Thema: Grüne kritisieren «eingebaute Schwachstellen» in Elektrogeräten

erstellt am: 20.03.2013 15:09

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Gewährleistungs- und Garantierecht
Grüne kritisieren «eingebaute Schwachstellen» in Elektrogeräten


Zwei Jahre alt und schon ist der Toaster kaputt - wer kennt das nicht? Und ist es vielleicht sogar die Absicht der Hersteller, damit man gleich den nächsten kauft? Diese Vermutung legt eine Studie im Auftrag der Grünen nahe. Die Branche dementiert.

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Olaf Barheine





dabei seit: 05.12.2011

Beiträge: 765

Kommentar zu: Grüne kritisieren eingebaute Schwachstellen in Elektrogeräten
20.03.2013 15:09

Andererseits werden die Geräte auch immer komplexer und haben immer mehr lebenswichtige Teile verbaut. Eine Waschmaschine von 1990 ist ja nicht mehr mit einem Modell von heute zu vergleichen. Eine Reparatur lohnt angesichts der hohen Lohnkosten und der relativ niedrigen Preise für ein neues Gerät auch nur noch selten. Das ist vermutlich der Preis des Fortschritts.

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nicht registrierter User


RE: Grüne kritisieren «eingebaute Schwachstellen» in Elektrogeräten
20.03.2013 16:21

Die notorischen grünen Angsteinpeitscher haben wohl kein Wahlthema mehr, so dass sie
diese Masche wählen.
Alle Verbraucher sollen verunsichert werden.
Selbstverständlich können Konsumgüter ich 30 Jahre halten und die Werkstoffe und ihre
Qualität bestimmen die Lebensdauer ergo.den Preis.
Aber die typische grüne Panikmache --ohne-- späteres dementieren der Anschuldigungen und Vorwürfe, einfach nur abscheulich dieses Art der Verdummung der Bürger.

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JoergSeid





dabei seit: 03.05.2012

Beiträge: 59

RE: Grüne kritisieren «eingebaute Schwachstellen» in Elektrogeräten
20.03.2013 16:21

Ich muss unseren Grünen recht geben. Es ist unter uns Insidern hinlänglich bekannt, dass über die Auslegung bestimmter Bauteile die voraussichtliche Lebensdauer relativ präzise eingestellt werden kann.

Ich habe neulich einen defekten LCD-Monitor gehabt, er flackerte immer häufiger, bis er seinen Dienst völlig quittierte. Daraufhin habe ich mir einen neuen (gebrauchten) Monitor beschafft, der ebenfalls ein ähnliches Phänomen zeigte. Kurzes Googeln im Internet brachte an den Tag, dass ich mit meinem Problem nicht alleine dastand - der Verdacht fiel schnell auf die Elektrolytkondensatoren im Schaltnetzteil der Geräte.

Das Know-How für ein zerstörungsfreies Öffnen der Geräte war schnell gefunden, die betreffenden Bauteile rasch lokalisiert, bestellt und eingebaut. Und siehe da - jetzt habe ich wieder zwei funktionierende Monitore.

Branchenkollektive Einstellung der Lebensdauer durch zu schwach dimensionierte Elektrolytkondensatoren zwecks Umsatzgenerierung? Ach quatsch, ein Schelm, der Böses dabei denkt!

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Schoenegg





dabei seit: 24.01.2013

Beiträge: 14

RE: Grüne kritisieren «eingebaute Schwachstellen» in Elektrogeräten
20.03.2013 18:21

Branchenkollektive Einstellung der Lebensdauer durch zu schwach dimensionierte Elektrolytkondensatoren zwecks Umsatzgenerierung? Ach quatsch, ein Schelm, der Böses dabei denkt!
Aber nie und nimmer doch. Den Einsatz von keramischen Kondensatoren an der Stelle der Elektrolythen oder gar deren Plazierung ein paar cm abseits der Kühlkörper statt unmittelbar in deren Nachbarschaft... völlig undenkbar, wer soll denn das bezahlen...
Ich kenne das Problem seit vielen Jahren, ich habe mir teilweise das Studium damit finanziert, elektrische und elektronische Geräte zu reparieren. Dank immer kleineren Bauteilen und immer älter werdenden Augen ... Aber ich bin mittlerweile ja auch bei den Einkommensschichten angekommen, wo man es sich zweimal überlegt, ob man sich die Zeit noch nimmt, ein Gerät zu öffnen... Ärgerlich bleibt es dennoch.
Zugeklebte Gehäuse und fest verlötete Akkus bedeuten für mich jedenfalls ein Ausschlußkriterium beim Kauf.
* zuletzt geändert von: Schoenegg am 20.03.2013 um 18:27 Uhr *

