Thema: Nachhaltig auf dem Weg zur Strom-Apokalypse

erstellt am: 24.01.2020 22:23

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Nachhaltig auf dem Weg zur Strom-Apokalypse


Die Stromversorgung in Deutschland wird Jahr für Jahr „grüner“. Laut Bundesministerium für Wirtschaft wächst der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch beständig: von rund sechs Prozent im Jahr 2000 auf rund 38 Prozent im Jahr 2018.

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Kommentar zu: Nachhaltig auf dem Weg zur Strom-Apokalypse
24.01.2020 22:23

50-60% Erneuerbare plus 50% Backup für Erneuerbare-mittels Kohle/Gas/ AKW

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RE: Nachhaltig auf dem Weg zur Strom-Apokalypse
27.01.2020 11:59

Lieber Herr Kuther,
Ihre Einschätzung hat mich sehr gefreut. Wir arbeiten als Theoretiker ja oftmals sehr analytisch und geraten dabei leicht in die Irre. Wichtig ist die Meinung der Praktiker vor Ort. Diese sind nämlich nahe an den Problemen.
Vielleicht schaffen wir es doch noch gemeinsam, den flächendeckenden Blackout zu verhindern oder ihn regional zu begrenzen. Am besten wäre Berlin-Mitte geeignet.
Herzliche Grüße aus Dresden
Ihr Sigismund Kobe

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RE: Nachhaltig auf dem Weg zur Strom-Apokalypse
27.01.2020 12:12

Wer etwas will, sucht Wege. Wer etwas nicht will, sucht Gründe. (Harald Kostial)

Natürlich kann die Stromversorgung in einem erheblich höheren Maß nachhaltig gestaltet werden ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden! Es ist doch so, dass sich die Industrie keinesfalls bewegen wird, wenn nicht von politischer Seite aus Druck ausgeübt wird, so wie es jetzt eben passiert. Klar, dass dann diejenigen anfangen zu jammern, die bislang gut vom Business as usual gelebt haben, das war zu erwarten.

Speicherlösungen für den Strom sind z.T. vorhanden und/oder werden vielversprechend erforscht. Projekte gibt es zuhauf. Die Schaffung größerer Erzeugungskapazitäten erneuerbaren Stromes wird die Versorgungssicherheit weiter erhöhen, da dann auch an Mistwettertagen noch ausreichend produziert werden kann.

Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass die Stromerzeugung in Deutschland zu 30% nachhaltig realisiert werden kann? Wer hätte gedacht, die Erneuerbaren könnten einmal die Braukohle überholen?

Den Rest schaffen wir auch noch!
Man muss nur den Willen haben, dann gehts.

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RE: Nachhaltig auf dem Weg zur Strom-Apokalypse
27.01.2020 19:01

Wer Bedenken tragen will, sucht Gründe.

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RE: Nachhaltig auf dem Weg zur Strom-Apokalypse
27.01.2020 19:37

Liebe Theoretiker,
Über Euch ärgere ich mich beim Thema Energiewende und Co am meisten.
Die Verallgemeinerungen, wir haben genug Energie aus regenerativen Quellen und können sukzessive Atom und fossile Quellen ablösen.
Bitte habt Mitleid und hört einmal auf die Praktiker und Fachleute.
Statistisch und theoretisch stimmt die Aussage.
Aaaaaaaaaber: die Praxis, die durch physikalische Gesetze und Logik untermauert wird, sieht ganz anders aus. Konzentration der Windenergie-Stromerzeugung find geographisch in den Regelzonen von TenneT und 50Hertz statt.
Solarenergie hat ihren Schwerpunkt primär in Bayern u Baden-Württemberg.
Wind plus Sonnen-Energiemengen aufsummiert und BRD ist aus dem Schneider ??? Weit gefehlt. Es fehlen die immer wieder geforderten Transportleitungen. Aber selbst damit würden wir die Wende nicht schaffen.
Es fehlt an Primärenergie-Quellen, aus denen ganz Berben flauteund bedecktem Himmel Stromversorgung werden kann. Wir haben kaum Speicher, und die paar speicherstauseen sind im Süden.
Uns fliegt die Energieversorgung um die Ohren, wenn wir den Bedarf künstlich erhöhen, zB eMobilität und gleichzeitig die primärquellen für die Energieerzeugung runterfahren. Das Delta bekommen wir mit dieser Energiepolitik nicht in den Griff.
Ach ja: das Netz fliegt uns um die Ohren.
Wir haben mit ENTSO-E eine starke Steuerinstanz, die die planbarenenergiemengen Miezekatze steuert. Das geht dann nicht mehr, wenn wir eine Überproduktion anungeplantem Strom haben - Sonnenschein und Starkwind - und wir diese Überproduktion nicht mehr Zahnschmerzen Polen ableiten können oder Dänemark und Schweden auch genug Energie im Netz haben und wir selbst gegen Strafzahlungen den Strom nicht mehr los werden.
Statistisch steht brd an solchen Tagen gut da, aber energietechnisch steuern wir auf eine. Abgrund zu.
Nachzulesen in den strommarktdaten auf www.smard.de am 22.4.2019 gegen 12.00 h

