Prozessor-Architekturen Freescale lizenziert ARM Cortex-A7- und -A15-Cores für seine i.MX-Prozessoren

Redakteur: Holger Heller

Mit der Lizenzierung von zwei ARM-Kernen will Freescale in Embedded-Systemen in den Bereichen Industrie, Automobiltechnik und Mobilgeräten für eine optimale Balance zwischen Leistungsstärke und Energieeffizienz sorgen.

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Nach dem bereits schon früher lizenzierten Cortex-A15-Prozessor gönnt sich Freescale nun auch den neuen, effizienten Cortex-A7 MPCore-Prozessor von ARM. Freescale will die Energieeffizienz und die Funktionalität beider ARM-Kerne zur Entwicklung künftiger Generationen seiner i.MX-Applikationsprozessoren nutzen.

Freescale plant, die untereinander pin- und softwarekompatiblen Cortex-A7- und -A15-Prozessoren in Single-Core- und Multi-Core-Bausteine seiner i.MX-Baureihe einsetzen und damit Embedded-Projekte, Automotive-Infotainmentsysteme und Mobilgeräte zu adressieren.

Strom sparen durch Abschalten des leistungsstärkeren Prozessors

"Für Aufgaben, die mit weniger Rechenleistung auskommen, kann der leistungsstarke Cortex-A15-Prozessor deaktiviert werden, während der Cortex-A7 nicht so anspruchsvolle Prozessoraufgaben abarbeitet", erklärte Bernd Lienhard, Vice President und General Manager der Multimedia Applications Division bei Freescale.

Durch die Umsetzung dieses Konzepts, das ARM "Big.Little Processing” nennt, kann ein SoC (System-on-Chip) von zwei unterschiedlichen, aber kompatiblen Prozessorsystemen im gleichen Baustein profitieren. Die Leistungsmanagement-Software kann so übergangslos den passenden Prozessor für die jeweilige Aufgabe ansteuern. Mit diesem Konzept lässt sich der Stromverbrauch tragbarer Geräte weiter senken, und die Funktionsdauer pro Batterieladung steigt entsprechend.

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