Steckverbinder-Rundschau Fünf Neuheiten rund um Steckverbindungen

Von Lilli Bähr

In unserer Produktübersicht für Januar stellen wir Ihnen fünf Steckverbinder für die industrielle Kommunikation vor: Von umspritzten Ausführungen für raue Agrar-Umgebungen über konfektionierbare M12-Push-Lock-Steckverbinder bis hin zu einem Verriegelungssystem für D-Sub-Vollmetallhauben.

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Die umspritzten ATM-Steckverbinder finden Ihren Einsatz in der Agrar- und Fahrzeugtechnik, in der Prozessautomation sowie der Steuer- und Regelungstechnik.
Die umspritzten ATM-Steckverbinder finden Ihren Einsatz in der Agrar- und Fahrzeugtechnik, in der Prozessautomation sowie der Steuer- und Regelungstechnik.
(Bild: Conec)

Conec hat sein Programm der Agrarsteckverbinder um umspritzte Ausführungen der ATM-Steckverbinderserie erweitert. Die Serie wurde von Amphenol entwickelt und ist kompatibel zur DTM-Steckverbinderserie von Deutsch.

Conec konfektioniert und umspritzt die 2-poligen Ventilsteckverbinder und schafft somit eine Ausführung, die gegen äußere Einflüsse in rauen Umgebungen schützt. Die Steckverbindung ist als Stecker und Buchse verfügbar. Die Steckverbinder sind für die Agar- und Fahrzeugtechnik, Prozessautomation sowie die Steuer- und Regelungstechnik konzipiert.

Der Litzenquerschnitt beträgt bei den Standardartikeln 0,5 mm². Die Steckverbinder sind auf eine maximale Strombelastbarkeit von 7,5 A spezifiziert.

Die Serie verriegelt sicher und werkzeuglos über einen Latch mit dem Gegenstecker, welcher zur Entriegelung gedrückt werden muss. Hierdurch entsteht laut Unternehmen eine schnelle und sichere Verbindung, welche zusätzlich die Anforderungen nach Schutzgrad IP67 erfüllt.

Die Produktneuheiten im Überblick:

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Positionierbare A-Kodierung für variable Kabelinstallation

A-kodierte M12-Steckverbinder, bestehend aus Vierkantflanschgehäuse und Kontaktträger: Anwender können die Kodiernase in 45°-Schritten positionieren.
A-kodierte M12-Steckverbinder, bestehend aus Vierkantflanschgehäuse und Kontaktträger: Anwender können die Kodiernase in 45°-Schritten positionieren.
(Bild: Binder)

Binder bietet im Rahmen seiner Produktserie 763 verschiedene A-kodierte M12-Steckverbinder an, die für die Montage mit einem Vierkantflanschgehäuse ausgestattet sind. Eine Besonderheit ist die Positionierbarkeit der A-Kodierung, die eine variable Kabelinstallation unterstützt.

Industrietaugliche, standardisierte M12-Rundsteckverbinder mit A-Kodierung nach DIN EN 61076-2-101 sind ein etablierter Bestandteil der Sensorik und Aktorik in typischen Anwendungen der Fabrikautomation und der Robotik. Ihre Kodierung, die dazu dient, Steckfehler zu vermeiden, soll dabei die präzise Zuordnung der Stift- und Buchsenkontakte gewährleisten. Eine positionierbare Kodierung ist beispielsweise dann vorteilhaft, wenn die Installation bauraumbedingt in unterschiedlichen Winkeln erfolgen muss.

Leitkongress zu Trends und Einsatz moderner Steckverbinder

Der Anwenderkongress Steckverbinder beleuchtet vom 4. bis 6. Juli 2022 in Würzburg praxisorientiert technische Aspekte beim Design und Einsatz moderner Steckverbinder. In Praxis-Workshops vermitteln hochkarätige Experten spezifisches Knowhow und helfen bei der Auswahl des richtigen Steckverbinders. In den Basisseminaren erfahren Neu- und Quereinsteiger alles zu elektrotechnischen Grundlagen, Kontaktphysik, Basiswerkstoffen und Beschichtungen.

Der Kongress ist Europas größte Veranstaltung, die sich den Themen rund um das Steckverbinder-Design, Design-in, Werkstoffe, Qualifizierung und Einsatz von Steckverbindern widmet.

Jetzt informieren

Die Vierkantflansch-Varianten der Serie 763 bestehen aus zwei Teilen: dem Metall-Flanschgehäuse und einem Kontaktträger. Letzterer ist mit einer im 45°-Raster verdrehbaren, einrastenden Kodiernase ausgestattet.

