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Solartechnik Fotovoltaik-Maschinenbau 2011 mit Rekordumsatz, Auftragseingang bricht ein

| Redakteur: Holger Heller

Der Umsatz der Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Fotovoltaik in Deutschland konnte laut VDMA im Geschäftsjahr 2011 ein neues Rekordniveau erreichen. Der Rückgang der Auftragseingänge dämpft allerdings die Erwartungen für 2012.

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Fotovoltaik-Maschinenbau: Rekordumsatz im Jahr 2011 - Auftragseingang eingebrochen - Investitionen durch Überkapazitäten gebremst
Fotovoltaik-Maschinenbau: Rekordumsatz im Jahr 2011 - Auftragseingang eingebrochen - Investitionen durch Überkapazitäten gebremst
(VDMA)

Das Umsatzplus bei Fotovoltaik-Produktionsmitteln belief sich auf knapp 8% im Vergleich zum Vorjahr, berichtet der VDMA. Dies bestätige die herausragende Position des deutschen Fotovoltaik-Maschinenbaus auf den hart umkämpften internationalen Märkten, hieß es seitens des Verbands. Die frühzeitige Konzentration auf neue Lösungen und Kostensenkungsmaßnahmen in der Fotovoltaik-Produktion hätten sich als strategischer Vorteil für die Branche erwiesen.

Zum Vergleich: Die Umsatzentwicklung des internationalen Fotovoltaik-Maschinenbaus musste im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang hinnehmen. Deutsche Fotovoltaik-Zulieferer konnten laut VDMA 2011 einen Weltmarktanteil von 46% erreichen.

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Die Gesamtbranche des Fotovoltaik-Maschinenbaus erlebte nach einem ruhigen Start zu Beginn des Jahres 2011 ein starkes Umsatzwachstum im zweiten und dritten Quartal und übertraf zeitweise selbst die guten Zahlen aus dem Boomjahr 2010. Gegen Ende des Jahres musste allerdings eine deutliche Abkühlung der Umsatzlage festgestellt werden.

Bei den Umsätzen dominiert Asien und Zell-Equipment

Die Exportquote im Jahr 2011 erreicht 87%. Kunden aus Asien bildeten wie gewohnt das Rückgrat für die guten Umsatzzahlen. Fast 80% der gesamten Umsätze wurden in Fernost mit Schwerpunkt China erzielt. Der europäische Markt hingegen ist für nur knapp 7% der Umsätze verantwortlich. Zweitstärkste Absatzregion mit gut 13% Marktanteil bleibt der heimische Markt.

Schwach zeigt sich der oft als zukunftsweisend gehandelte US-Markt. Weniger als 5% der Umsätze konnten hier erwirtschaftet werden. Schlüssel-Segment für die deutschen Fotovoltaik-Zulieferer bleibt das Equipment für die Zellfertigung. Über 70% der Gesamtinvestitionen wurden hier getätigt.

Fast 14% der Gesamtumsätze entfielen auf das Dünnschichtsegment, gut 10% auf das kristalline Backend – die Modulproduktion. Nur knapp 5% des Umsatzes verbuchen dagegen Anlagen zur Poly-Silizium-, Ingot- und Waferfertigung.

Rückgang der Auftragseingänge dämpft Erwartungen für 2012

Angespannt sieht dagegen die Lage bei den Auftragseingängen aus. Die in den letzten Jahren aufgebauten Überkapazitäten in der Wafer-, Zell- und Modulfertigung hätten zu einer Zurückhaltung bei der Investitionsbereitschaft der Kunden geführt, heißt es seitens des VDMA.

Als weiterer Grund für das schwierige Marktumfeld gilt die unsichere Entwicklung der Installationsmärkte in Europa und anderen Schlüsselmärkten. Gerade die Auftragseingänge aus dem traditionell starken Asiengeschäft sind in der zweiten Jahreshälfte regelrecht eingebrochen. Auch die Orders aus dem heimischen und dem europäischen Markt sind im Vergleich zum Vorjahr rückläufig.

Einzig die Auftragseingänge aus dem US-amerikanischen Markt konnten 2011 zulegen, befinden sich aber nach wie vor auf schwachem Niveau. Die Auftragsreichweite der Meldefirmen sinkt zum Ende des Jahres 2011 auf 5,9 Produktionsmonate, bleibt aber knapp über dem Wert für den Gesamtmaschinenbau (5,7 Monate im Oktober 2011).

Subventionsfrei wettbewerbsfähigen Solarstrom liefern

Trotz der augenblicklichen Herausforderungen blickt der VDMA zuversichtlich in die Zukunft und versteht die gegenwärtige Situation als Chance für die strategische Weiterentwicklung der Branche. Ziel sei die subventionsfreie Fotovoltaik, die an geeigneten Standorten mit effizienter Technik wettbewerbsfähigen Solarstrom herstellt.

Um dies zu erreichen sind neben weiteren Neuerungen und Kostenreduktionen die Konzentration auf höchste Qualitätsstandards notwendig.

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