Thema: Ingenieure braucht das Land - oder doch nicht?

erstellt am: 16.03.2012 15:17

Antworten: 19

nicht registrierter User


RE: Ingenieure braucht das Land - oder doch nicht?
30.04.2012 11:10

Meine Erfahrung als Führungskraft sind die, dass es sehr wohl einen Mangel an leidenschaftlichen, begabten aber auch umgänglichen Ingenieuren gibt. Wenn so einer bei mir vorbei kommt, dem besorge ich sofort einen Job.
Häufig bewerben sich Absolventen, die im Studium auf jeder Party waren und Klausuren nach dem Motto Vier-Gewinnt geschrieben haben. Die haben es geschafft sich aus allen privaten oder Studienprojekten raus zu halten (Aber ich habe doch die Dokumentation gemacht, Haha!), sind fachlich so flach wie ein zwölfjähriges Mädchen und können das nicht mal schlagfertig verkaufen. Wirklich arm dran sind da eigentlich nur die Sozialkrüppel (wortkarg, zickig, Einzelgänger, Künstler, unrasiert, mürrisch, Prolo, ..), bei denen einem schon im Vorstellungsgespräch die Lust vergeht später ein Projekt zusammen durch zu ziehen. Deren Problem ist nämlich die Persönlichkeit und die können sie nur schwer ändern.
Interessant sind auch ältere. Ich habe nichts gegen alte Hasen die ihre vielleicht etwas geringere Arbeitsgeschwindigkeit durch pfiffige Lösungen und Erfahrung wett machen. Was ich aber nicht brauchen kann ist eine Kombination von Unflexibilität, Unstrukturiertheit, gemächliche Arbeitsweise und Krankheit. Im Alter sind manche nicht mehr bereit sich auf neue Arbeitsprozesse einzustellen als die die sie seit 20 Jahren hatten und nörgeln ständig rum anstatt mitzuhelfen den bestehenden Prozess zu optimieren. Strukturiertheit kann man lernen, haben aber viele auch nach 20 Jahren noch nicht gelernt. Ob die gemächliche Arbeitsweise vom Testosteron-Mangel kommt, weiß ich auch nicht. Aber viele nichts mehr beweisen, sie haben ja schon Haus, Frau, Kind, Hund usw. und werden spielend von jedem Jungingenieur abgehängt. Da nehme ich lieber den engagierten Absolventen. Den kann man noch formen und kosten tut der sowieso. Wieso wird eigentlich das Gehalt im Alter nicht reduziert? Aber das ist eine andere Frage..
Ich bin der Meinung, dass jeder auch mal schuldlos arbeitslos werden kann. Davor ist niemand gefeit. Aber ich bin mir sicher, dass jemand der was taugt, der was auf dem Kasten hat und etwas bewegen immer recht schnell auch wieder einen Job finden wird.
Wer sagt Ich möchte nicht umziehen, weil ich hier meine Freunde habe/weil ich hier mein Haus habe, weil ..., der hat noch nicht kapiert, dass Work-Life-Balance nicht nur aus Life besteht. Ich brauche zu meiner Zufriedenheit auch das Gefühl gebraucht zu werden, weiter zu kommen, nicht stehen zu bleiben. Das bekomme ich nicht vom Kegelabend.
Hugh. Habe gesprochen.

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RE: Ingenieure braucht das Land - oder doch nicht?
18.11.2013 19:35

werd so ein unsinn verzapft will wohl eher die Leute ausbeuten und glaubt auch noch ich gebe mein letztes Hemd für so einen aufgeblasenen nicht Ingenieur... mach dein Geld woanders und geh nach China aber lass diese Dumme sprüche ... kannst ja mal ein Auto mit wirtschaftlern bauen mal sehen was rauskommt ....***zensiert***

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RE: Ingenieure braucht das Land - oder doch nicht?
19.11.2013 12:27

Mit der Gehaltkürzung im Alter solltest du bei dir anfangen!

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RE: Ingenieure braucht das Land - oder doch nicht?
19.11.2013 14:59

Gibt Trolle keine Chance!

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xtzaras





dabei seit: 12.06.2013

Beiträge: 5

RE: Ingenieure braucht das Land - oder doch nicht?
21.11.2013 15:35

Achso, ein älterer soll weniger verdienen.
Soll das auch für Dich dann gelten, ja? Bei Dir würd ich aber gleich 50% abziehen,
und zwar wegen Blödheit
* zuletzt geändert von: xtzaras am 21.11.2013 um 15:41 Uhr *

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RE: Ingenieure braucht das Land - oder doch nicht?
22.11.2013 07:27

@ 30.04.2012 11:10 (Erster Beitrag)

Solche arrogante Typen werden oft beim BWL-Studium erzeugt.
Oder sind Sie gar einer von den nichts taugenden MBAs?
Nur EXCEL, MS-PROJECT, bohrend fragen und Nerven stehlen?
Ich bin Techniker und Meister, habe u.a. überzeugt beim CMMMI-Projekt
mitgearbeitet und regelmäßig Prozesse verbessert.
Mir graut es richtig, wenn ich solche Pauschalurteile und eine
solch arrogante Einstellung höre.
A Propos GRAUEN: Mit solchen Typen wie Sie einer sind
sehe ich SCHWARZ für Deutschland.
Und Ihre Kinder tun mir auch ganz furchtbar leid!