Werkzeuglos verkabeln mit Steckverbindern

Mit den konfektionierbaren M12-Push-Lock-Steckverbindern soll der Leiteranschluss einfach und sicher sein.
Mit den konfektionierbaren M12-Push-Lock-Steckverbindern soll der Leiteranschluss einfach und sicher sein.
(Bild: Phoenix Contact)

Beengte Platzverhältnisse und individuelle Leitungslängen sind bei der Verkabelung von Maschinen und Anlagen immer häufiger Alltag. Ob Signal-, Daten- oder Leistungsübertragung, mit den konfektionierbaren M12-Push-Lock-Steckverbindern von Phoenix Contact soll der Leiteranschluss einfach und sicher möglich sein.

Starre und vorbehandelte Leiter werden werkzeuglos durch direktes Stecken verdrahtet. Für den Anschluss von Litzen oder Leitern mit großem Querschnitt werden mittels der Hebel die Klemmkammern des Steckverbinders geöffnet und geschlossen. Auf diese Art lassen sich auch bereits angeschlossene Leiter wieder lösen.

Eine farbliche und numerische Kennzeichnung der Kontakthalterhebel sichert die richtige Zuordnung der Leiter.

Robuste Edelstahlgehäuse für raue Umgebungen

Die neue Edelstahl-Ausführung bei der TOC-Gehäuseserie ist für extreme Bedingungen gedacht.
Die neue Edelstahl-Ausführung bei der TOC-Gehäuseserie ist für extreme Bedingungen gedacht.
(Bild: Telegärtner)

Die TOC-Steckverbindergehäuse aus Edelstahl (Werkstoffgüte 1.4404) von Telegärtner wurden für den Einsatz in rauen Umgebungen entwickelt. Die glatte Oberfläche soll leicht zu reinigen und zu desinfizieren und für den Einsatz in waschaktiven Werksumgebungen und in Anwendungen mit besonderen hygienischen Anforderungen geeignet sein. Das feldkonfektionierbare Gehäuse in Schutzart IP69K ist säure- und korrosionsbeständig uns auch gegen Salzwasser resistent. Die Lebensdauer wird mit 100 Schraubzyklen angegeben.

Mit den Gehäusen können RJ45- und LC-Duplex-Steckverbinder nun auch in Umgebungen mit speziellen Anforderungen an Hygiene und Widerstandsfähigkeit eingesetzt werden, wie etwa in lebensmittelverarbeitenden Betrieben, im Berg-, Tage- und Tunnelbau, in der chemischen Industrie oder in Hafenanlagen.

Flexible Verriegelungsoptionen für verschiedene Einsätze

Neue D-Sub-Vollmetallhauben von Provertha mit flexiblen Verriegelungsoptionen sollen für ein Maximum an Flexibilität sorgen.
Neue D-Sub-Vollmetallhauben von Provertha mit flexiblen Verriegelungsoptionen sollen für ein Maximum an Flexibilität sorgen.
(Bild: Provertha)

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Flexlock von Provertha ist das neue Verriegelungssystem für D-Sub-Vollmetallhauben. Zum ersten Mal sollen Anwender bei einer D-Sub-Hauben-Serie zwischen mehreren verschiedenen Verriegelungsarten gemäß den Applikationsanforderungen frei wählen können. Das zweifache Verriegelungssystem bietet sowohl die klassische Schraubverriegelung mit Rändelschraube, Kombischlitz und Inbus als auch die Quick-Lock-Push-Pull-Schnellverriegelung. Zusätzlich gibt es weitere Verriegelungsoptionen: die Schiebeverriegelung und eine Verriegelung mit Einlegemutter für Kabel-Kabel-Verbindungen.

Mit den Flexlock-Hauben bietet das Unternehmen den Anwendern ein D-Sub-System für die flexible Verriegelung an Geräteschnittstellen und bei „fliegenden“ Kabeln oder Kabelverbindungen. Das Gehäuse aus Zinkdruckguss ist für raue Anforderungen in der Industrieautomation und dem Schaltschrankbau bei Temperaturen zwischen –55 bis 90 °C ausgelegt.

Buchtipp

Das "Praxishandbuch Steckverbinder" ist ein Nachschlagewerk für die Geräteentwicklung und für den Einsatz von Steckverbindern. Entwickler und Anwender erhalten Informationen zu Materialien, physikalischen Grundlagen, Kontaktoberflächen, Abschirmmaßnahmen und vielem mehr. Die zweite überarbeitete und erweiterte Auflage des Buchs enthält neue wichtige Themen: Whisker-Wachstum, Oberflächen zur Whisker-Reduzierung, Steckverbinder für E-Mobilität und Single-Pair-Ethernet.

Mehr erfahren bei Vogel Fachbuch

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