Thema: Warum Zeitreisen physikalisch nicht möglich sind

erstellt am: 03.07.2017 08:35

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Extreme Physik
Warum Zeitreisen physikalisch nicht möglich sind


Traurige Nachricht für alle Science-Ficiton-Fans: In der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins der Goethe-Universität „Forschung Frankfurt“ erklären zwei Physiker, warum Zeitreisen in die Vergangenheit nicht möglich sind.

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nicht registrierter User


Kommentar zu: Warum Zeitreisen physikalisch nicht möglich sind
03.07.2017 08:35

Es wird sich jedoch nie mehr der Zustand einstellen, dass alle
Farbteilchen in nur einer Hälfte versammelt sind.
Aber bei der Entstehung von Leben geht man genau von solchen Zufällen aus... Wird jetzt die Entstehung von Leben und die Evolutionstheorie umgeschrieben?

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Olaf Barheine





dabei seit: 05.12.2011

Beiträge: 703

RE: Warum Zeitreisen physikalisch nicht möglich sind
03.07.2017 09:04

Zeit ist doch nur so eine fixe Idee des Menschen. Unsere Vorfahren haben sich lediglich dafür interessiert, wann sie die Saat ausbringen und die Ernte einfahren mussten, um zu überleben.

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nicht registrierter User


RE: Warum Zeitreisen physikalisch nicht möglich sind
03.07.2017 12:04

Ungebildete Menschen wissen vieles nicht, aber sie sind selten dumm, denn weil sie sich auf ihre Erinnerungen verlassen müssen, ist es wahrscheinlicher, dass sie sich an das erinnern, was wichtig ist. Gebildete Menschen hingegen neigen dazu, sich in ihrer riesigen Bibliothek der aufgezeichneten Informationen zu verlieren. (Huston Smith)

Hier hat sich mal wieder ein gebildeter Mensch in seiner Bibliothek total vergallopiert!

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nicht registrierter User


RE: Warum Zeitreisen physikalisch nicht möglich sind
03.07.2017 12:13

Das mit der Entropie ist schon richtig. Es gilt allerdings für ein abgeschlossenes System. Die Erde auf der sich das Leben gebildet hat und die Ordnung dadurch in den Lebewesen zugenommen hat ist kein geschlossenes System. Der Erde fließen seit Milliarden Jahren riesige Mengen an hochgeordneter Energie zu: aus der Sonne, wo allerdings die Unordnung laufend zunimmt. Ein wenig auch vom Mond über die Gezeiteneffekte. Während ich das schreibe nimmt die Ordnung der Buchstaben ebenfalls zu. In meinem Körper wird aber durch Verbrennung von Nahrungsmitteln allerdings entsprechend mehr Unordnung erzeugt als vorher insgesamt vorhanden war.

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nicht registrierter User


RE: Warum Zeitreisen physikalisch nicht möglich sind
03.07.2017 14:44

Für die Ordnung der Buchstaben sind Sie verantwortlich. Diese Ordnung hat mit Entropie nichts zu tun. Aber wer ist für die Ordnung in Ihrem Körper verantwortlich, die Sie durch Essen in Unordnung bringen?

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zizler





dabei seit: 02.06.2010

Beiträge: 8

RE: Warum Zeitreisen physikalisch nicht möglich sind
04.07.2017 09:00

Es gibt die Welt, die durch Physik und physikalische Gesetze bestimmt ist.
Bisher hat der Mensch noch nicht alle physikalischen Gesetze entdeckt und wir wissen auch nicht welchen Anteil vom Gesamten wir bereits kennen und welchen Anteil wir noch nicht kennen.
Aber es gibt auch noch andere Welten, die nicht der (bekannten) Physik unterliegen und dessen Entdeckung aus heutiger Sicht praktisch nicht möglich ist, weil z. B. Wirkungen entweder einmalig und nicht wiederholbar sind oder weil keine Wirkungen messbar sind.
Beweise und Beispiele für diese These kann jeder Leser selbst finden, wenn er danach sucht.

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nicht registrierter User


RE: Warum Zeitreisen physikalisch nicht möglich sind
07.07.2017 12:01

Wer sagt denn, daß Zeitreisen auf (schul-)physikalische Weise erfolgen müssen?
Schon mal was vom Informationsfeld = feinstofflicher Hintergrund gehört? Syntropie? Transdimensionale und Multidimensionale Wesen? Nein? Zu dumm, wir selbst sind nämlich bereits multidimensionale Lebewesen! Und das ist eine Meßbare Tatsache. Siehe die Vorträge von Dr. Volkamer, z.b. auf Youtube.

