Thema: Das Humanotop: Wie ein Aachener Ingenieur die Erde retten möchte

erstellt am: 20.08.2019 12:01

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Das Humanotop: Wie ein Aachener Ingenieur die Erde retten möchte


Das Modell, das Achim Kampker im Besprechungszimmer aufgebaut hat, stellt zunächst einmal nicht viel mehr dar als ein Mehrfamilienhaus mit ein paar Bäumen drauf, weiteren Bäumen drumherum und ein paar anderen kleinen Gebäuden, aber es ist ja auch nur ein erstes Modell, das aus dem 3D-Drucker in seinem Büro kam.

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Kommentar zu: Das Humanotop: Wie ein Aachener Ingenieur die Erde retten möchte
20.08.2019 12:01

CO2 Ausstoss entsteht in erheblichem Umfang auch beim Bau von Gebäuden. Also werden erstmal Gebäude für weitere 25k Menschen gebaut und dieser CO2 Footprint belastet dann die schöne neue Welt von Anfang an. Vielleicht sollten diese Milliarden Euro besser direkt in die Abschaffung klimaschädlicher Dinge investiert werden. Innenstädte verwahrlosen heute teilweise. Leute fahren weite Strecken, obwohl sie in diesen Innenstädten alles hatten, was sie brauchten. Sie wollen aber offensichtlich nicht auf der Etage wohnen. Sie wollen nicht den Job um die Ecke, weil Ihre Ausbildung ihnen nur einen Job 50km entfernt vom Häuschen im Grünen ermöglicht. Wie viele unterschiedliche Jobs kann man denn in einer Kleinstadt mit 25k Menschen finden? Utopien muss es geben. Sie sind aber nur ein Gedankenspiel. Geld gibt dafür in der Regel niemand, wenn er es dadurch nicht vermehren kann. Überhaupt ist vielleicht das GELD unser aller Problem. CO2 Ausstoss ist immer proportional zum vorhandenen Geld.

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foobar





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Kommentar zu: Das Humanotop: Wie ein Aachener Ingenieur die Erde retten möchte
20.08.2019 12:12

...Jeder, der dabei sein möchte, muss beruflich und privat eine Vorbildrolle bezüglich des Schutzes der Umwelt einnehmen. ...
Und der Gründer selbst ist vierfacher Vater? Nicht, dass ich mir anmaßen würde dies zu be- oder gar zu verurteilen - wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Aber ist nicht Überbevölkerung eine der Kernursachen unserer aktuellen Probleme? Wo ist da die Vorbildrolle?
Ist wohl alles eine Frage der Perspektive.
* zuletzt geändert von: foobar am 22.08.2019 um 12:46 Uhr *

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RE: Das Humanotop: Wie ein Aachener Ingenieur die Erde retten möchte
20.08.2019 21:00

@ foobar
Ihre Perspektive soll man ernstnehmen?

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foobar





dabei seit: 08.07.2015

Beiträge: 6

RE: Das Humanotop: Wie ein Aachener Ingenieur die Erde retten möchte
22.08.2019 12:45

Man kann, muss aber nicht.

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RE: Das Humanotop: Wie ein Aachener Ingenieur die Erde retten möchte
23.08.2019 14:09

Wenn wir weiter in dem Tempo an der Überbevölkerung arbeiten, brauchen wir über Co2-Einsparungen nicht mal mehr nachdenken. Aktuell ca. 7,7 Millarden Menschen!
Bevölkerungszuwachs zweier Länder 2007-2017
Äthiopien: 80 = 102 Millionen
Ägypten: 70 = 90 Millionen
usw usw usw
Wobei in Äthiopien die meisten Familien nur noch 4 Kinder bekommen.
Wenn wir also in Deutschland eine 4-Kinder-Familie wünschen, dann erreichen wir bei unserer hohen Lebenserwartung einen steileren Bevölkerungszuwachs als Äthiopien.
Deutschland ist aktuell mit ca. 235Menschen/qkm eines der dicht besiedelsten Länder der Welt. China hat nur 135.. Eh schon mehr als grenzwertig in Deutschland mit dem Flächen- und Energieverbrauch. Wie sieht das statt mit 83 mit 120 Millionen Menschen aus?

