Thema: Siemens holt sich Milliarden von der Börse - und setzt Arbeiter auf die Straße

erstellt am: 01.12.2017 12:04

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Siemens holt sich Milliarden von der Börse - und setzt Arbeiter auf die Straße


Der Siemens-Konzern geht mit Medizinsparte an die Börse - zwei Wochen nach dem Kahlschlag bei den Turbinenwerken. Woher kommt diese aberwitzige Idee?

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nicht registrierter User


Kommentar zu: Siemens holt sich Milliarden von der Börse - und setzt Arbeiter auf die Straße
01.12.2017 12:04

SZ = SozialistenZeitung? Der Artikel stellt einiges falsch dar. 1. Siemens „verdient“ nicht beim Börsengang, sondern tauscht Eigentum gegen Geld. 2. Es geht nicht um eine „temporär“ notleidende Sparte. Diese Sparte wird angesichts der politisch rabiat gewollten „Energiewende“ nicht mehr aus dem Sumpf kommen. Durchfüttern verlängert nur das Leiden. 3. Unternehmen sind nicht dazu da weiterzuführen was nicht mehr läuft.

Was Siemens prüfen sollte ist ob es Schließungsmöglichkeiten an anderen Standorten gibt, so dass die Werke in den strukturschwachen Gebieten bleiben können. Mehr zu erwarten hieße den Heizer auf der E-Lok zu wollen. Braucht keiner, wird aber bezahlt.

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orlandoone





dabei seit: 17.06.2016

Beiträge: 8

RE: Siemens holt sich Milliarden von der Börse - und setzt Arbeiter auf die Straße
01.12.2017 12:47

Zum Ersten: Eine elektrotechnische Zeitschrift, oder Newsletter, sollte sich bei politischen Themen tunlichst enthalten. Wenn jemand die SZ lesen möchte und sich deren Meinungen unqualifiziert zu Eigen machen möchte, dann soll er das gerne tun. Hier haben derart sozialistisch geprägte Meinungsäußerungen nichts zu suchen.

Zum Zweiten kann ich meinem Vorkommentator nur zustimmen. Wer durch eine derart dilettantisch durchgeführte Energiewende dafür sorgt, dass ganze Industriezweige nicht mehr benötigt werden, der braucht sich nicht zu wundern, wenn die betreffenden Arbeitsplätze wegfallen und die Mitarbeiter entlassen werden. Ein Glas auf Kopfhöhe heben, loslassen, und sich dann beklagen, dass es zu Boden fällt.

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orlandoone





dabei seit: 17.06.2016

Beiträge: 8

RE: Siemens holt sich Milliarden von der Börse - und setzt Arbeiter auf die Straße
01.12.2017 12:50

Zum Ersten: Eine elektrotechnische Zeitschrift, oder Newsletter, sollte sich bei politischen Themen tunlichst enthalten. Wenn jemand die SZ lesen möchte und sich deren unqualifizierte Meinungen zu Eigen machen möchte, dann soll er das gerne tun. Hier haben derart mitunter nahezu sozialistisch geprägte Meinungsäußerungen nichts zu suchen.
Zum Zweiten kann ich meinem Vorkommentator nur zustimmen. Wer durch eine derart dilettantisch durchgeführte Energiewende dafür sorgt, dass einzelne Industriezweige nicht mehr benötigt werden, der braucht sich nicht zu wundern, wenn die betreffenden Arbeitsplätze wegfallen und die Mitarbeiter entlassen werden. Ein Glas auf Kopfhöhe heben, loslassen, und sich dann beklagen, dass es zu Boden fällt.
* zuletzt geändert von: am 01.12.2017 um 13:01 Uhr *

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nicht registrierter User


RE: Siemens holt sich Milliarden von der Börse - und setzt Arbeiter auf die Straße
01.12.2017 12:57

Siemens und seine hochbezahlten Manager hätten schon vor einigen Jahren eine neue Strategie aufbauen müssen. Photovoltaik, Windkraft etc. gibt es nicht erst seit diesem Jahr.
Ich muss den Managern vorhalten, anstatt den Markt und Trends zu beobachten, lieber den Blick auf das eigene Konto zu wenden, den Aktienkurs hochzutreiben um die eigene Aktien-Optionen zu vergolden. Und diese Unfähigkeit baden die Mitarbeiter aus, die sich für den Konzern krumm geackert haben.
So verfährt aber leider nicht nur Siemens.
Mich würde interessieren, welche Professoren ihnen dieses startegische Geschäftsgebaren vermittelt haben?
Wahrscheinlich solche, die in den USA studiert haben und gedanken- und kritiklos alles aufgesaugt haben.
Und das überträgt sich natürlich auf die Studierenden hier in der BRD welche wir dann als Führungskräfte haben.

