Thema: Bleibt von Opel am Ende nur die Hülle?

erstellt am: 16.02.2017 08:01

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Opel-Vorstand wusste nicht Bescheid
Bleibt von Opel am Ende nur die Hülle?


Der mögliche Verkauf von Opel an PSA schlägt hohe Wellen: Mehrere Politiker sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene kritisieren General Motors und PSA. Automotive-Experten vermuten im Falle einer Übernahme die Aushöhlung Opels bis auf die Markenhülle.

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nicht registrierter User


Kommentar zu: Bleibt von Opel am Ende nur die Hülle?
16.02.2017 08:01

Die Aktion wird wie beim letzten mal, als GM wegern seine Pleite Opel verkaufen wollte/sollte, am Patentstreit scheitern.
Damit Opel nach der Trennung von GM weiter agieren kann müssten für sämtliche Patente Lizenzen von GM gekauft werden. Das kann sich PSA unmöglich leisten und GM wäre schön doof sein ganzes Knwhow über E-Mobilität an PSA zu verkaufen.

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roby111





dabei seit: 21.03.2011

Beiträge: 121

RE: Bleibt von Opel am Ende nur die Hülle?
16.02.2017 20:33

Es geht vermutlich wirklich nur um die Marke Opel, die bei einigen Menschen in Deutschland und Osteuropa ein besseres Image hat als die französischen Fabrikate.

Es geht also um Marktanteile, die man sich zumindest im Wunschdenken der Manager einfach hinzukaufen kann, um die eigene Rentabilität und Auslastung der Werke zu steigern.

Peugeot hat da große Erfahrung drin, nichtmal vor dem einheimischen Konkurrenten Citroen sowie Talbot machte man in den 70ern Halt, bei ausländischen Fabrikaten ist somit wohl keinerlei Scheu vor solchen Schritten zu erwarten!

Ob die Rechnung aufgeht, wage ich besonders in Deutschland zu bezweifeln, da die Presse vermutlich die Erinnerung an die verlorenen Arbeitsplätze in Rüsselsheim dann genauso wachhalten würde, wie aktuell die in Bochum (bei Opel und Nokia...)

Auch die Engländer/Briten dürften von Vauxhalls aus der Hand des Erzfeindes Frankreich eher die Finger lassen, vermutlich könnten dort sogar die verbliebenen deutschen Hersteller von der neuen Situation profitieren.

Aber vielleicht hat der alte Franz Strohsack (oder Frank Stronach, wie er sich ja seit seinem Ausflug nach Kanada nennt...) ja noch ein Eisen im Feuer...

Ach ja: das sprichwörtliche selbe in Grün basiert darauf, das Opel schon in den Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts Citroen-Fahrzeuge in Lizenz baute, wobei die Opel dann meist (dunkel-)grün lackiert waren, während die Citroen damals meist in Gelb oder schwarz geliefert wurden. Also letztlich wiederholt sich die Geschichte auch hier!

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Eseck





dabei seit: 02.01.2018

Beiträge: 30

RE: Bleibt von Opel am Ende nur die Hülle?
24.02.2017 06:37

Wenn es stimmt, dass Opel seit mehr als 15 Jahren jährlich nur Verluste produziert darf man sich nicht wundern, dass es irgendwann vorbei ist. 15 Jahre - das sind schließlich mehr als 2 Modellgenerationen in verschiedenen Fahrzeugklassen, mit denen man wirtschaftlich erfolglos war!
Die meisten anderen Firmen würden nach so einer Historie auch vom Markt verschwinden. Für die Beschäftigten ist es sicher ein Drama - aber Arbeitsplatzverluste gehören Jahr für Jahr zur kapitalistischen Tagesordnung. Als die DDR zerfiel, waren sich auch alle einig, dass die unproduktiven Arbeitsplätze nicht weiter bestehen können.

Das eigentlich Interessante sind die Ursachen und Fehler, die zu dieser langen Zeit mit Verlusten führten ... damit andere Unternehmen es besser machen können.

Ansonsten: Überproduktion und Verdrängungswettbewerb sind das Wesen unserer Zeit und es ist die Frage, wie die Gesellschaft in ihrer Politik damit umgeht...

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nicht registrierter User


RE: Bleibt von Opel am Ende nur die Hülle?
24.02.2017 09:23

Dann deckt die Politik dieses Tun also seit 15 Jahren?

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