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RE: Das Humanotop: Wie ein Aachener Ingenieur die Erde retten möchte
23.08.2019 15:00

Wenn der Klimawandel menschengemacht ist, dann ist die Überbevölkerung das wahre Problem. Jedes geborene Kind muß bestmögliche Förderung erfahren. Das ist unbestritten! Gleichzeitig gilt vor dem Hintergrund von bald 8 Mrd. Menschen, daß jedes nicht geborene Kind ein Gewinn für die Welt und damit für das Klima ist. Daher muß man dankbar sein für jede Gesellschaft, die nicht mehr wächst und vielleicht sogar schrumpft, denn die hat damit einen Großteil ihrer klimatischen Hausaufgaben bereits gemacht. Bevölkerungsumverteilungen helfen dagegen gar nichts. Die Welt ist nicht in den Industrieländern zu retten sondern in Afrika und Asien. Man lasse die Kaugummikugeln auf sich wirken: https://www.youtube.com/watch?v=KCcFNL7EmwY
Demnach wird unser Planet zu Tode bevölkert. So lange die Kinderquellen in den Entwicklungsländern weiter so ungehindert vor sich hin sprudeln, sind alles Andere nur Scheingefechte und Laborieren an Symptomen. Ich sah den Kindersegen selbst in den abgelegenen Dörfern Laos, Kambodschas und Vietnams. In Afrika wird es nicht anders sein. Man spricht von DURCHSCHNITTLICH acht Kindern pro Frau. DAS fliegt der Welt mittelfristig wirklich um die Ohren. Und das Argument, daß die dortige Bevölkerung relativ wenig CO2 pro Kopf erzeugt, gilt vielleicht noch 10 Jahre, dann wird das zunehmend aufgeholt, völlig egal ob wir uns hier selbst kasteien oder nicht.
An das Thema wagt sich aber keiner ran, weil es unpopulär ist, weil es in hohem Maße sentimentalitätsbehaftet ist und weil man sich damit nur shit-storms, Entrüstung, schlechte Presse und Proteste einfängt.
Und nein, ich bin nicht herzlos und kalt, sondern nur nüchterner, faktenbasierter, realistischer Ingenieur, der gewohnt ist, Probleme zunächst mal von allem Beiwerk frei zu machen. Und ja, ich liebe meine beiden Kinder von ganzem Herzen und unterstütze sie so gut es mir möglich ist!

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RE: Das Humanotop: Wie ein Aachener Ingenieur die Erde retten möchte
23.08.2019 15:06

Visionen kann am haben, keine Frage. Nur, wenn eine Vision eine solche Umwälzug im menschlichen Zusammenleben darstellt, dass es praktisch eine Abkehr von allen Gewohnheiten darstellt und obendrein auch nur mit exorbitanten finanziellen Risiken verbunden ist, dann darf getrost bezweifelt werden, dass das eine reelle Chance auf Verwirklichung hat.
Daneben ignoriert das Modell ja auch alles Individuelle, dem die Menschen bekannntermaßen mit steigendem Wohlstand zunehmend frönen. Diejenigen, die es sich leisten könnten, in solchen Modellen zu leben, würde die Individualität und Entfaltungsspielraum beschnitten. Andererseits könnten diejengen, die auf große Spielräume verzichten könnten (weil sie sich diese bisher ohnehin nicht leisten konnten), sich die Teilnahme finanziell nicht leisten.
In Summa muss man hier leider konstatieren, dass dieses kühne Denkmodell aller Wahrscheinlichkeit an den Realitäten des Lebens scheitern würde.

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