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cpille





dabei seit: 12.03.2014

Beiträge: 1

RE: Nachhaltig auf dem Weg zur Strom-Apokalypse
28.01.2020 11:02

Wir machen es einfach. Wir arbeiten nur noch wenn der Wind pustet. Ansonsten gehen wir zu Bett oder graben die Felder um, um nachhaltige Lebensmittel zu erzeugen.
Wäre dass nicht eine Lösung?
Die Batterien-Ladung für unsere Fahrräder erzeugen wir, indem wir auf unserem Ergometer solange Strampeln bis die Batterien voll sind.
Wir kochen mit Strom, den wir im Kreis der Familie erzeugen, Hund, Kind, Oma und Opa strampeln gemeinsam für Mittagessen. Wäre das nicht auch sozialpolitisch korrekt?

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RE: Nachhaltig auf dem Weg zur Strom-Apokalypse
28.01.2020 14:53

Sehr interessant! Da diskutieren Menschen auf dem Wissensstand eines Fahrradmechanikers (Kobe / Kuther) darüber, warum ein Elektromotor nicht funktionieren kann. Er hat ja gar keine Pedalen 😂

Mal ehrlich: Wer in diesem Zusammenhang von Pumpspeichern und einigen Großspeichern redet hat das Problem noch nicht einmal richtig verstanden.

Bitte solche komplexen Themen einfach denjenigen überlassen die Ahnung davon haben.

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RE: Nachhaltig auf dem Weg zur Strom-Apokalypse
28.01.2020 21:19

Sehr geehrter Herr Kuttner,
Herr Pütz hat einen Artikel von Kobe auf seiner Facebook-Seite verlinkt. Dieser Artikel gibt auch die Auffassung von Herrn Pütz wider. Eine Versorgung mit rein regenerativen Energien ist nicht möglich. Doch schon am Anfang des Artikels steht ein wesentlicher Satz: Die Versorgung aus rein regenerativen Energien sei deshalb nicht möglich, weil es nicht genügen Großspeicher gibt. Sowohl Kobe, als auch Pütz (oder in einem anderen Zusammenhang auch Hans-Werner Sinn) sprechen in diesem Zusammenhang immer nur von Pumpspeicherwerke.
Doch schon das stimmt nicht. Eine auf rein regenerative Energien aufgebaut Stromversorgung würden die Gasspeicher nutzen, die ja jetzt schon als Krisenversorgung existieren. Kurz power to gas.
Es wäre sinnvoll, wenn man schon über dieses Thema sich öffentlich äußert, zuerst auch die entsprechenden Konzeptionen vorher anzuschauen.
Zum Beispiel:
https://www.youtube.com/watch?v=tR95eD2ZuAU&t=74s

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nicht registrierter User


RE: Nachhaltig auf dem Weg zur Strom-Apokalypse
29.01.2020 08:53

Meinem Vorredner kann ich hier nur vorbehaltlos zustimmen: power-to-gas wäre eine der bedeutendsten Säulen auf der die Energiewende stehen kann.

Gas (Methan/Wasserstoff) lässt sich in stationären Anlagen sehr gut speichern, auch ist diese Technologie schon seit langer Zeit erprobt. Neben power-to-gas für die großen Energiemengen benötigen wir zusätzlich Batteriespeicher verschiedener Größenordnungen für Primär- und Sekundärregelleistung. Da solche Speichersysteme noch erheblich schneller reagieren als selbst das tollste Gasturbinenkraftwerk steht bei entsprechender Skalierung einem superstabilen Netz nichts mehr entgegen. Vermutlich wird es dann sogar besser funktionieren als derzeit.

Die Energiewende ist eine bedeutende Chance für die deutsche Industrie in einem der wichtigsten Zukunftsmärkte weltweit tonangebend zu werden. Wir sollten diese Chance nicht verspielen, weil ein paar Leute von gestern mit ihrem Wissen von gestern behaupten, es ginge nicht (mit den Methoden von gestern).

Alle sagten: Es geht nicht!
Da kam einer der das nicht wusste...
... tat es einfach!

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