Thema: National Instruments baut TSN-fähige Hardware weiter aus

erstellt am: 17.07.2018 23:21

Antworten: 1

Diskussion zum Artikel



National Instruments baut TSN-fähige Hardware weiter aus


Mit dem CompactRIO-Controller bietet National Instruments eine weitere Hardware, mit der sich Messdaten deterministisch und zeitsynchronisiert übertragen lassen.

zum Artikel

Antworten

nicht registrierter User


Kommentar zu: National Instruments baut TSN-fähige Hardware weiter aus
17.07.2018 23:21

ACHTUNG !

Auch wenn da zufällig ein Linux-Kernel (mit RT-patches) läuft, sind die cRIOs sind *NICHT* für normale Linux-Anwendungen zu gebrauchen !

Es gibt *KEINE* Treiber (offizielle Aussage von NI). Das ist alles eng mit LabView verwoben, das dann uA. auch bitfiles für den FPGA und Binaries für den Controller generiert.

Ich hatte in der Vergangenheit mehrere Korrespondenzen und Calls mit NI, die ergaben:

#1: es gibt keinerlei Linux-Treiber (für Backplane und Karten) - nur Labview-generierter Code
#2: es gibt nichtmal ein definiertes Interface zwischen CPU und FPGA - das wird jedesmal von Labview neu generiert
#3: NI kann und will hier nichts anderes liefern (haben nach eigener Aussage auch nicht die Leute dazu)

Ergo: die cRIOs sind *AUSSCHLIESSLICH* darauf angewiesen, daß man die komplette Anwendung mit LabView baut - für andere Anwendungen sind sie komplett untauglich !

Wenn man nicht alles mit LV machen will - FINGER WEG.

Ohnehin ist bei NI der Linux-Support dermaßen miserabel und technisch unbrauchbar, daß man deren teure Hardware besser garnicht erst kaufen sollte. Üblicherweise laufen deren proprietäre Treiber nur auf uralten Kernel-Versionen und Distros - ein Sicherheitsrisiko. Zudem sind solche Vendor-Lockins für industrielle Anwendungen ein nicht vertretbares Risiko.

Aber es kommt noch VIEL schlimmer !

Kürzlich hat NI tatsächlich mal eine neue Treiber-Version herausgebracht. Dabei haben sie nun ein extremes Sicherheitsloch aufgerissen:
Hier wird im Paketmanager eine neue yum/zypper-Repo hinzugefügt, aber dabei die Signaturprüfung komplett abgeschaltet *und* zudem noch via unverschlüsseltem HTTP runtergeladen. Damit läßt sich das System (mittels manipulierter Updates) leicht komplett übernehmen !

Ergo: FINGER WEG VON NATIONAL INSTRUMENTS ! Nicht vertretbare Sicherheitsbedrohung.


Wer mehr wissen möchte, darf mich gern kontaktieren (+49-151-27565287, info@metux.net)

Gruß

Enrico Weigelt,
metux IT consult

Antworten

Antwort schreiben

Titel:


Nachricht:

 



Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.

Thema abonnieren:

Email:
*Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Antwort abschicken