Ein-Pixel-Kamera Fotografie ohne Sichtkontakt

Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Um Objekte und Gegenstände fotografieren zu können, hat es bisher stets des direkten Sichtkontaktes bedurft. Chinesischen Forschern ist mit einer Ein-Pixel-Kamera der nächste Meilenstein in der Fotografie gelungen. Mit Hilfe der neuen Technologie ist es fortan möglich, quasi um die Ecke zu fotografieren.

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Ein Beamer sorgte für die benötigten Lichtverhältnisse, welcher nach dem Zufallsprinzip Quadrate auf das Flugzeug projizierte. Mit einer angrenzenden weißen Wand wurde anschließend das Licht übertragen, mit dem schlussendlich eine scharfe Abbildung gelang.
Ein Beamer sorgte für die benötigten Lichtverhältnisse, welcher nach dem Zufallsprinzip Quadrate auf das Flugzeug projizierte. Mit einer angrenzenden weißen Wand wurde anschließend das Licht übertragen, mit dem schlussendlich eine scharfe Abbildung gelang.
(Bild: Dr. Bin Bai)

Entworfen wurde die neue Technologie von Wissenschaftlern an der Xi’an Jiaotong University in China. Das Team rund um Dr. Bin Bai entwickelte hierbei eine neue Version der Ein-Pixel-Kamera. Ein-Pixel-Kameras an sich existieren bereits seit einigen Jahren, doch dem neuesten Modell gelingen erstmalig Aufnahmen von Gegenständen außerhalb der direkten Sichtlinie.

Das Funktionsprinzip gleicht in einigen Aspekten der Standardversion. Mittels Zufallsprinzip wird ein Teil des Gesamtgebildes ausgewählt, den das einzelne Pixel aufnehmen soll. Hierbei wird die jeweilige Lichtintensität aufgezeichnet und der gesamte Vorgang tausendfach wiederholt.

Damit die Kamera Bilder eines um die Ecke platzierten Gegenstandes aufnehmen kann, wird das Licht von einem Objekt benötigt, das von einer Wand reflektiert wird. Das einzelne Pixel speichert das gestreute Licht, hatte jedoch zu keiner Zeit einen direkten Sichtkontakt.

Aufgrund der hohen Wiederholungsrate ist es möglich hochauflösende Aufnahmen zu erhalten. Um den Prozess zu vollenden, ist zusätzlich noch ein Data-Mining-Algorithmus nötig. Mit dessen Hilfe können die gewonnenen Daten zielführend verarbeitet werden.

Das chinesische Forschungsteam erprobte seine Technik an einem Flugzeug. Ein Beamer sorgte für die benötigten Lichtverhältnisse, welcher nach dem Zufallsprinzip Quadrate auf das Flugzeug projizierte. Mit einer angrenzenden weißen Wand wurde anschließend das Licht übertragen, mit dem schlussendlich eine scharfe Abbildung gelang.

Die Technologie ist derzeit noch im Stadium einer Machbarkeitsstudie. Denkbare Anwendungsgebiete wären unter anderem in der Rettung für Bereiche, in denen es Menschen schwer fällt, direkt vorzudringen.

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