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Schoenegg





dabei seit: 24.01.2013

Beiträge: 14

RE: Grüne kritisieren «eingebaute Schwachstellen» in Elektrogeräten
20.03.2013 18:26

Aber die typische grüne Panikmache
Aber das typische Grünenbashing ohne sich inhaltlich damit auseinandergesetzt zu haben muss schon sein, oder? Dass Akkus eine endliche Nutzungsdauer haben sollte sich auch bei Ihnen herumgesprochen haben, oder? Verklebte Gehäuse und verlötete Akkus, sind geplanter Müll, ganz egal, ob da ein angebissener Apfel drauf steht, oder ein renomiertes Unternehmen der Medizintechnik. Die Empfehlung in der Bedienungsanleitung, den eingebauten Akku durch Zerstörung des Gerätes mit einem Hammer zwecks Entsorgung zu entfernen zeugt doch von der Denkweise der zuständigen Damager.
Nichts für Ungut, aber diese Studie war überfällig.
* zuletzt geändert von: Schoenegg am 20.03.2013 um 18:28 Uhr *

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Olaf Barheine





dabei seit: 05.12.2011

Beiträge: 765

RE: Grüne kritisieren «eingebaute Schwachstellen» in Elektrogeräten
20.03.2013 19:04

Nanu, schlägt ja ganz schön hohe Wellen hier. Geht hier sonst doch eher gesittet zu. Die Studie gibt es übrigens unter folgendem Link als PDF: PDF

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FERGEHOF





dabei seit: 11.04.2012

Beiträge: 203

RE: Grüne kritisieren «eingebaute Schwachstellen» in Elektrogeräten
20.03.2013 19:23

JA, die Grünen haben (ein wenig) Recht. Manche Geräte gehen früh kaputt. Seltsam, dass meine Geräte davon nicht betroffen sind. Das ist in der Regel auch Markenware und kein Schrott, den ich nach der Methode Geiz ist geil beim allerbillgsten Anbieter gekauft habe. Wenn man Qualität will, muss man sie auch bezahlen. Unter dem Strich ist das billiger.

Ein gerne gezeigtes Beispiel kurzlebiger Geräte ist ein fernöstlicher Tintenstrahldrucker, bei dem nach ein paar Jahren das EEPROM den Geist aufgibt. Stimmt vermutlich. Ein EEPROM wird gelegentlich gebraucht und zum Glück ist es nicht im Controller integriert, man kann es austauschen. Die Dinger haben keine unendliche Zahl von Schreibzyklen, Elektroniker wissen das. Hat jemand einen Vorschlag, das EEPROM zu vermeiden? Festplatte? Abacus? Ich höre, gibt es noch Voschläge? Also doch nicht.

Dass heutzutage die Geräte nicht mehr zu öffnen und damit nicht mehr servicefähig sind, hat verschiedene Gründe. Einer liegt beim übertriebenen Rechtsbewußtsein der Verbraucher. Früher hat man seine Geräte selbst repariert und wenn danach die Kiste abbrannte, landete sie im Müll. Heute muss ich als Hersteller damit rechnen, dass mir ein Rechtsanwalt auf den Leib rückt. Ich hätte wirksam verhindern müssen, dass Laien an dem Gerät manipulieren. Also gut, dann wird halt verklebt oder mit Einwegschrauben gearbeitet. Hat der allgemeine Verbraucher davon profitiert? Nein.

Leute, was wollt ihr? Billige Ware höchster Qualität? Gut, könnt ihr haben. Wenn dann alle einen solchen Apparat gekauft haben, schließen wir das Werk. Denn dann braucht niemand mehr neue Geräte oder wir müssten funktionsfähige Geräte aus Gründen der Mode wegwerfen.

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nicht registrierter User


RE: Grüne kritisieren «eingebaute Schwachstellen» in Elektrogeräten
21.03.2013 11:47

Geplante Obsoleszenz als Wahlkampfthema in Zeiten der Wirtschaftskrise...
huiuiui!

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JoergSeid





dabei seit: 03.05.2012

Beiträge: 59

RE: Grüne kritisieren «eingebaute Schwachstellen» in Elektrogeräten
22.03.2013 08:54

Danke Barheine für diesen Link. Die Studie ist sehr interessant zu lesen.

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