Thema: Europa bekommt neues Müllproblem

erstellt am: 31.08.2015 22:23

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Millionen Tonnen Computerschrott
Europa bekommt neues Müllproblem


Müllberge aus Alt-Computern, Handys und Laptops: Elektro- und Elektronikschrott wird in Europa einer neuen Studie zufolge immer mehr zum Problem. In den 28 EU-Ländern wird demnach derzeit nur etwa ein Drittel der ausgemusterten Computer sowie von anderem Elektroschrott ordnungsgemäß und gemäß der Elektro- und Elektronik-Altgeräte-Richtlinie der EU entsorgt.

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Eseck





dabei seit: 02.01.2018

Beiträge: 35

Kommentar zu: Europa bekommt neues Müllproblem
31.08.2015 22:23

Sicher ein sehr wichtiges ökologisches und materialwirtschaftliches Thema.
Wenn man bedenkt, wieviel Natur und Lebensraum für Menschen und deren Gesundheit zwangsläufig zerstört wird, um den Rohstoffhunger für neue Produkte zu befriedigen, sollte es ein selbstverständliches MUSS sein, diese Rohstoffe so weit wie möglich durch Recycling zu gewinnen.
Dazu sind einerseits die politischen Rahmenbedingungen zu schaffen und die Einhaltung der Vorgaben auch zu kontrollieren, andererseits sind wahrscheinlich auch Forschungen und Entwicklungen anzukurbeln, die dieses Recycling umweltschonend in großem Stil möglich machen. Um das schnell zu erreichen, sollten diese Themen dann nicht durch jedes Land einzeln bearbeitet werden, sondern koordiniert durch UNO - oder wenigstens durch die EU - auf viele Länder verteilt werden.
Das wäre eine wirklich wichtige Investition in die Zukunft der Menschheit - wichtiger als ein bemannter Flug zum Mars, der zwar reizvoll und prestigeträchtig - aber leider vergleichsweise nutzlos ist. Der kann dann danach angegangen werden ...

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nicht registrierter User


RE: Europa bekommt neues Müllproblem
01.09.2015 07:49

Ich bringe immer schön meinen Elektroschrott zum Wertstoffhof, wie vermutlich viele andere auch. Wenn dieser Schrott selbst in Deutschland trotz modernster Recyclinganlagen und dem, in den Medien, propagierten Wert der Materialien in die Dritte Welt umgeleitet wird, läuft doch in der Politik und der Strafverfolgung solcher Missstände etwas verkehrt.
Also was soll ich sonst noch tun?!!!
Welche Lobby muss ich wählen, um in der EU diesen Sachverhalt nach 30 Jahren Recycling, Günem Punkt und Plastikflaschenflut endlich gelöst zu haben?!

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FED





dabei seit: 08.09.2013

Beiträge: 2

RE: Europa bekommt neues Müllproblem
01.09.2015 11:59

Solange der Verbraucher dieses Problem nicht sieht, wird sich nichts ändern. Beim Kauf jedes Neugerätes müsste der Kunde auf die bestehenden Verordnungen hingewiesen werden. Auch ist die Politik gefragt die vorhandenen Vorgaben zu kontrollieren und gegebenenfalls auch zu ahnden.
* zuletzt geändert von: FED am 01.09.2015 um 12:02 Uhr *