Übrigens werde ich am Jahresende in Vorruhestand gehen
und in das Schema meiner Beweggründe passen Sie sehr gut hinein.

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Moabiter





dabei seit: 04.06.2012

Beiträge: 16

RE: Ingenieure braucht das Land - oder doch nicht?
22.11.2013 13:11

Das sehe ich ganz genauso. Ich bin seit über 20 Jahren als Ingenieur tätig. Neuerdings verdienen Wirtschaftsingenieure und Einkäufer in grossen Unternehmen mehr, als ein erfahrener Ingenieur. Wie will man da seinen Kindern erklären, dass es wichtig ist, viel zu lernen. Ein Ingenieurstudium ist anstrengend und schwer. Viel Mathematik schreckt ab. Da kürzt man doch einfach mal die Studiendauer, um für die Statistik mehr Absoventen zu haben.
Die grossen Unternehmen, die eh keine Stuern mehr zahlen, fördern Know-How Transfer nach Asien. Da wird gedroht, wenn die Löhne steigen, dass man gleich ganz wegbleibt. In diesem Fall wäre dem deutschen Fiskus wenigstens die Subvention erspart geblieben.

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Mirfaelltkeinerein





dabei seit: 16.02.2011

Beiträge: 22

RE: Ingenieure braucht das Land - oder doch nicht?
22.11.2013 14:23

VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. „Obwohl die Zahl der Studenten und Absolventen in den Ingenieurwissenschaften in den letzten Jahren gestiegen ist, ist noch nicht das Niveau erreicht, das notwendig wäre, um langfristig Ingenieurengpässe zu vermeiden.“
Anders ausgedrückt will der VDI ein permanentes Überangebot an Ingenieuren, damit die Preise noch stärker gedrückt werden können. Dem VDI geht es immer noch nicht um die Ingenieure, sondern um die, die Ingenieure beschäftigen (müssen).

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nicht registrierter User


RE: Ingenieure braucht das Land - oder doch nicht?
22.11.2013 14:43

dem stimme ich voll und ganz zu. Ich habe bei über 40 Bewerbungen, ca 20% Absagen bekommen, und ca 80% gar keine Antwort. Und interresannterweise stellen manche Unternehmen immer und immer wieder exakt die gleichen Stellenangebote ins Netz, teilweise mehr als ein jahr lang... Da stimmt doch was nicht.
Klar gibt es Fachkräftemangel: Mangel an billigen Arbeitssklaven die alles können und 12 Stunden am Tag arbeiten, am besten die sollen noch draufzahlen, damit man sie einstellt
Ein Großteil der Anzeigen ist eh von Zeitarbeitsfirmen
Wozu überhaupt studieren, bei solchen Bedingungen

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nicht registrierter User


RE: Ingenieure braucht das Land - oder doch nicht?
22.11.2013 16:01

Kann mich meinen Mitstreitern hier anschließen. Der technische Ingenieur wird kontinuierlich in seinem Wert gedrückt, und dennoch gehören die deutschen Produkte als mit zu den Besten der Welt.
Weil mein letzter Arbeitgeber nie auf den technischen, nerdigen, realistischen Rat der Ingenieure hören wollte und lieber Zahlenwerten von BWLern vertraut hat, wurde die Firma an die Wand gefahren. Dank dieser Aktion bin ich heute sehr erfolgreich Selbstständig und weiß sehr wohl um meinen Wert in der Produktwertschöpfungskette.
Viele Projektanfragen beginnen zuerst mit dem Preis anstatt auf Qualität und Leistung zu schauen. Was unterm Strich billiger sein kann, als so mancher Zahlendreher denken mag.
Und ich suche auch Bewerber und es ist nicht alles Gold was glänzt, aber jeder hat mal klein angefangen und jeder verdient seine Chance. Man bekommt keinen fertigen Ingenieur mit 50 Jahren Berufserfahrung zum Preis von einem chinesischen Reisbauer... Der Ingenieur sollte nur motiviert und lernbereit sein, dann bekommen sie bei mir die entsprechende Chance und auch die entsprechenden Freiheiten um ihren Beruf kreativ auszuüben. Auch gibt es flexible Lösungen um die sog. Work-Life-Balance sicherzustellen. Aber es ist eben ein miteinander...

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