Thema: VW-Skandal birgt vielschichtige Verantwortlichkeiten

erstellt am: 07.12.2015 13:50

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ESE Kongress 2015
VW-Skandal birgt vielschichtige Verantwortlichkeiten


Der VW-Skandal hat Fragen über das Spannungsfeld zwischen Softwareentwicklung und moralischer Verantwortung aufgeworfen. Passend dazu appellierte die Juristin Dr. Elke Luise Barnstedt vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) an das Verantwortungsbewusstsein der Forscher und Entwickler.

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Kommentar zu: VW-Skandal birgt vielschichtige Verantwortlichkeiten
07.12.2015 16:32

Zwei Zitate: „Ich habe niemals in der Industrie gearbeitet, habe aber versucht, mich hier einzudenken“ - „Auf die Idee, eine solche Software zu basteln, muss man erst einmal kommen!“ bemerkte die Juristin. Deshalb sei auch der Zulieferer in der Pflicht, sich fragen zu lassen, ob es richtig war, so ein Programm zur Produktreife zu bringen und zu verkaufen.

Manchmal sind spezielle Implementierungen zu Testzwecken unumgänglich und notwendig. Auch wenn ihre Benutzung in Serienprodukten gesetzlichen Regelungen entgegenläuft. Corner Cases müssen halt auch überprüft werden. Die Dame hat sich hier offensichtlich wohl nicht gründlich genug eingedacht.

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RE: VW-Skandal birgt vielschichtige Verantwortlichkeiten
08.12.2015 09:31

Vielen Dank, dass uns wieder einmal die Verantwortung übertragen wird. Wenn wir uns wieder anhören können, dass von unserem Handeln der Job unserer Kollegen und die Existenz derer Familien mit ihren noch abzubezahlenden Einfamilienhäuschen abhängt, werden wir uns erinnern und entsprechend handeln. Auch wenn wieder neue interessante Projekte oder Aufgaben vergeben werden, sind wir gespannt, was dann für uns übrig bleibt. Das Arbeitsleben eines Entwicklers ist kein Ponyschlecken, auch wenn es aus akademischer Sicht immer so dargestellt wird. So mancher Entwickler geht mit Magendrücken oder ...geschwüren abends nach Hause, kann aber nicht immer wie er will.

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RE: VW-Skandal birgt vielschichtige Verantwortlichkeiten
08.12.2015 12:50

... mit einem hat die Dame sicherlich recht: Auch die Zulieferfirma kann hier nicht aus der Verantwortung gelassen werden. Der Hinweis des Zulieferers, dass diese SW nur für einen internen Test gedacht war (oder so ähnlich), ist schon sehr naiv; die wussten sehr genau wofür dieses Stück DSW eingesetzt wurde!
KM

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RE: VW-Skandal birgt vielschichtige Verantwortlichkeiten
09.12.2015 08:22

Zitat:
In der Industrie wird zwar auch Forschung und Entwicklung betrieben. Dort jedoch gebe es das Weisungsrecht des Arbeitgebers, die Forschung ist in der Regel zweckgerichtet; Entwickler haben dort die Pflicht, ihre im Dienst gemachten Erfindungen zu melden. Die Forscher in der Industrie hätten deshalb keine Möglichkeit, sich auf die Wissenschaftsfreiheit nach Artikel 5 des Grundgesetzes zu stützen.

Hat Fr Barnstedt das wirklich so gesagt? Das erschüttert ja mein bisheriges Rechtsverständnis. Da frage ich mal, ob man, ausgestattet mit einem Arbeitsvertrag sich noch auf Artikel 1 GG stützen kann.

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