Thema: Die agile Geschwindigkeitslüge

erstellt am: 26.07.2019 10:08

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Die agile Geschwindigkeitslüge


„Mein Auftrag ist es, hier Geschwindigkeit reinzubringen!“ Mit diesen markigen Worten wird die Agile Transition in so manch einer Firma eingeläutet. Das häufige Ergebnis: Die Fluktuation beim Personal steigt – und die versprochenen Zuwächse an Produktivität bleiben aus.

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Olaf Barheine





dabei seit: 05.12.2011

Beiträge: 745

Kommentar zu: Die agile Geschwindigkeitslüge
26.07.2019 10:08

Und die Qualität und die Sicherheit der Software wird nach meinem Eindruck immer lausiger. Ich bin mittlerweile nicht mehr bereit, Software von bestimmten agilen Firmen zu kaufen und mich als Betatester missbrauchen zu lassen.

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nicht registrierter User


RE: Die agile Geschwindigkeitslüge
26.07.2019 12:02

Leider laufen zuviele sog. Führungskräfte jedem hinterher, der vermeintlich neue Prozesse bringt, wie man neue Säue durchs Dorf treibt. Kein Hinterfragen ob es geeignet ist, ob es Sinn macht im Hinblick auf die eigentliche Arbeit. In manchen Kreisen wird der Verstand wohl an der Garderobe abgegeben, so mein persönlicher Eindruck. Und die, welche die eigentlich Arbeit erledigen, müssen sich mit nutzlosen Zeitfressern und Konzentrationskillern rumschlagen.

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nicht registrierter User


RE: Die agile Geschwindigkeitslüge
26.07.2019 12:51

Wenn jemand so daher kommt, wird es Zeit, den Lebenslauf auf den neuesten Stand zu bringen.
Es werden unzählige Besprechungen und Vorträge kommen. Und Druck wird aufgebaut, mit dem vorhandenen Schrott an Ausrüstung plötzlich viel mehr zu schaffen. Pünktlichkeit! Wer pünktlich nach hause geht, wird plötzlich schief angesehen. Und dazu angehalten unbezahlte Überstunden zu machen, und dem Kunden Zusatzleistung zu liefern, die dieser nicht zu bezahlen braucht.
Gleichzeitig sagt das Management, daß für Investitionen kein Geld da ist, und für Ausbildung in neuester Technologie keine Zeit.
Und tschüß.

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JcHartmut





dabei seit: 19.03.2019

Beiträge: 16

RE: Die agile Geschwindigkeitslüge
29.07.2019 00:12

Erst einmal vielen Dank für den guten Beitrag. Ich habe auch den Blog Stoppt Agilität Gastbeitrag von André Claaßen gelesen, auch gut.
Die Manager sollten alle das Medium kennen dass sie managen! Das heißt ein Manager in einer Firma, in der Software erstellt wird, muss grundsätzlich den Quellcode lesen können und etwas Ahnung von Softwareertellungsprozessen haben. Ich erwarte nicht dass der Manager gut programmieren kann. Aber er muss wissen worum es geht. Bitte Stackholder & co, schmeißt eure Manager aus der Firma raus, die das nicht können. Dann läuft einiges besser. Ein guter Manager hat einen Überblick, kann entscheiden was wichtig ist (das ist mit einer seiner Hauptaufgaben) und muss Ahnung haben.

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nicht registrierter User


RE: Die agile Geschwindigkeitslüge
29.07.2019 08:47

Agilität ist wie alle anderen neuen Arbeitsformen sicher gut - da, wo sie passt und der Kontext stimmt. Dass sie per se beschleunigt, ist sicher ein Mythos, so wie viele andere auch, die den Veränderungen im Zuge der Digitalisierung nach gesagt werden.
Nichtsdestotrotz ist Veränderung nötig, sie muss nur an den wahren Ursachen ansetzen und mit Souveränität und unter Einbindung der Mitarbeiter erfolgen - und nicht einfach irgendeinem Hype folgen. Die Kosten sind ansonsten immer erheblich.

Mehr dazu in meinem Buch Jedes Jahr eine neue Sau. Wie Manager den Methodenwahn durch Souveränität ersetzen. www.jedes-jahr-eine-neue-sau.de

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nicht registrierter User


RE: Die agile Geschwindigkeitslüge
02.08.2019 14:54

Zitat:
Die Manager sollten alle das Medium kennen dass sie managen! Das heißt ein Manager in einer Firma, in der Software erstellt wird, muss grundsätzlich den Quellcode lesen können und etwas Ahnung von Softwareertellungsprozessen haben.

Schön wärs!
In der Praxis ersetzt gerade BMW einen Ingenieur an der Unternehmensspitze durch einen Kaufmann!
Andererseits: Wer nichts genaues nicht weiss, kann auch schwerer betrügen bzw. zum Betrug anstiften. Wie war das noch mit Herrn Stadler bei AU!di ???

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