Thema: Smart Home: Kunden wollen einfachere Produkte und mehr Emotionen

erstellt am: 09.10.2018 14:18

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Smart Home: Kunden wollen einfachere Produkte und mehr Emotionen


Die Branche redet viel über Smart Home, doch die Zielgruppe hält sich bedeckt. Entweder fehlt es an ausreichender Sicherheit oder die Anwendung ist zu kompliziert. Ein Trend ist allerdings eindeutig: Sprachassistenten übernehmen die Regie.

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Kommentar zu: Smart Home: Kunden wollen einfachere Produkte und mehr Emotionen
09.10.2018 14:18

Kann dem Autor nur beipflichten. Die Erfahrung zeigt Smart Home Geräte sind oft nicht so einfach zu installieren, benötigen fast immer eine Cloud oder Internetzugriff was dem Datenklau natürlich sehr förderlich ist und laufen oft nicht wirklich zuverlässig ( das Produkt reift halt beim Kunden). Desweiteren benötigt man fast immer ein weiteres Gerät (Tablet oder Handy) um das Gerät zu konfigurieren oder zu bedienen. Und all diese Geräte wollen natürlich immer schön mit Updates gepflegt werden. Das sind Tamagotchis für Erwachsene. Und ist das Handy etwas älter, streikt die Smart Home App und verlangt nach neuerer Hardware. Ich gehe jedenfalls immer noch schneller zum Lichtschalter, als bis ich mein Handy hervorhole und ein Kommando reinspreche.
Wirklich innovativ wäre ein System, wenn es etwas Eigenintelligenz bekäme und mit der Zeit lernt was zu tun ist und damit dem Nutzer wirklich etwas Komfort bietet. KI ist doch ständig in den Schlagzeilen.
Für ein System das vernünftig und lange läuft und mir wirklich einen Vorteil bietet und nicht nur ein schönes Spielzeug ist, würde ich auch etwas Geld ausgeben.
Eine All-in-one Lösung aus einer Hand wäre mir auch lieber als zusammengestöpselte Komponenten, die sich dann als inkompatibel erweisen.

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FERGEHOF





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Kommentar zu: Smart Home: Kunden wollen einfachere Produkte und mehr Emotionen
09.10.2018 14:26

Smart Home ist schön und gut, man kann es aber nicht überall umsetzen. Ich wohne in einer Mietwohnung, das Haus wurde 1956 erbaut. Schön gemütlich ist es dort im Gegensatz zu manchem sterilem Neubau. Doch es fehlt vieles für ein Smart Home, allen voran Leitungen. Da ich mir nicht durch Funk zusätzlichen Elektrosmog verschaffen will, müßte zu jedem Fenster und zu manchen Türen ein Kabel gelegt werden. Funksensorik und -aktorig benötigt nebenbei regelmäßig neue Batterien, was auch nicht gerade umweltfreundlich ist. Leuchten brauchen mehr als Phase und Null, sofern man mit DALI oder vergleichbarem arbeiten will. Bleibt noch die UN-Sicherheit an der Tür, die man entweder ohne Funkschloss ausrüstet und manuell abschließt oder per Hack leichter öffnet als per Key. Wenn dann alles drin ist und ich ziehe aus, freut sich der Hausherr. Er kauft den technisch längst überholten Schrott für einen Apfel und ein Ei ab und vermietet dann das Ganze für viel Geld an den nächsten Technik-affinen Mieter.

Nein Danke, ich bediene meine Lampen per Schalter oder Dimmer, wie ich das seit ewigen Zeiten mache. Heizungen werden entweder mit einfachen Thermostatventilen gesteuert oder mit einzelnen elektronischen Thermostaten. Das funktioniert alles auch dann, wenn der Akku im Smartphone gerade leer ist. Und die Kerze abends auf dem Wohnzimmertisch funktioniert sowieso nur mit deinem ganz altertümlichen Feuerzeug oder Streichholz.

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nicht registrierter User


RE: Smart Home: Kunden wollen einfachere Produkte und mehr Emotionen
10.10.2018 13:13

Wie im ersten Kommentar bereits erwähnt:
Ja das Zeugs ist nicht billig. Oft ist der Komfortgewinn ausschlaggebender als die Einsparpotenziale. Dabei ist die Abhängigkeit von Externen bezüglich des Werterhaltes einfach zu groß. So schnell werde ich nicht vergessen, dass Google den Cloudbereich für einen Businesskunden mal unangekündigt vom Netz nahm (https://www.inside-it.ch/articles/51606) oder noch schlimmer dauerhaft stillegte (hab ich jetzt leider den Link nicht mehr zur Hand). Die Investitionen sind dann sehr schnell wertlos.
Steuerung via Smartphone... Klasse. In ein paar Jahren gibt es keine Updates mehr... Wie dann?
Ein System, das nicht zu Hause ohne externe Cloud und ohne offengelegte Schnittstellen daherkommt, damit man im Zweifelsfall die Bedienung auch über den Supportzeitraum sicherstellen kann, kommt mir sicher nicht ins Haus. Offene Schittstellen sind auch die Voraussetzung für eine einheitliche Steuerzentrale über Anbietergrenzen hinaus. FHEM & Co grüßen. Wenn Hersteller da investieren würden, dann könnte man etwas praktisch einsetzbares draus machen. AVM war da schon mal auf einem guten Weg, zumindest mit Laborversionen...
Ein DSL-Anschluß miteigener IP, eine gut gewartete, so erreichbare lokale Cloud, die von einer breiten Community gepflegt wird, Die von den Hardwareherstellern mit Unterstützung begleitet wird, statt sie zu ignorieren oder gar zu bekämpfen... offen gelegte Schnittstellen, die es der Community oder jedem einzelnen ermöglichen, die Teile zu nutzen, auch wenn die Firmen bankrott, verkauft oder einfach nur unwillig sind, die Gerätschaften weiter zu unterstützen: Das sind Voraussetzungen für eine langfristige Investition. Solange das nicht gegeben ist, geht jeder Kunde Gefahr, in wenigen Jahren auf einer Runde Elektroschrott zu sitzen.

Open Source kann hier eine richtige Chance sein. Diese Community darf min nicht nur einseitig melken wollen, wenn man sie als Firmen auch füttert, wird ein geniales System draus.

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