Thema: Brauchen wir ein Roboterrecht?

erstellt am: 28.09.2015 19:10

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Robotik
Brauchen wir ein Roboterrecht?


Rund 10 Mio. Euro spendete Elon Musk , um die Vormacht der Roboter einzudämmen. Deutsche Forscher würden sich über so eine hohe Förderung sicher auch freuen. In Würzburg arbeiten Juristen an der Frage, ob Deutschland in naher Zukunft ein Roboterrecht braucht.

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nicht registrierter User


Kommentar zu: Brauchen wir ein Roboterrecht?
28.09.2015 19:10

Hallo,
na wie wäre es denn zunächst Menschenrechte zu vervollständigen? Roboterrecht hat sich an den Menschenrechten zu orientieren. Dazu bedürfte es erstmal auf ein Recht des Menschen auf einen Erwerbarbeitsplatz. Die zur Zeit praktizierte Schinderlösung unter HARZIV gehört schnellsten in Gruselkarbinet. Wenn Roboter rechtlich gewürdigt werden sollen, dann bitte zum Wohle der Gesellschaft. Da Roboter zunehmend die Wertschöpfung erwirtschaften, und der Mensch aus den Wertschöpfungsprozessen gedrängt wird, wird es notwendig sein, die Grundversorgung der Menschen bedingungslos zu regeln. Das gehört klar in die Gesetzeswerke eingebaut.
Das Interaktion zwischen Mensch und Maschine zu gunsten des Menschen geregelt wird, ist eine Grundvoraussetzung. Wenn der Roboter auf Grund von künstlicher Intelligenz eine Bewertung des Menschen vornimmt um daraus sein Verhalten zu begründen, dann ist ein Datenschutzproblem vorhanden. Denn die vom Roboter gewonnenen Daten werden Begehrlichkeiten bei den REFA-leuten und den Personalabteilungen wecken. Da hilft es auch nicht die Daten zu anonymisieren oder sonst irgendwie zu verschleiern. In der prozessbeobachtenden Schwachstellenanalyse werden dort abgelaufene Vorfälle aufgedeckt und das führt zu Konsequenzen.
Schon heute wird über Accordsysteme wie Gruppenaccord der Lohn der betroffenen Menschen definiert. In verkettenen Fertigungsystemen sind die Menschen Glieder der Fertigungskette. An dieser Stelle ist klare Kante zu definieren, was für Rechte den Menschen zustehen, wenn auf Grund der erkannten Schwäche der Arbeitsplatz roboterisiert wird.

Es dem Unternehmer als Risiko zuzuordnen ist nicht wirklich hilfreich. Die gesamte Gesellschaft könnte ein solches Risiko tragen wenn die Roboter Sozialabgaben erwirtschaften. So hätte die Gesellschaft ausreichend Geld um ein bedingungsloses Grundeinkommen zu finanzieren.
Das setzt allerdings voraus, das von dem Schuldgeldprinzip abgegangen wird.
Wird dies nicht gemacht, so wird die Geldmenge wachsen, analog wird die Verschuldung wachsen, und es werden die zur Zeit die Weltwirtschaft destabilisierende Wachstumseffekte noch schneller den brüchigen Weltfrieden zerstören.

Schon heute zahlt der Staat Grundeinkommen aus. Die Schuldzinsen die für Staatsanleihen fällig werden sind nichts anderes. Sie werden übrigens nicht als Wert geschöpft, sondern müssen durch Abgabenzwang erwirtschaftet werden.
Dies geschieht zunehmend durch immer undurchschaubarere Abgabebestimmungen. Dabei sind die Kleinen immer die Dummen die abkassiert werden. Abgesehen davon wird durch diese öffentliche Wirtschaft unsymentrisches Recht geschaffen. Während Steuervermeidung bestraft wird, bleibt Mittelverschwendung und Mittelmissbrauch (z.B. 14 Jahre Kriegshandlungen in fremden Ländern) ohne Folgen für die politischen Täter.

Da Roboter (zB. Drohnen)töten können, ist dies ein wichtiger Aspekt der weit über Roboterrecht hinaus geht. Hier ist auch eine klare Kante zu definieren.

Es ist heute schon die Affinität und Begehren nach Robotersystemen im öffentlichen Raum zu beobachten, die gegen die Menschen gerichtet werden können. (Blitzampel ist noch die einfachste Anwendung)

Würde statt dessen ein passives Informationsangebot (Jedes Verkehrzeichen könnte ortnahe Informationen den Verkehrsteilnehmern zur Verfügung stellen). Wird eine sinnvoll ermittelte Richtgeschwindigkeit angeboten, wäre der Sanktions_automat überflüssig.

Man sieht: Roboterrecht ist umfassender als auf den ersten Blick angenommen, ob dies nur durch Erweiterung bestehender Rechtssystem zu regeln ist wage ich zu bezweifeln.

Zu alternativen Geldsystemen gibt es hier interessante Überlegungen

http://www.franzhoermann.com/

Es gibt weitere Überlegungen zur Ablösung des Schuldgeldsystems die im Internet alle vorgestellt sind. zB. Plan B von der Wissensmanufaktur.

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nicht registrierter User


RE: Brauchen wir ein Roboterrecht?
21.01.2016 11:56

Der Ursprung der Bezeichung Roboter ist das tschechische Wort robota, was übersetzt Zwangsarbeit oder Frondienst bedeutet. Ein Roboter ist also ein Sklave im eigentlichen Wortsinn. Achten Sie auf solche Feinheiten, sonst sind Sie schnell derjenige, der hinters Licht geführt wird!

Der vorliegende Artikel stellt somit eigentlich die Frage brauchen wir ein Arbeitssklavenrecht? und nebenbei bemerkt denke ich, daß wir das längst haben! Unabhängig davon ist der Einsatz von mehr oder weniger intelligenten Maschinen bereits gesetzlich geregelt. Und davon wird man so schnell auch nicht abweichen müssen, außer die Maschine ist derart autonom, daß man nicht länger von einer Maschine sprechen kann.

Was müßte passieren, um in diese Situation zu geraten? Kann der Fortschritt bei der Entwicklung von KI solche Maschinen zur Folge haben? Würde eine solche Einheit die Merkmale einer Persönlichkeit besitzen? Ist das beweisbar? Dürfte einer künstlichen Person überhaupt noch den Status eines Sklaven zugedacht werden? Müßte sie nicht einer natürlichen Person gleichgestellt werden? Das ist ein kleiner Auszug der Fragen die zuallererst gestellt werden müßten. Die Antworten weisen dann ganz automatisch (Wortspiel) den Weg...

PS: das reCAPTCHA-Motto Ich bin kein Roboter ist in diesem Zusammenhang einfach grandios!

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