MfG H.Fritsche

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nicht registrierter User


RE: Siemens holt sich Milliarden von der Börse - und setzt Arbeiter auf die Straße
01.12.2017 12:58

Ich verstehe das nicht. Es wird doch garkeine Enegiewende durchgeführt. Das würde ja bedeuten - man hätte einen Plan ausgearbeitet, transparent und nachvollziehbar.
ABER Sie beide haben recht - gehört nicht hier hin.
BotU

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nicht registrierter User


RE: Siemens holt sich Milliarden von der Börse - und setzt Arbeiter auf die Straße
01.12.2017 12:58

Siemens und seine hochbezahlten Manager hätten schon vor einigen Jahren eine neue Strategie aufbauen müssen. Photovoltaik, Windkraft etc. gibt es nicht erst seit diesem Jahr.
Ich muss den Managern vorhalten, anstatt den Markt und Trends zu beobachten, lieber den Blick auf das eigene Konto zu wenden, den Aktienkurs hochzutreiben um die eigene Aktien-Optionen zu vergolden. Und diese Unfähigkeit baden die Mitarbeiter aus, die sich für den Konzern krumm geackert haben.
So verfährt aber leider nicht nur Siemens.
Mich würde interessieren, welche Professoren ihnen dieses startegische Geschäftsgebaren vermittelt haben?
Wahrscheinlich solche, die in den USA studiert haben und gedanken- und kritiklos alles aufgesaugt haben.
Und das überträgt sich natürlich auf die Studierenden hier in der BRD welche wir dann als Führungskräfte haben.

MfG H.Fritsche

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mclaine





dabei seit: 30.03.2011

Beiträge: 17

RE: Siemens holt sich Milliarden von der Börse - und setzt Arbeiter auf die Straße
01.12.2017 13:12

Grundgesetz Art.14 (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
Dies gilt m.E. insbesondere für die großen Unternehmen. Zudem hat sich Siemens die Werke in den neuen Bundesländern großzügig fördern lassen.
Natürlich geht es nicht, das man Werke künstlich am Leben erhält. Große Gaskraftwerke werden nicht mehr nachgefragt, aber kleine Gaskraftwerke sind für die Energiewende unentbehrlich, weil sie die einzigen Primärenergiequellen sind, die die Schwankungen von Wind- und Sonnenenergie moderieren können. Selbst wenn irgendwann einmal effiziente und wirtschaftliche Speichersysteme zur Verfügung stehen, wird es einen Bedarf für solche Kraftwerke geben.
Kann sein, dass solche Produkte bzw. Projekte zu klein für Siemens sind. Andererseits hat Siemens eine lange Geschichte von Produkten, bei denen sie dem Markt immer hinterher gelaufen sind (Computer, Mobilfunk, Netzwerktechnik, Sonnenenergie, Windenergie, Hochgeschwindigkeitszüge....). Siemens ist immer dann eingestiegen, wenn der Markt aus ihrer Sicht eine bestimmte Sicherheit geboten hat. Ich kann mich nicht erinnern, wann Siemens wirklich mal einen Trend gesetzt hat.
Zudem ist sicher, dass die BRD niemals sämtliche Energie aus regenerativen Quellen herstellen kann, vor allem dann nicht, wenn jetzt die Elektromobilität stark zunimmt. Es wird also in der Zukunft wieder einen Bedarf für große Gaskraftwerke geben, nämlich dann, wenn die Braunkohle-Dreckschleudern endlich abgeschaltet werden.
Für mich ist dies wieder ein Fall, in dem Missmanagement hoch bezahlt und mit Boni versehen wird, und die Arbeiter im Werk müssen die Fehler ausbaden. Genau solche Ungerechtigkeiten treiben der AfD die Wähler in die Arme.

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nicht registrierter User


Dresser-Rand vor zwei Jahren für 7,9Mrd gekauft. Bauen auch Turbinen
01.12.2017 13:25

Da hat man vor zwei Jahren Dresser-Rand gekauft um weltweit im Ölgeschäft mitspielen zu können. Ist ziemlich daneben gegangen. Nebenbei haben die auch Turbinen etc. im Angebot.
Dort wird scheinbar nicht abgebaut.

Your text to link here...

Und jetzt ist es plötzlich der Markt den niemand mehr brauchen kann.

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nicht registrierter User


RE: Siemens holt sich Milliarden von der Börse - und setzt Arbeiter auf die Straße
01.12.2017 14:04

Weiß gar nicht was immer auf der rabiat gewollten Energiewende herumgeritten wird.
Produzieren die zu schließenden Werke ausschließlich für den deutschen Markt?

Den Vorschlag doch nicht die Werke in den strukturschwachen Regionen zu schließen, sondern andere ist zwar logisch und löblich, da die Mitarbeiter in strukturstärkeren Regionen sicher einfacher oder überhaupt einen neuen Job finden. Das wird aber auch wieder für böses Blut sorgen. Der sinnvollste Weg wäre wohl an den Standorten rechtzeitig auf neue Produkte umzuschwenken oder Kompetenzen aufzubauen. Aber da werden sicher wieder andere Standorte protestieren, weil sie sich bedroht fühlen, wenn irgendwo Redundanzen aufgebaut werden oder etwas ähnliches gemacht wird. Ist halt überall das gleiche, ein Hauen und Stechen.

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