Thema: Studie Personalbeschaffung – Herausforderungen und Trends in der Elektronikbranche

erstellt am: 27.07.2018 12:55

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Studie Personalbeschaffung – Herausforderungen und Trends in der Elektronikbranche


Elektronikpraxis geht aktuell mit einer Befragung den Herausforderungen und Trends im Bereich Personal auf den Grund. Um eine aussagekräftige und seriöse Studie veröffentlichen zu können, benötigen wir jedoch Ihre Hilfe und die Erkenntnisse Ihrer Personalabteilung.

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nicht registrierter User


Kommentar zu: Studie Personalbeschaffung – Herausforderungen und Trends in der Elektronikbranche
27.07.2018 12:55

Ein großes Problem, das viele Personaler offenbar noch immer nicht verstanden haben: viele Fachkräfte - vorallem in sehr speziellen Bereichen (wie zB. bei mir selbst: Linux-Embedded) bekommt man selten in eine Festanstellung gezwungen.

Das hat vielerlei Gründe, nicht zuletzt aber daß man zum Erbwerb dieser Fähigkeiten schon eine gewisse Grundeinstellung benötigt und schon viele verschiedene Bereiche selbst durchlaufen haben muß. Deartiges ist aber in einer Festanstellung - die von Grund auf auf ein sehr langes Verbleiben im gleichen Job ausgelegt ist - kaum möglich. Das können auch berufsbegleitende Fortbildungen nicht kompensieren.

Im Ergebnis sehen wir, daß sehr viele solche Stellen auf lange Zeit unbesetzt bleiben, weil sich schlicht niemand geeignetes findet, der sich für in eine Festanstellung zwängen läßt.

Kleines Praxisbeispiel:

Hatte kürzlich ein längeres Hin- und Her mit einer Chemnitzer Firma für Schiffsfunk. Diese hatte eine Freelancer-Position in meinem Bereich ausgeschrieben, fachlich paßten wir gut zueinander, die Fachabteilung wollte mich so schnell wie möglich einkaufen. Als die HR-Dame aus dem Urlaub zurückkehrte, hat sie quer geschossen. Erst wollte sie eine deutlich längere Laufzeit als abgesprochen (und lehnte mit der Begründung ab, ich sei ja nur für kurze Zeit verfügbar - was aber nicht stimmte). Als das geklärt war, beharrte sie auf einer Festanstellung. Auf solche Bedingungen konnte ich mich selbstverständlich nicht einlassen.

Was Personaler endlich begreifen müssen:

1. Freelander sein ist nicht einfach nur eine andere Vertragsform, sondern eine Lebenseinstellung.

2. Gefragte Spezialisten gibt es nur selten in Festanstellung (die wenigen vorhandenen sind extrem heiß umkämpft und meist mit ihrer aktuellen Firma sehr zufrieden).

3. Reisezeiten (vorallem auch Pendeln) sind enorm aufreiben und kostspielig. Im Internet-Zeitalter sind gerade IT- und Entwicklungsaufgaben in den meisten Fällen auch gut remote zu erledigen. Oft sogar viel besser, zB. aufgrund wesentlich entspannterer Arbeitsatmosphäre. Meist scheitert es hier nur an Bürokratie - bürokratische Unternehmen sind extrem unattraktiv und bekommen (bzw. halten) keine guten Leute.


Gruß
Enrico Weigelt, metux IT consult
info@metux.net
+49-151-27565287

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nicht registrierter User


RE: Studie Personalbeschaffung – Herausforderungen und Trends in der Elektronikbranche
27.07.2018 14:33

@ Enrico Weigelt
HR (= Human Resources) steht für starre Prozesse. Die von Ihnen dargelegten Grautöne passen da nicht hinein.

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nicht registrierter User


Studie Personalbeschaffung – Allein schon der Name sagt, woran es fehlt
31.07.2018 12:56

Solange viele Personalabteilungen kreative Menschen nicht als menschliche Wesen mit ihren speziellen Eigenheiten sehen, sondern nur als Ware, die beliebig beschafft und disponiert werden kann, wird sich an der Situation nichts ändern.
Es gibt mehr im Leben als nur Arbeit.
Schön, dass zumindest einige junge Menschen das auch konsequent leben und nicht im Mainstram mitschwimmen.
Allein schon der Titel der Studie Personalbeschaffung ist menschenverachtend. Und gleichzeitig entlarvend; zeigt er doch das whre Gesicht der Gesellschaft (zumindest aus der Sicht vieler Shareholder und Unternehmer.

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