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Industrial Security Fraunhofer-Lernlabor soll Cybersicherheit in der Fertigung verbessern

| Redakteur: Franz Graser

Vergangene Woche ist in Lemgo das sogenannte „Lernlabor Cybersicherheit für die Produktion“ eröffnet worden. Das Labor ist eine Kooperation des Fraunhofer-Anwendungszentrums für industrielle Automatisierung mit dem Institut für industrielle Informationstechnik der Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

Der Parlamentarische Staatssekretär im BMBF, Thomas Rachel (CDU), lobte die Innovationsleistung der Region Ostwestfalen-Lippe im Bereich der Cybersicherheit.
Der Parlamentarische Staatssekretär im BMBF, Thomas Rachel (CDU), lobte die Innovationsleistung der Region Ostwestfalen-Lippe im Bereich der Cybersicherheit.
(Bild: Fraunhofer IOSB)

Das Labor in Lemgo ist eines von sechs Lernlaboren für Cybersicherheit, die die Fraunhofer-Gesellschaft derzeit an verschiedenen Standorten in Deutschland mit unterschiedlichen Schwerpunkten eröffnet. In dem Labor des Fraunhofer-Anwendungszentrums für industrielle Automatisierung werden Verfahren und Techniken für die IT-Sicherheit in der Produktion erforscht sowie Komponenten und Software-Module für den Schutz dieser Anlagen entwickelt.

Die Forscher simulieren dabei Cyberattacken und suchen nach Schwachstellen. Ihr Ziel ist die schnelle Erkennung und die Abwehr solcher Angriffe. „In Lemgo werden wir mit Blick auf die Bedarfe der Wirtschaft aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung unmittelbar in Qualifizierungsprogrammen umsetzen“, sagte der Präseident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr.-Ing. Reimund Neugebauer.

Das Lernlabor werde Unternehmen dabei helfen, vorhandene Sicherheitslücken in den Produktionssystemen schnell und effizient zu schließen. IT- und Sicherheitsbeauftragten, Fach- und Führungskräften oder Produktionsleitern stehe daher ein berufsbegleitendes modulares Weiterbildungsangebot zur Verfügung.

Dies ist ein zentrales Thema, denn: „Industrie 4.0 wird ohne IT-Sicherheitskompetenz im Mittelstand nicht umsetzbar sein“, erklärte Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite, Leiter des Fraunhofer-Anwendungszentrums und des Instituts für industrielle Informationstechnik der Hochschule OWL. Die Nutzung des Internets für die Vernetzung von Maschinen und Anlagen eröffnet weitreichende Möglichkeiten für produzierende Unternehmen und Ausrüster, aber auch Möglichkeiten für Manipulationen und Diebstahl.

Derzeit häufen sich Angriffe auf kritische Infrastrukturen und Industrieanlagen. Mitunter sind dies ernstzunehmende Bedrohungen, die erhebliche Sach- Umwelt- und Personenschäden verursachen können. Datendiebstahl, Spionage und Sabotage erzeugen laut Bitkom für die deutsche Industrie einen jährlichen Schaden von über 22 Milliarden Euro.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Fraunhofer-Initiative, die alle sechs Lernlabore umfasst, dauerhaft mit einem jährlichen Betrag von sechs Millionen Euro. Laut Thomas Rachel (CDU), dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, wird das Lernlabor im Lemgo mit rund einer Million Euro pro Jahr vom BMBF gefördert.

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