Thema: Wie Ingenieurdienstleister dem Fachkräftemangel begegnen wollen

erstellt am: 28.11.2011 08:36

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Lünendonk-Studie
Wie Ingenieurdienstleister dem Fachkräftemangel begegnen wollen


In Deutschlands Wirtschaft wächst die Nachfrage nach Ingenieurdienstleistern. Doch es fehlt an Nachwuchskräften.

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nicht registrierter User


Kommentar zu: Wie Ingenieurdienstleister dem Fachkräftemangel begegnen wollen
28.11.2011 08:36

Es ist interessant, daß diese Mär vom Fachkräftemangel immer noch so kocht. Vielleicht haben wir einen Mangel an BILLIGEN Fachkräften.. das mag sein, aber einen generellen Mangel würde ich ausschließen. Wenn große Firmen (wie z.B. Siemens) ganze Sparten schließen und die Mitarbeiter freisetzen, statt sie in anderen Fachgebieten unterzubringen, dann kann ich keinen Mangel erkennen.. vielleicht bei der Mitarbeiterführung. Es mag wohl ein Zeichen der Zeit sein, daß ältere Fachkräfte unbequem sind und teurer, als der Inder von nebenan, aber vielleicht denken die sogenannten Manager mal daran, daß irgendjemand auch die Produkte kaufen können muß. Vielerlei wird auch die mangelnde Identifikation der Mitarbeiter mit der Firma kritisiert. Warum sollte sich ein Mitarbeiter mit einer Firma identifizieren, die ihm mit 55 einen Tritt in den Allerwertesten gibt? Die Leute sind frei.. und das sind nicht nur 150 sondern wesentlich mehr.. Gebt denen gefälligst eine Chance! Die sind doch nicht blöd, nur weil sie 55+ sind!

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nicht registrierter User


RE: Wie Ingenieurdienstleister dem Fachkräftemangel begegnen wollen
30.11.2011 09:21

Vielen Dank für Ihren interessanten Kommentar.

Ich stimme Ihnen voll und ganz zu, die 55+ Politik der produzierenden Unternehmen muss sich zwangsläufig ändern, da hier sonst langfristig zu viel technisches Knowhow und praktische Erfahrung verloren geht!

Die Ingenieurdienstleister sind jedoch bekannt dafür, dass die Belegschaft im Allgemeinen sehr jung gehalten wird bzw. dass erfahrene Ingenieure irgendwann zu den Herstellern wechseln.

Dieser Artikel beschreibt somit die Inhalte einer Diskussion unter den Dienstleister, wie die Suche nach neuen Mitarbeitern in Zukunft organisiert werden kann. Nachdem erfahrene Fachkräfte für die Dienstleister zu teuer sind und immer weniger Nachwuchs von den Universitäten nachkommt, wird in den kommenden 10 Jahren in Deutschland für diese Unternehmen tatsächlich ein Mangel entstehen. Deshalb suchen sich die Dienstleister bereits jetzt Abhilfe im Ausland.

Beste Grüße
Maximilian Hülsebusch

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Olaf Barheine





dabei seit: 05.12.2011

Beiträge: 765

RE: Wie Ingenieurdienstleister dem Fachkräftemangel begegnen wollen
05.12.2011 11:20

Zumindest im Bereich der eingebetteten Systeme muss der Mangel derzeit sehr groß sein. Ich bekomme als freier Berater und Softwareentwickler regelmäßig Anfragen von Unternehmen, ob ich nicht jemand kennen würde, der für sie arbeiten könnte. Die Vermittlungssummen, die da teilweise versprochen werden, lassen einen schon manchmal grübeln, ob man nicht in die Vermittlerbranche wechseln sollte.

Mit freundlichen Grüßen,

Olaf Barheine

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nicht registrierter User


RE: Wie Ingenieurdienstleister dem Fachkräftemangel begegnen wollen
30.03.2012 08:25

Es gibt keinen Fachkräftemangel. Es gibt nur einen Mangel an Billigarbeitskräften. Verschiedentlich kamen auch ernst zu nehmende Studien raus die das bestätigen. Anders lautende Quellen sind immer arbeitgebervertreter (so handelt leider auch der VDI, deswegen bin ich selber lieber im BVSI Verband).

@Olaf
Als Freiberufler rennen mir die Unternehmen auch die Bude ein, genau wie bei Dir. Die Unternehmen gaben mir dann im Projekt sogar mehrmals Leitungspositionen (trotz Externenstatus), ich muss also ganz brauchbar sein. Aber wehe ich bewerbe mich als Festangestellter und frage nach 70k p.A.. Dann sortieren mich die Personalabteilungen sofort aus (meistens ohne Antwort). Ich vermute, die Fachabteilung bekommt meine Bewerbung in den seltendsten Fällen zu sehen.

Man kann vermuten, dass über das Anheuern von Freiberuflern auch gespart werden soll. Ich weiß, dass bei einem der größten deutschen Industriekonzerne der interne Verrechnungssatz für Festangestellte (den die Abteilung vom Budget abgezogen bekommen hat) bei etwa 80 EUR/h lag. Für Freiberufler mussten aber nur 70 EUR/h von der Abteilung bezahlt werden. D.h. die Abteilung hat in letzter Konsequenz mehr Budget übrig gehabt, wenn sie Freiberufler eingesetzt hat.

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