Und zu guter Letzt ein Buchtipp:
Horst Geyer *Über die Dummheit. Ursachen und Wirkungen*

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HieronymusFischer





dabei seit: 13.02.2014

Beiträge: 29

RE: Warum Zeitreisen physikalisch nicht möglich sind
24.07.2017 08:57

Streng genommen ist die Überschrift falsch, denn Zeitreisen in die Zukunft sind nach der Relativitätstheorie sehr wohl möglich (wie ja auch im Text richtiggestellt wird).

Ansonsten ist die Aussage des Artikels beileibe nicht neu und wurde auch schon vor 100 Jahren so ähnlich formuliert. Also keine traurige Nachricht als vielmehr, keine neuen Erkenntnisse.

Richtig ist auf jeden Fall: Die Physik kann seriöse Aussagen treffen nur im Rahmen der bekannten physikalischen Gesetze und Modelle. Nun ist es aber tatsächlich so, dass das physikalische Weltbild keineswegs geschlossen ist. Die Weltformel - so es sie gibt - ist noch nicht gefunden. Deswegen muss man mit Geht-nicht-Aussagen genauso vorsichtig sein wie mit vorschnellen Alles-ist-möglich-Vorhersagen.

Das Beispiel mit den Farbteilchen ist schlecht gewählt. Prinzipiell wäre es zumindest nicht ausgeschlossen, durch entsprechende elektro-chemische Prozesse die Farbmoleküle von den Wassermolekülen zu trennen und so wieder den Ursprungszustand herzustellen. Was hat dies allerdings mit der Umdrehung des Zeitpfeils zu tun? Herzlich wenig!

Wenn von Zeitreisen in die Vergangenheit die Rede ist, meint man damit ja nicht, dass quasi die ganze Welt in den Zustand zu einem Zeitpunkt t_0 - dt zurückversetzt wird. Das wäre, nach allem was wir wissen, kaum möglich. Kaum deswegen, weil es eben quantenphysikalisch keineswegs völlig ausgeschlossen ist, wenngleich extrem unwahrscheinlich. Das Attribut extrem ist hier wörtlich zu nehmen und meint etwa, so wahrscheinlich wie Milliarden von Milliarden von Milliarden … Lottogewinnen mit Superzahl hintereinander (besser 10^100 zufällige Münzwürfe auf Kopf in einer Reihe). - Zurück zur Frage der Zeitreise in die Vergangenheit. Eigentlich ist damit doch gemeint, ein physikalisches oder biologisches System in den Zustand der Welt zurückzuversetzen, den sie zu einem Zeitpunkt t_0 - dt innehatte. Das unterstellt, dass diese vergangene Welt gewissermaßen „zeitgleich“ existiert, damit sind wir beim Konzept parallel existierender Welten oder eben Paralleluniversen – keine Science Fiction, sondern ein diskutierter Ansatz, wenngleich mit spekulativen Elementen und daher nicht allgemein akzeptiert. In diesem Weltverständnis greift die Argumentation mit der Entropie nicht, weil Farbe und Wasser (noch) gar nicht vermischt sind. Natürlich stellen sich hier ganz andere Probleme.

Lange Rede, kurzer Sinn: Man kann über Systeme, die man nicht vollständig versteht (und wir verstehen noch nicht einmal die physikalische Welt in der wahren Bedeutung des Attributs „vollständig“) keine endgültig wahren Aussagen treffen. Die Aussagen sind wahr oder falsch nur im Rahmen des zugrundeliegenden Modells. Es ist nicht beweisbar, ob (und bis zu welchem Grade) das Modell mit der Wirklichkeit übereinstimmt, denn Beweise sind nur innerhalb axiomatischer Systeme möglich (und selbst dort ist nicht jede Aussage zwangsläufig als wahr oder falsch beweisbar).

Dazu passt das folgende Wort Einsteins:
Insofern sich die Sätze der Mathematik auf die Wirklichkeit beziehen, sind sie nicht sicher, und insofern sie sicher sind, beziehen sie sich nicht auf die Wirklichkeit.

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HieronymusFischer





dabei seit: 13.02.2014

Beiträge: 29

RE: Warum Zeitreisen physikalisch nicht möglich sind
24.07.2017 09:01

Betreffend Kommentar vom 07.07.2017 12:01 (s.o., nicht registrierter User)

Herzlichen Glückwunsch, das nenne ich Esoterik!

Ich werde den Kommentar in meine bescheidene Sammlung esoterischer Kleinodien aufnehmen.
* zuletzt geändert von: HieronymusFischer am 24.07.2017 um 09:08 Uhr *

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