgewählt. Die Gewinner erwartet ein Preisgeld von 10.000 Euro.

  • 1. Das erste Unternehmen ist eine Ausgründung aus der Leibniz Universität Hannover und gleichzeitig Gewinner „Junges Unternehmen“. Die Ackision hat mit FUSE ein zum Patent angemeldetes Strommessgerät entwickelt. Es kombiniert höchstes Signal-Rausch-Verhältnis, großer Bandbreite sowie ausgezeichnete Dynamik mit Linearität über mehr als sechs Größenordnungen von Femto- bis Mikroampere. Ein Prototyp von FUSE ist bereits bei einem Pilotkunden im Dauereinsatz und wird aktuell im Rahmen eines EXIST-Forschungstransfers zur Serienreife gebracht.
  • 2. H2MEMS: Ein neuer H2-Sensor mit breitem Messbereich und hoher Selektivität. Der Sensor für Wasserstoff nutzt physikalisch schaltendende Pd- (Palladium-)basierte Schichtsysteme in Verbindung mit mikro-elektro-mechanischen Sensorstrukturen. Alleinstellungsmerkmale sind der breite Messbereich von 100 ppm bis 100 Volumenprozent Wasserstoff in variierenden Gasgemischen, eine hohe Selektivität, insbesondere die Unempfindlichkeit gegenüber Methan, und eine kurze Ansprechzeit. Das Design ist miniaturisiert und mit einer mikrotechnischen Fertigung (Si-Technologie) kompatibel, wodurch sich die Sensoren kostengünstig auch in großen Stückzahlen fertigen lassen.
  • 3. Das Polytec MSA-650 IRIS misst die Bauteildynamik innerhalb verkapselter Mikrosysteme. Das patentierte Interferometer-Design kombiniert eine kurzkohärente SLD-Lichtquelle, um effektiv aktive Bauteilebene mit einer speziellen IR-Kamera zu selektieren. Es handelt sich dabei um das erste optische Messgerät, um präzise und flächenhaft die Bauteildynamik an MEMS und Mikrostrukturen durch die intakte Siliziumverkapselung hindurch mit effektiver kurzkohärenter Unterdrückung störender Signalbeiträge – berührungsfrei und ohne Beeinträchtigung der realen Dynamik zu erfassen.
  • 4. Das Sensorlager von HCP Sense bietet die Möglichkeit, wirkende Kräfte und den Schmierungszustand in Wälzlagern zu messen. Dabei nimmt es den gleichen Bauraum wie ein entsprechendes konventionelles Lager ein und kann deshalb ohne größere Konstruktionsänderungen in Maschinen integriert werden, da das Lager selbst als Sensor fungiert und hier keine essentiellen Veränderungen vorgenommen werden. HCP Sense ist eine Ausgründung der TU Darmstadt und wird seit 2021 durch das Förderprogramm EXIST Forschungstransfer gefördert.
  • 5. Ein Gassensor-System mit neuartigem spektral breitbandigen Infrarot(IR)-Emitter von Micro-Hybrid Electronic und ihrer Partner kombiniert MEMS-Chips bis zum Modul für Gassensoren mit besonderer Langzeitstabilität auch in extremen Umweltbedingungen. Eine patentierte Konstruktion, die hermetisch dichte Aufbautechnologie der IR-Komponenten und IR-Emitter-Chips mit mikro-nano-Strukturen als optische Funktionalisierung.

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