Thema: Grundzüge und Vorteile von FPGAs und programmierbaren SoCs

erstellt am: 15.11.2017 13:45

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Grundzüge und Vorteile von FPGAs und programmierbaren SoCs


Programmierbarkeit ist zu einem zentralen Begriff der Elektronikbranche geworden. Entwicklung von Embedded-Softwarelösungen macht mittlerweile einen Großteil der Budgets aus. Bausteine, die auf Hardware-Ebene konfigurierbar sind, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit – und machen den Einsatz klassischer Prozessoren zunehmend überflüssig.

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fpgaengineer





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Kommentar zu: Grundzüge und Vorteile von FPGAs und programmierbaren SoCs
15.11.2017 13:45

Diese beiden Sätze sollte man sich speichern und in den einschlägigen FPGA-Foren in die Diskussion werfen, wenns mal wieder langweilig wird:

1. ) C++, wurde zu angepasst und erweitert, dass sie als HDL verwendet werden kann.

2. )und machen den Einsatz klassischer Prozessoren zunehmend überflüssig

Ich gehe davon aus, dass Ich Sie diesbezüglich zitieren darf?

Mal im Ernst, an welchen SOC- / FPGA-Designs haben Sie gearbeitet und wieviele davon mit System-C / Catapult oder myHDL entwickelt, daß Sie zu diesen Aussagen gelangen?
Und wieviele Platinen mit MCUs und DSPs haben Sie entwickelt und für welche Anwendungen, daß Sie denken, daß diese in Kürze durch FPGAs ersetzt werden (können) ?

Wenn man sich das etwas genauer ansieht, stellt sich das doch etwas anders dar:

Ich könnte dazu jetzt Romane schreiben, beschränke mich aber nur auf einen Aspekt, der die tatsächliche Bewegungsrichtung des Marktes zeigt:

Selbst für meinen nun wirklich massivst ausgebauten Synthesizer auf (www.96kHz.org), für den Ich ja die VHDL für alle Funktionen schon habe und nicht erst neu entwickeln müsste, überlege Ich, statt einen Softcore fürs MIDI einen ARM oder eine andere CPU einzusetzen, weil es einfach effektiver und bearbeitbarer ist. Momentan läuft es auf einen Zynq hinaus.

Aber es geht noch weiter: Digitale Filter und high-speed-IO-Funktionen wie z.B. S/PDIF sind bereits auf dem Weg in DSPs (Filter) und MCUs zu wandern, weil heute Prozessoren für einige Euros exisitieren, die einen fertigen S/PDIF-Transmitter beinhalten. Nimmt man dann noch das Thema ETH, CAN finden sich noch mehr Argumente für einen Prozessor.

D.h. die Grenze schiebt sich mehr nach unten, (MCUs nehmen durch Hardcores FPGA-Gebiete weg) als nach oben (FPGAs ersetzen CPU-Funktionen). Letzteres gibt es natürlich, aber es hat seinen Sinn in speziellen Nieschen, in die man mit sequenzieller CPU-Technik nicht hineinkommen kann. Genau die kann man dann aber NICHT mit C oder C++ beschreiben - nebst den vielen anderen strukturellen Aspekten, die bereits jetzt schon nicht damit beschrieben werden können, selbst in den Fällen, in denen ein C-System angebracht / möglich ist.

Die Fälle, in denen ein mit C beschriebenes System in einem FPGA in Form übersetzter Funktion in HW besser aufgehoben ist, als in einem Soft- oder Hardcore, sind doch sehr begrenzt und nach meinem Empfinden, wird der Raum dafür immer enger.
* zuletzt geändert von: fpgaengineer am 15.11.2017 um 13:51 Uhr *

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