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nicht registrierter User


RE: Die Welt hat ein politisches Müllproblem
07.09.2015 10:41

Hallo,
das Müllproblem ist Folge einer verfehlten Verwertungsplanung. Die gebrauchte Technik wird durch den technischen Fortschritt entwertet, und mutiert hierdurch vom wertbehafteten Wirtschaftsgut zum Abfall.
Hier entsteht die Lücke die zur schädlichen Nutzung des Wirtschaftsgutes führt.
Wird die stoffliche Verwertung unwirtschaftlich so hat der Verwerter das Problem ,denn dann macht er Verluste ,die er selbst minimieren muss will er überleben. Dabei kann es sein, das durch regional unterschiedliche Verwertung aus dem Abfall noch Werte geschöpft werden können. So findet ein grenzüberschreitender Wertstofftourismus statt, bei dem der Igel immer schneller ist als der Hase.
Nun stellt sich die Frage: wie könnte eine problemgerechtere Entsorgungsplanung funktionieren?
Dabei wäre der gesamte Verwertungszweig neu und detailiert zu planen. Der Gesetzgeber müsste unter Einbeziehung des technisch möglichen Entsorgungsstandards den Verwertungspfad vorgeben.
Treten dabei Kostenüberhöhungen auf, so muss er das kompensieren, denn er erhebt ja auch Anspruch auf Teile des wirtschaftlichen Ertrages.
Da es sich bei dem Elektronikschrott um sehr komplexe Stoffgemische handelt, ist auch die Verwertungplanung entprechend komplex zu gestalten. Das muss der Gesetzgeber berücksichtigen, und entprechende Fachkompetenz zur Planung rekrutieren. Sinnvoll
sind bei dieser Planung ist es, Verwertungkennziffern zur Verwertungkontrolle zu ermitteln. Nun jetzt wird jeder der davon betroffen ist aufheulen und sich über den Bürokratismus aufregen.
Dazu kann ich nur die Gegenfrage aufstellen: Wer regt ich über die
Pfandregelung bei PET-flaschen auf?.
Da wird ein erhebliche Menge Geld in Form von Pfand gebunden. Es ist sozusagen ein zinsloser Kredit für die Händler die Waren in Pfandflaschen handeln.
Will man derartige Kredite kontrollierbar bewirtschaften , was spricht gegen eine von der Administration erworbenen zweiteiligen Pfandkarte (gleiche Vertriebspfade wie z.B. Telefonkarten, Briefmarken usw), die zur Beschaffung des Produktes und bei der Entsorgung des verbrauchten Produktes zur Rückforderung des Pfandes berechtigt.
Bei der Auszahlung des Pfandes könnten auch wirtschaftliche Restwerte berücksichtigt werden. Händler die die Entsorgung selbst organisieren könnten damit sogar die Kundenbindung verbessern, in dem sie eine Treueprämie bieten. Warum eigentlich nicht? Der Händler würde anderweitig Werbungkosten einsparen, und mit gezielter Massnahme wirksamere Umsatzsteigerung erzielen.
Die Überwachung des Stroms des Wirtschafts- oder Konsumgut kann mit der bereits vorhandenen Infrastruktur automatisch erfolgen. Strichkodes werden heute aus organiatorischen Gründen überall im Wirtschaftskreislauf eingesetzt. Bindet man der Warenkennung eine organisatorische Adresse an, so kann das Meldeverfahren ohne manuellen Aufwand erfolgen.
Das würde den letztendlich alle Abgaben tragenden Konsumenten motivieren, die Entsorgungskette wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen.
Nun wird jeder aufjaulen und Orwellstaat brüllen.
Dem halte ich entgegen: Wer regt sich denn heute über die undurchsichtigen Schnüffelstrukturen der Finanz- und Wirtschaftsverwaltung auf? Der Zoll wird inzwischen zur Menschenjagd im Bereich Schwarzarbeit eingesetzt.
Gleichzeitig wird das Menschenrecht auf versorgungsgerechten Erwerbsarbeitsplatz mit verweigert, aber eine unsoziale wirkungarmeVersorgungindustrie für Arbeitssuchende organisiert.
Die gleichen politischen Volksvertreter verursachen Wanderungbewegungen in unsere Sozialysteme um dem zunehmenden Konsummangel zu begegenen.
Wer sich mal die Steuergesetzgebung und Abgabeordnung anschaut und dort all die Ausnahmeregeln sieht, die den Meldeaufwand schmerzhaft aufgebläht haben, wo bleibt da der PROTEST? Diesen Regelwerken hängt inzwischen das Ogu der Selbstbedienung aus der Verwaltung an. Wobei der Anspruch der Verwaltung auf Fehlerfreiheit bei den Meldedaten dem Anspruch auf fehlerfreie Steuerbescheide von der Verwaltung bei weitem nicht gerecht wird.
Es gilt den technischen Fortschritt der mit Industrie 4.0 und dem weiteren Wachtum der IT und Vernetzung zum Wohle der Menchen zu nutzen. Doch dieser Trend ist leider nicht zu erkennen, statt dessen ermöglicht politische Volksvertretung ständig wachsende Gewaltmassnahmen gegen die Menschen. Das gilt nicht nur für nationale politische Strukturen sondern auch für die internationalen Übergriffe die den gesamten Erdball befallen haben.

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